Revolut, KI-gestützte

Revolut führt KI-gestützte Anruferkennung gegen Betrug ein

21.01.2026 - 08:00:12

Revolut startet eine neue In-App-Funktion zur Anruferkennung. Das globale Fintech will so seine über 65 Millionen Kunden vor immer raffinierteren Telefonbetrügern schützen. Die Technologie reagiert auf die rasante Zunahme von KI-gestützten Deepfake-Stimmen und Social-Engineering-Angriffen.

Die Funktion ist direkt in die mobile App integriert und arbeitet in Echtzeit. Nimmt ein Nutzer einen Anruf entgegen und öffnet gleichzeitig die Revolut-App, erkennt das System den aktiven Anruf. Sofort erscheint ein Warn-Banner.

  • Bei legitimen Anrufen von verifizierten Revolut-Mitarbeitern bestätigt ein Banner die Echtheit.
  • Bei unbekannten Nummern erscheint eine dringende Warnung. Ein Tipp darauf leitet zu konkreten Schutzmaßnahmen, wie der sofortigen Meldung des Betrugsversuchs.

Dieser direkte Eingriff soll den psychologischen Druck brechen, den Betrüger oft aufbauen. Sie geben sich als Bankmitarbeiter aus und fordern unter Zeitdruck Überweisungen auf „sichere“ Konten.

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Deepfakes: Warum die Gefahr so groß ist

Der Schritt ist eine direkte Antwort auf eine eskalierende Bedrohung. Kriminelle perfektionieren ihre Masche mit KI-generierten Stimmen und überzeugenden Gesprächsskripten.

Eine Studie von 2021 zeigt das Problem: Nur 25 Prozent der Menschen können eine Deepfake-Stimme zuverlässig erkennen. Die meisten Teilnehmer überschätzten ihre Fähigkeiten jedoch massiv. Diese Fehleinschätzung macht angreifbar.

Die Folgen sind drastisch: Bei Finanzinstituten sollen Betrugsversuche mit Deepfakes in drei Jahren um über 2.000 Prozent gestiegen sein. Fast 43 Prozent der aufgedeckten Finanzbetrugsfälle werden mittlerweile auf KI zurückgeführt.

Revoluts KI-Abwehr schützt bereits Milliarden

Die Anruferkennung ist Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie. Revolut setzt bereits auf KI, um Kartenbetrug zu erkennen und verdächtige Transaktionen automatisch zu stoppen. Diese Systeme haben sich bewährt.

Allein 2024 verhinderten die Betrugspräventionssysteme des Unternehmens nach eigenen Angaben Kundenverluste von über 600 Millionen Pfund. Analysten sehen in dem neuen Tool einen notwendigen Schritt im technologischen Wettlauf zwischen Banken und Kriminellen.

Technologie ist kein Allheilmittel

Die Funktion ist für alle iOS-Nutzer bereits aktiv. Android-Nutzer müssen sie im Sicherheitsbereich der App manuell autorisieren. Es wird erwartet, dass andere Finanzinstitute nachziehen.

Experten warnen jedoch: Die beste Technologie nützt wenig ohne aufgeklärte Kunden. Die Aufklärung über Betrugstaktiken bleibt zentral. Der wirksamste Schutz entsteht erst durch die Kombination aus intelligenten Sicherheitssystemen und mündigen Nutzern.

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