Revo, Hospitality

Revo Hospitality Group meldet Insolvenz für 125 Hotels an

18.01.2026 - 19:13:12

Der große Hotelbetreiber Revo Hospitality Group ist insolvent. Das Verfahren in Eigenverwaltung betrifft 125 Häuser und rund 5.500 Beschäftigte, der Betrieb soll jedoch vorerst weiterlaufen.

Die Revo Hospitality Group, einer der größten Hotelbetreiber Europas, ist insolvent. Das Verfahren in Eigenverwaltung betrifft rund 140 Gesellschaften und zieht 125 Hotels in Deutschland und Österreich in Mitleidenschaft. Für etwa 5.500 Mitarbeiter beginnt eine Zeit der Ungewissheit.

Der Betrieb in allen Häusern – darunter prominente Adressen wie das Hilton Garden Inn Innsbruck und Hotels in Wien und Salzburg – soll vorerst uneingeschränkt weiterlaufen. Das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin hat das Verfahren eröffnet.

Rasantes Wachstum wird zum Bumerang

Die Wurzeln der Krise liegen in einer aggressiven Expansionsstrategie. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Unternehmen, früher HR Group, von 51 auf etwa 250 Hotels in ganz Europa. Diese Übernahmen, zuletzt die der H-Hotels, kosteten viel Geld.

Gleichzeitig blieben die Geschäftszahlen hinter den Erwartungen zurück. Die hohen Investitionen trafen auf einen schwachen Markt. Zusätzlich drückten steigende Kosten für Energie, Löhne und Lebensmittel die Margen. Die Kombination führte in die aktuelle Schieflage.

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Die Kernfakten der Insolvenz:
* Betroffene Länder: Deutschland und Österreich
* Anzahl Hotels: 125
* Betroffene Mitarbeiter: rund 5.500
* Prominente Standorte: Hilton Garden Inn Innsbruck, Hyperion & Fourside Salzburg, H+/H2 Hotels Wien
* Verfahren: Insolvenz in Eigenverwaltung

Betrieb läuft weiter – aber für wie lange?

Die Insolvenz trifft Österreich an zentralen Tourismusstandorten. Besonders brisant: Das Hilton Garden Inn in Innsbruck wurde erst kürzlich für vier Millionen Euro modernisiert. Der Eigentümer Union Investment hat einen Pachtvertrag über 30 Jahre mit der Gruppe.

Trotz der prominenten Namen betont das Unternehmen: Der Hotelbetrieb läuft weiter. Um Stabilität zu signalisieren, wurde eine Vorfinanzierung der Gehälter für die ersten drei Monate des Jahres beantragt. Doch die Lage bleibt fragil. Für die Eigentümer der Immobilien beginnt eine Phase der Unsicherheit.

Kann die Eigenverwaltung die Rettung bringen?

Das gewählte Verfahren gibt der Geschäftsführung die Chance, selbst einen Sanierungsplan zu erarbeiten. Unterstützung erhält sie von Restrukturierungsexperten. Das primäre Ziel ist klar: den Betrieb stabilisieren und die Unternehmensstruktur verschlanken.

Parallel läuft die Suche nach internationalen Investoren, die frisches Kapital einbringen sollen. Branchenbeobachter rechnen damit, dass im Zuge der Restrukturierung einzelne Hotelstandorte verkauft oder an andere Betreiber übergeben werden könnten. Die kommenden Monate werden über die Zukunft der 125 Häuser entscheiden.

Ein Weckruf für die gesamte Hotellerie

Die Insolvenz ist mehr als ein Einzelfall. Sie zeigt den strukturellen Druck, unter dem viele reine Hotelbetreiber stehen. Hohe Pacht- und Betriebskosten bei gleichzeitigem Investitionsdruck setzen die Geschäftsmodelle unter Stress.

Besonders Hotels im mittleren Preissegment geraten zunehmend in die Zange – zwischen günstigen Budget-Anbietern und dem boomenden Luxussegment. Die Krise bei Revo könnte nun zu einer kritischeren Risikobewertung durch Investoren und Immobilieneigentümer führen. Die Frage ist: Wie können Wachstum und Stabilität in unsicheren Zeiten vereint werden?

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