Revolut startet KI-Abwehr: Neue Anruf-Kennung soll Betrüger enttarnen
13.01.2026 - 16:51:12Die Fintech-Plattform Revolut führt eine Live-Anrufprüfung ein, um Kunden vor gefährlichen Betrugsanrufen mit Deepfake-Stimmen zu schützen. Das Feature soll die wachsende Welle an Betrug mit künstlicher Intelligenz eindämmen.
London. Der Kampf gegen KI-gestützten Betrug erreicht eine neue Stufe: Der globale Finanzdienstleister Revolut hat eine Live-Überprüfung für Telefonanrufe gestartet. Die neue Funktion „Call Identification“ soll Kunden in Echtzeit zeigen, ob sie tatsächlich mit einem echten Revolut-Mitarbeiter sprechen – oder mit einem Betrüger, der eine Deepfake-Stimme nutzt. Verfügbar ist das Tool ab sofort für alle iOS-Nutzer, Android-Nutzer können es im Sicherheitscenter aktivieren.
Hintergrund ist ein alarmierender Trend: Kriminelle perfektionieren ihre Masche. Sie geben sich als Bankmitarbeiter aus, nutzen täuschend echte, per KI generierte Stimmen und drängen ahnungslose Opfer unter Zeitdruck zur Überweisung. Diese sogenannten Authorised Push Payment (APP)-Betrugsfälle nehmen rasant zu. Revoluts neues Tool setzt genau an diesem neuralgischen Punkt an.
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Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll. Erhält ein Nutzer einen Anruf und öffnet parallel die Revolut-App, analysiert das System automatisch den Anruf. Ein Banner im App-Fenster liefert die sofortige Einschätzung: Grün für einen verifizierten Revolut-Mitarbeiter, rot mit einer deutlichen Warnung bei einem unbekannten Anrufer.
„Damit durchbrechen wir den Bann der Betrüger“, erklärt ein Revolut-Sprecher. Die Betrüger bauten auf Verwirrung und Druck. Die klare, visuelle Bestätigung in der App nehme den Kunden diese Unsicherheit. Bei einem Warnhinweis leitet die App den Nutzer direkt zu Schritten, um den Betrugsversuch zu melden und sein Konto zu schützen. Das System funktioniert auch bei Sprachanrufen über andere Apps wie WhatsApp oder Signal.
KI-Betrug: Warum Aufklärung allein nicht mehr reicht
Die Einführung ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Raffinesse der Kriminellen. Studien zeigen, dass nur etwa 25 Prozent der Menschen eine Deepfake-Stimme sicher erkennen können. Die große Mehrheit ist verwundbar. Die Betrüger nutzen das aus, indem sie etwa vortäuschen, das Konto sei kompromittiert und Geld müsse sofort auf ein „sicheres“ Konto – das des Betrügers – überwiesen werden.
Revoluts Schritt ist Teil einer branchenweiten Bewegung. Erst einen Tag zuvor hatte die britische Nationwide Building Society einen ähnlichen Dienst angekündigt. Die Botschaft ist klar: Reine Kundenaufklärung ist im Zeitalter von KI-Betrug nicht mehr genug. Technologische Barrieren im Nutzererlebnis sind notwendig.
Für Revolut ist es auch eine vertrauensbildende Maßnahme. Das Unternehmen stand in der Vergangenheit wegen der Anzahl Betrugsmeldungen in der Kritik. Die neuen Sicherheitsfeatures wie die Anruf-Kennung und bereits eingeführte, gesicherte In-App-Anrufe sind eine klare Antwort darauf. Sie geben dem Kunden die Kontrolle zurück.
Der nächste Schritt: Ein Wettlauf mit der Zeit
Die Einführung markiert einen weiteren Meilenstein im technologischen Wettrennen zwischen Finanzinstituten und Betrügern. Die Branche setzt zunehmend auf Echtzeit-Intervention. Der Fokus liegt darauf, betrügerische Aktivitäten zu erkennen und zu blockieren, behe das Geld des Kunden verloren geht.
Revolut plant bereits die nächsten Schritte. Während die Anruf-Kennung zunächst für Privatkunden gilt, soll die gesicherte In-App-Telefonie demnächst auch für Revolut Business-Kunden verfügbar gemacht werden. Der Erfolg solcher Tools hängt maßgeblich von der Bekanntheit und Nutzung durch die Kunden ab. Das Ziel ist klar: Die Hürden für Betrüger so hoch zu setzen, dass ihre Masche nicht mehr aufgeht.
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