Reisekosten, Teure

Reisekosten 2026: Teure Sprünge für Niederlande und Irland

08.02.2026 - 13:22:12

Die steuerfreien Pauschalen für Dienstreisen steigen 2026 deutlich für die Niederlande und Irland, während Skandinavien und Inlandsreisen stabil bleiben. Das hat direkte Auswirkungen auf die Budgetplanung von Unternehmen.

Geschäftsreisende in Nordeuropa müssen sich 2026 auf ein geteiltes Bild bei den steuerfreien Pauschalen einstellen. Während die Sätze für Skandinavien stabil bleiben, steigen sie für die Niederlande und Irland deutlich. Das hat strategische Folgen für die Budgetplanung.

Seit dem 1. Januar 2026 gelten die neuen Pauschbeträge des Bundesfinanzministeriums (BMF). Für alle Reisen ab Februar sind sie verbindlich. Die Anpassungen spiegeln die stark gestiegenen Hotel- und Verpflegungskosten in bestimmten Metropolen wider.

Deutliche Erhöhungen im Westen

Die größten Veränderungen betreffen zwei wichtige Handelspartner Deutschlands. Die neuen Sätze sollen verhindern, dass Mitarbeiter auf ihren tatsächlichen Kosten sitzen bleiben.

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Niederlande

In den Niederlanden fallen die Erhöhungen am stärksten aus. Vor allem in Amsterdam sind die Hotelpreise explodiert.
* Übernachtungspauschale: Steigt auf 167 Euro (zuvor 122 Euro).
* Verpflegungspauschale (24h): Erhöht sich auf 58 Euro (zuvor 47 Euro).
* Verpflegungspauschale (>8h): Liegt nun bei 39 Euro (zuvor 32 Euro).

Eine dreitägige Dienstreise ist damit deutlich teurer – zumindest in der steuerfreien Abrechnung.

Irland

Auch für Irland korrigiert das BMF die Werte kräftig nach oben. Der Grund: die angespannte Lage auf dem Hotelmarkt in Dublin.
* Übernachtungspauschale: Erhöht auf 164 Euro (zuvor 129 Euro).
* Verpflegungspauschale (24h): Steigt auf 64 Euro (zuvor 58 Euro).
* Verpflegungspauschale (>8h): Beträgt nun 43 Euro (zuvor 39 Euro).

Experten halten diese Anpassung für längst überfällig. Die alten Sätze lagen weit hinter der Realität zurück.

Stabilität im hohen Norden

Anders sieht es in Skandinavien aus. Für Schweden, Norwegen und Finnland bleiben die Pauschalen 2026 unverändert. Das bietet Planungssicherheit, bedeutet aber auch: In diesen traditionell teuren Ländern decken die Pauschalen die realen Kosten oft nicht voll ab.

Schweden

Die Sätze für Schweden bleiben stabil. Offenbar sieht das Finanzministerium hier eine geringere Preis-Dynamik als in den Benelux-Staaten.
* Übernachtungspauschale: Unverändert 140 Euro.
* Verpflegungspauschale (24h): Unverändert 66 Euro.
* Verpflegungspauschale (>8h): Unverändert 44 Euro.

Norwegen und Finnland

Auch für Norwegen und Finnland gibt es keine nennenswerten Änderungen. Trotz der hohen Lebenshaltungskosten folgt das BMF nicht dem allgemeinen Inflationsdruck.

Dänemark

Dänemark bleibt in der Hochpreisliga. Die Sätze für Kopenhagen spiegeln weiterhin die Premium-Preise der Stadt.
* Kopenhagen: Die Übernachtungspauschale liegt bei 183 Euro, die Tagespauschale bei 75 Euro.

Inlandsreisen: Keine Bewegung

Für Dienstreisen innerhalb Deutschlands gilt weiterhin der alte Status quo. Das BMF hat weder die Verpflegungspauschalen noch die Kilometerpauschale für 2026 angepasst.

  • Inlands-Tagespauschale (24h): 28 Euro
  • Inlands-Tagespauschale (>8h): 14 Euro
  • Kilometerpauschale: Bleibt bei 0,30 Euro pro Kilometer für die private Fahrzeugnutzung.

Diese Stagnation stößt auf Kritik von Verbänden. Sie verweisen auf gestiegene Sprit- und Lebensmittelpreise. Für das laufende Jahr sind die Werte jedoch festgeschrieben.

Strategische Folgen für die Budgetplanung

Die neuen Regelungen zwingen Unternehmen zur schnellen Anpassung. Die Kluft zwischen dem „stabilen Norden“ und dem „teuren Westen“ verändert die Projektkosten je nach Zielort erheblich.

Das müssen Buchhalter und Reisende jetzt beachten:
* Systeme aktualisieren: Die neuen Länderpauschalen, besonders für Niederlande und Irland, müssen umgehend in die Buchhaltungs- und Reisesoftware eingepflegt werden.
* Budgets prüfen: Projekte mit Aufenthalten in Amsterdam oder Dublin werden deutlich teurer als 2025.
* Belege sammeln: In Skandinavien lohnt es sich weiterhin, hohe tatsächliche Kosten zu belegen. Die stabilen Pauschalen decken Premium-Hotels in Stockholm oder Oslo oft nicht ab.

Wer diese Regeln beachtet, stellt sicher, dass Mitarbeiter angemessen entschädigt werden und das Unternehmen die steuerlichen Vorteile optimal nutzt.

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