Ransomware-Angriff bedroht weltweit führende Prionen-Forschung
24.01.2026 - 21:54:12Ein Cyberangriff auf eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen für neurodegenerative Krankheiten könnte Jahre wissenschaftlicher Arbeit zunichtemachen. Die Attacke auf das britische MRC Prion Unit zeigt, wie verwundbar kritische Wissenschaftsinfrastruktur geworden ist.
Wertvolle Forschungsdaten in Geiselhaft
Die Welt der Hirnforschung steht unter Schock. Die Ransomware-Gruppe Crypto24 hat das renommierte Prionen-Forschungszentrum des Medical Research Council (MRC) an der University College London gehackt. Die Cyberkriminellen drohen nun, wertvolle Forschungsdaten zu veröffentlichen, falls kein Lösegeld gezahlt wird. Betroffen ist Grundlagenforschung zu Krankheiten wie Creutzfeldt-Jakob.
Noch ist unklar, welches Ausmaß der Datendiebstahl genau hat. Erste Hinweise deuten aber auf kompromittierte Zugangsdaten von über 100 Mitarbeitern und fast 5.000 Nutzern hin. Die Einrichtung muss nun prüfen, ob Backups die sensiblen Daten retten können – darunter möglicherweise auch Patientendaten und unveröffentlichte Studienergebnisse.
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Wissenschaft unter Beschuss
Das MRC Prion Unit gilt als global führend in der Erforschung von Prionenerkrankungen. Diese seltenen, aber stets tödlichen neurodegenerativen Krankheiten stellen die Wissenschaft seit Jahrzehnten vor Rätsel. Ein Datenverlust würde die Arbeit um Jahre zurückwerfen.
„Solche Angriffe lähmen die Forschung für Monate“, erklärt eine Cybersicherheitsexpertin. „Nicht nur laufende Experimente stoppen – gestohlene geistige Eigentumsrechte vernichten oft jahrelange öffentlich finanzierte Arbeit.“ Besonders brisant: Forschungseinrichtungen mit hochspezialisierten Daten werden zunehmend zur Zielscheibe, weil der Druck zur Zahlung hier besonders hoch ist.
Britische Infrastruktur im Visier
Der Angriff ist kein Einzelfall. Das britische National Cyber Security Centre (NCSC) verzeichnete 2025 mehr als doppelt so viele „national bedeutsame“ Cybervorfälle wie im Vorjahr. Besonders das Gesundheitswesen steht im Fadenkreuz.
Bereits 2022 legte ein Ransomware-Angriff auf den Software-Anbieter Advanced den NHS-Notdienst 111 lahm. Ärzte mussten damals wieder zu Stift und Papier greifen. Die aktuelle Attacke zeigt: Die Bedrohung hat eine neue Qualität erreicht. Jetzt gerät nicht nur die Patientenversorgung, sondern auch die wissenschaftliche Zukunftssicherung ins Visier.
Wettlauf gegen die Zeit
In den kommenden Tagen entscheidet sich, ob die Forscher ihre Daten retten können. Die Timer der Erpresser ticken. Das Institut arbeitet mit nationalen Sicherheitsbehörden zusammen, doch die Frage bleibt: Wie robust sind die Sicherungssysteme wirklich?
Die Wissenschaftsgemeinschaft weltweit beobachtet den Fall mit Sorge. Denn was in London passiert, könnte morgen auch deutsche Forschungseinrichtungen treffen. Die Investition in Cybersicherheit wird zur Überlebensfrage für die Wissenschaft – das zeigt dieser Angriff mehr als deutlich.
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