Red Cat Aktie: Regulierung schiebt an
07.01.2026 - 15:54:32Die US-Regulierer ziehen bei ausländischen Drohnen die Zügel deutlich an – und Red Cat rückt damit in eine neue Schlüsselrolle. Im Zentrum steht eine Entscheidung der Kommunikationsbehörde FCC, die bestimmte ausländische Modelle und Komponenten faktisch vom US-Markt ausschließt. Für den kleinen Verteidigungswert ist das Chance und Belastungsprobe zugleich: Rechtfertigt der Rückenwind aus Washington die bereits stark gelaufene Aktie?
US-Drohnenmarkt wird neu sortiert
Auslöser der aktuellen Bewegung ist die unmittelbare Umsetzung von Section 1709 des Verteidigungsgesetzes (NDAA) für das Fiskaljahr 2025 durch die Federal Communications Commission. Seit heute listet die FCC bestimmte ausländisch produzierte Drohnen und kritische Komponenten auf ihrer „Covered List“. Diese Produkte dürfen wegen Sicherheitsbedenken in den USA nur noch stark eingeschränkt eingesetzt werden.
Red Cat hat die Maßnahme ausdrücklich begrüßt. CEO Jeff Thompson spricht von einem „bedeutenden Moment für die amerikanische Drohnenindustrie“ und betont, dass sich die Wettbewerbsbedingungen für heimische Hersteller angleichen. Das Management sieht in der Entscheidung einen direkten Schub für die hauseigenen „Blue UAS“-zertifizierten Systeme wie Teal 2 und Black Widow Multirotor, die genau in die Lücke stoßen sollen, die verbannte Konkurrenz hinterlässt.
Kursrally und technische Signale
Die Aktie hat im Vorfeld und Umfeld der Entscheidung bereits einen kräftigen Sprung hingelegt. In der Spitze stand ein Tagesgewinn von rund 19 Prozent, angetrieben von Nachrichten zu Programmen wie SRR Tranche 2 und dem „Drone Dominance Program“. Aktuell konsolidiert der Titel diese Bewegung: Der Kurs liegt um 10,82 US‑Dollar und damit rund 52 Prozent über dem 30‑Tage-Durchschnitt von 7,19 US‑Dollar.
Nach dem schnellen Anstieg aus dem Bereich um 9 US‑Dollar zeigen sich nun typische Konsolidierungsmuster. Technische Indikatoren liefern ein gemischtes Bild aus Gewinnmitnahmen und anhaltendem Interesse. Mit einem 14‑Tage-RSI von 83,2 ist die Aktie klar im überkauften Bereich, was kurzfristig für Vorsicht spricht. Gleichzeitig notiert der Kurs deutlich über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten.
Institutionelle Investoren bleiben engagiert
Spannend ist der Blick auf die Marktstruktur: Während kurzfristige Chartsignale – etwa bärische Umkehrmuster – eher zur Zurückhaltung mahnen, bleibt der institutionelle Kapitalzufluss robust. Marktdaten zeigen starke Nettozuflüsse insbesondere von sehr großen Adressen. Diese „extra‑large“-Investoren bauen ihre Positionen aus und stellen sich offenbar auf die langfristigen Folgen des „American-made“-Schwenks bei Drohnen ein.
Damit prallen zwei Zeithorizonte aufeinander: Trader reagieren auf die starke Rally mit Gewinnmitnahmen, während langfristig orientierte Investoren die strukturelle Chance durch regulatorisch abgesicherte Marktanteilsgewinne in den Vordergrund stellen. Das trägt zur aktuell hohen Volatilität bei, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend bislang zu brechen.
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Hohe Bewertung trifft auf hohe Erwartungen
Fundamental wird Red Cat derzeit klar als wachstumsorientierter Verteidigungswert gehandelt. Das Unternehmen kommt auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 5,1 – mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der breiteren Elektronikbranche (2,4). Diese Bewertungsprämie signalisiert, dass der Markt deutliche zusätzliche Erträge aus Regierungsaufträgen und der Verdrängung ausländischer Rivalen einpreist.
Gleichzeitig ist Red Cat noch tief in der Investitionsphase. Zuletzt stand ein Nettoverlust von rund 91,8 Millionen US‑Dollar in den Büchern. Diese Zahlen spiegeln die hohen Vorleistungen wider, um Produktionskapazitäten etwa für das Short Range Reconnaissance (SRR)-Programm der US-Armee hochzufahren. Die FCC-Entscheidung liefert zwar Rückenwind, ändert aber nichts daran, dass Profitabilität erst noch erreicht werden muss.
Fazit: Regulierung als Belastungstest für die Bewertung
Unterm Strich verleiht die konsequente Umsetzung von NDAA Section 1709 der Investmentstory von Red Cat zusätzlichen Nachdruck: Der politische „Domestic Pivot“ im Drohnensektor materialisiert sich in konkreten Restriktionen für ausländische Anbieter, von denen Blue‑UAS-zertifizierte Systeme wie Teal 2 und Black Widow profitieren sollen.
Gleichzeitig zwingt die bereits ambitionierte Bewertung dazu, genau hinzusehen, in welchem Tempo Auftragsvolumen und Margen tatsächlich nachziehen. In den kommenden Quartalen wird entscheidend sein, ob Red Cat die durch die FCC-Entscheidung entstehende Angebotslücke im US‑Markt operativ nutzen und die hohen Vorleistungen aus Programmen wie SRR in messbares Wachstum und eine klar erkennbare Ergebnisverbesserung übersetzen kann.
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