Redcare, Pharmacy

Redcare Pharmacy Aktie: Grippesaison verpufft

07.01.2026 - 15:00:31

Die Online-Apotheke verfehlt die Umsatzerwartungen, da das rezeptfreie Geschäft in der Grippesaison schwächelt. Das verschreibungspflichtige Segment mit dem E-Rezept legt dagegen stark zu.

Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy enttäuscht mit ihren Quartalszahlen. Trotz zweistelliger Wachstumsraten blieben die Umsätze unter den Erwartungen – und die Börse reagiert prompt mit Kursverlusten.

Im vierten Quartal 2024 kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 794 Millionen Euro. Klingt solide, doch Analysten hatten mehr erwartet: Im Schnitt lagen die Prognosen bei 817,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr meldete das Unternehmen ein Plus von 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro – auch hier verfehlte man die Konsensschätzung von 2,97 Milliarden Euro knapp.

Die Aktie rutschte am Mittwoch zeitweise um knapp 7 Prozent ab. Der jüngste Erholungsversuch seit Jahresbeginn ist damit vorerst gestoppt.

Rezeptfreie Medikamente schwächeln

Besonders ernüchternd: Das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln entwickelte sich laut CEO Olaf Heinrich “in einigen Märkten verhalten”. Die Non-Rx-Umsätze stiegen im Schlussquartal lediglich um 9 Prozent auf 483 Millionen Euro.

Warum enttäuscht das so sehr? Weil gerade die Grippesaison normalerweise für kräftige Impulse sorgt. Dass ausgerechnet in dieser Phase die rezeptfreien Medikamente schwächeln, wertet Jefferies-Analyst Martin Comtesse als “klar negative Überraschung”. Im Gesamtjahr erreichten die Non-Rx-Umsätze 1,9 Milliarden Euro nach 1,6 Milliarden im Vorjahr.

E-Rezept als Lichtblick

Die andere Seite der Medaille zeigt sich beim verschreibungspflichtigen Geschäft. Hier legte Redcare deutlich zu: Die Rx-Umsätze sprangen im vierten Quartal um 34 Prozent auf 311 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich der deutsche Markt mit einem Zuwachs von 60 Prozent auf 155 Millionen Euro im Quartal.

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Für das Gesamtjahr 2024 verdoppelte sich der Rx-Umsatz in Deutschland nahezu – ein Plus von 98 Prozent auf 503 Millionen Euro. Das Unternehmen hat seine “führende Position beim E-Rezept in Deutschland weiter ausgebaut”, so CEO Heinrich. Die Kundenzahl kletterte im Jahresverlauf um 1,4 Millionen auf 13,9 Millionen.

Comtesse von Jefferies sieht hier trotz der Enttäuschung bei den rezeptfreien Produkten eine Beschleunigung. Die Ziele für 2025 im E-Rezept-Segment seien erreicht worden – entgegen mancher Anlegerbedenken.

Bewertungspotenzial für 2026?

Der Analyst weist auf eine Diskrepanz hin: Der erzielte Umsatzanstieg 2025 stehe im Widerspruch zur Kursentwicklung. Das verspreche Neubewertungspotenzial für 2026.

Den vollständigen Geschäftsbericht will Redcare Pharmacy am 4. März 2026 vorlegen. Bis dahin bleibt die Frage: Kann das starke E-Rezept-Wachstum die Schwäche im rezeptfreien Geschäft dauerhaft kompensieren?

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