Rentenplus, Personalabteilungen

Rentenplus 2026: Personalabteilungen unter Zugzwang

18.01.2026 - 19:02:12

Die erwartete Rentenanpassung von 3,73 Prozent zwingt Betriebe zu flexibleren Übergangsmodellen und einer stärkeren Fokussierung auf die betriebliche Altersversorgung.

Eine erwartete Rentenerhöhung von 3,73 Prozent im Sommer 2026 stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen bei der Personalplanung. Die Prognose zwingt zum Umdenken in der Fachkräftesicherung und betrieblichen Altersversorgung.

Die Zahl basiert auf dem aktuellen Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung. Maßgeblich ist die Lohnentwicklung des Vorjahres. Die endgültige Festlegung erfolgt zwar erst im Frühjahr 2026 durch Verordnung. Doch die Schätzung gilt als verlässliche Richtgröße für Millionen Rentner und die Personalplanung in Betrieben.

Demografischer Wandel als Treiber

Die Rentenanpassung trifft auf einen ohnehin angespannten Arbeitsmarkt. Der Fachkräftemangel verschärft sich, während erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Eine höhere gesetzliche Rente könnte für einige den Austritt aus dem Berufsleben attraktiver machen. Das stellt Personalverantwortliche vor die Frage: Wie halten wir wertvolles Know-how länger im Unternehmen?

Die Antwort liegt in flexiblen Übergangsmodellen. Seit dem Wegfall der Hinzuverdienstgrenzen bei vorgezogenen Altersrenten 2023 sind neue Wege möglich. Altersteilzeit oder die Weiterbeschäftigung von Rentnern gewinnen an Bedeutung. So können Unternehmen Wissen sichern und Mitarbeitern einen gleitenden Übergang ermöglichen.

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Betriebliche Altersversorgung im Fokus

Die prognostizierte Steigerung rückt die betriebliche Altersversorgung (bAV) stärker in den Mittelpunkt der Personalstrategie. Sie ist ein zentrales Instrument zur Mitarbeiterbindung. Doch sie bringt Verpflichtungen mit sich: Laufende Betriebsrenten müssen regelmäßig auf ihre Anpassungsnotwendigkeit überprüft werden.

Eine attraktive bAV kann im Wettbewerb um Talente entscheidend sein. Sie signalisiert Fürsorge und langfristiges Denken. Moderne Personalstrategien verknüpfen daher gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge zu einem schlüssigen Gesamtkonzept für die Mitarbeiter.

Vom starren Ende zur aktiven Gestaltung

Die klare Trennung zwischen Arbeit und Rente löst sich auf. Eine moderne Personalstrategie betrachtet beide Phasen als zusammenhängenden Lebensabschnitt, der aktiv gestaltet werden muss. Die regelmäßigen Rentenanpassungen sind dabei ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor.

Unternehmen sind gefordert, proaktiv zu handeln. Dazu gehören Gesundheitsförderung, altersgerechte Arbeitsplätze und Anreize für eine längere Berufstätigkeit. Die Rentenprognose für 2026 ist somit mehr als eine Zahl. Sie ist ein Weckruf, den Übergang in den Ruhestand als strategische Personalaufgabe zu begreifen.

Personalverantwortliche sollten die finale Bekanntgabe im Frühjahr genau verfolgen. Unabhängig von der exakten Höhe ist der Trend klar: Wer heute flexible Modelle entwickelt und den Dialog mit den Mitarbeitern sucht, sichert sich langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

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