Replit: KI-App-Entwicklung für alle – Milliarden-Bewertung im Fokus
24.01.2026 - 10:03:12Die KI-gesteuerte App-Entwicklung erreicht eine neue Stufe. Die Entwicklungsplattform Replit hat diese Woche ihre Offensive für die mobile Software-Erstellung massiv ausgebaut. Nutzer können nun per Sprachbefehl voll funktionsfähige Apps für iOS und Android generieren – eine direkte Herausforderung für etablierte Tools.
Vom Gedanken zum App-Store in Minuten
Kern des neuen Angebots „Mobile Apps on Replit“ ist die Abschaffung des mühsamen Deployment-Prozesses. Laut einem Blog-Update vom 22. Januar übersetzt eine KI-Agent eine Idee in einfacher Sprache direkt in lauffähigen Code. Die Technologie basiert auf React Native und Expo und erstellt damit plattformübergreifende Apps.
Der Agent übernimmt die gesamte Infrastruktur: Datenbanken, Authentifizierung und sogar die Einreichung im Apple App Store. Diese Methode, von Beobachtern als „Vibe Coding“ bezeichnet, ermöglicht es Produktmanagern und Gründern ohne tiefe Programmierkenntnisse, funktionierende Prototypen zu erstellen.
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Schnelle Monetarisierung als Treiber
Ein Schlüsselelement ist die direkte Monetarisierung. Replit integriert Stripe in die generierten Apps. So können Zahlungen und Abonnements sofort eingerichtet werden – ohne eine Zeile Code für die Zahlungsabwicklung. Das Ziel: Die Plattform zum Startplatz für Mikro-SaaS-Unternehmen zu machen.
Um die Verbreitung zu beschleunigen, startete Replit einen „Global Mobile App Buildathon“. Der Wettbewerb läuft bis zum 13. Februar 2026 und lockt mit Preisen von bis zu 10.000 US-Dollar und neuester Hardware. Die Strategie ist klar: Schnell viele nutzergenerierte Apps im eigenen Ökosystem etablieren.
Bewertung verdreifacht sich auf neun Milliarden Dollar
Das aggressive Wachstum spiegelt sich in der Finanzierung wider. Medienberichten zufolge vom 23. Januar steht Replit kurz vor einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar. Angeführt vom Venture-Kapitalgeber Georgian, würde sich die Bewertung des Unternehmens damit auf fast neun Milliarden US-Dollar verdreifachen.
Analysten sehen darin den Appetit der Investoren auf „agentische“ KI-Tools, die komplexe Aufgaben ausführen können. Replit positioniert sich damit als Konkurrent zu KI-Coding-Assistenten wie Cursor und etablierten Playern wie OpenAI. Die Einnahmeprognosen sind ambitioniert: Eine Milliarde US-Dollar bis 2026 durch die Pro- und Teams-Tarife.
Herausforderungen auf dem Weg zum „No-Code“-Traum
Der Weg ist jedoch nicht ohne Risiken. Sicherheitsexperten warnen vor „Agency Hijacking“, bei dem Angreifer die Entscheidungsprozesse der KI manipulieren. Da die Agents Infrastruktur bereitstellen und Zahlungen verwalten, sind robuste Governance und menschliche Kontrolle entscheidend für den Unternehmenseinsatz.
Zudem könnten Hardware-Engpässe den KI-Rollout bremsen. Lieferengpässe bei Chip-Herstellern wie TSMC dürften sich bis 2026 hinziehen und die Kosten für die rechenintensive KI-Inferenz erhöhen.
Die Branche blickt nun gespannt auf den Buildathon. Kann „Vibe Coding“ wirklich produktionsreife Apps jenseits simpler Prototypen liefern? Wenn ja, könnte Replit die Software-Entwicklung von Programmierkenntnissen entkoppeln – und den App-Markt nachhaltig verändern. Der Startschuss für das Rennen um Marktanteile mit KI-generierten Apps ist gefallen.
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