Reiswaffeln: Arsen-Belastung bleibt Risiko für Kleinkinder
21.01.2026 - 22:39:12Reiswaffeln enthalten oft zu viel krebserregendes Arsen. Das zeigen aktuelle Tests von Verbraucherschützern. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder ist die Belastung bedenklich, obwohl es seit Jahren EU-Grenzwerte gibt.
Die gepufften Snacks gelten vielen Eltern als gesunde, fettarme Alternative. Doch in der Reispflanze steckt ein unsichtbares Problem: Sie reichert natürlicherweise das Halbmetall anorganisches Arsen aus dem Boden an. Dieses gilt als krebserregend und kann bei langfristiger Aufnahme auch Nerven und Gefäße schädigen.
Warum sind gerade Kleinkinder gefährdet?
Ihr geringes Körpergewicht ist der entscheidende Faktor. Im Verhältnis nehmen sie mehr Nahrung – und damit mehr Schadstoffe – auf als Erwachsene. Eine unbedenkliche tägliche Aufnahmemenge lässt sich nicht definieren. Die Devise lautet daher: so wenig wie möglich.
Trotz verschärfter EU-Höchstmengen schneiden viele Produkte in Tests schlecht ab. Verbrauchermagazine wie Öko-Test bewerteten zuletzt über die Hälfte der getesteten Reiswaffeln als „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Die Arsenwerte lagen oft am Limit oder darüber.
Besorgt wegen versteckter Schadstoffe wie Arsen? Ein kostenloser 25‑seitiger Report erklärt verständlich, welche Laborwerte wirklich Aufschluss geben, wann ein Spezialtest sinnvoll ist und wie Sie Ergebnisse richtig deuten — praktisch für Eltern, die gesundheitliche Risiken früh erkennen möchten. Der Leitfaden zeigt außerdem, welche Fragen Sie beim Kinderarzt stellen sollten und welche Maßnahmen sinnvoll sind, wenn Auffälligkeiten auftreten. Jetzt Laborwerte-Report kostenlos anfordern
Ein Snack, viele Schadstoffe
Das Problem beschränkt sich nicht nur auf Arsen. In den Waffeln finden Labore regelmäßig einen ganzen Cocktail bedenklicher Stoffe:
* Acrylamid, das beim starken Erhitzen entsteht und ebenfalls als krebserregend gilt.
* Schwermetalle wie Cadmium und Blei.
* Mineralölrückstände aus Verpackungen.
* In Einzelfällen auch Schimmelpilzgifte.
Diese Kombination verstärkt die Bedenken von Experten. Der regelmäßige Verzehr durch Kleinkinder erscheint so in einem noch kritischeren Licht.
Was können Eltern tun?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät klar zur Abwechslung. Reisprodukte sollten nicht die Hauptnahrung für Babys und Kleinkinder sein. Diese Empfehlung gilt auch für Snacks.
Glücklicherweise gibt es einfache Alternativen für unterwegs:
* Dinkel- oder Maiswaffeln
* Hirsebällchen
* Frisches Obst und Gemüsesticks
* Vollkorn-Knäckebrot
Eine vielfältige Ernährung ist der beste Schutz vor einseitiger Schadstoffaufnahme.
Wer trägt die Verantwortung?
In erster Linie sind die Hersteller gefordert. Tests beweisen: Es ist möglich, Reiswaffeln mit sehr niedrigen Arsenwerten zu produzieren. Entscheidend sind die Auswahl der Rohstoffe und optimierte Herstellungsverfahren.
Für Eltern bleibt der Blick auf unabhängige Produkttests ein wichtiges Werkzeug. Langfristig muss das Bewusstsein für eine abwechslungsreiche Ernährung wachsen – die nicht auf Reis basiert. Die Kontrolle durch Behörden und Verbraucherschützer bleibt essenziell, um den Druck auf die Industrie hochzuhalten.


