Randstad-Studie: Jeder vierte Brite fürchtet Jobverlust durch KI
25.01.2026 - 23:03:11London. Die rasante Verbreitung Künstlicher Intelligenz löst in der britischen Belegschaft massive Ängste aus. Laut dem neuen Randstad Workmonitor 2026 fürchtet mehr als jeder vierte Arbeitnehmer (27%), seinen Job innerhalb der nächsten fünf Jahre an Automatisierung zu verlieren. Die globale Studie offenbart eine gefährliche Kluft zwischen dem Technologie-Optimismus der Arbeitgeber und den Zukunftsängsten ihrer Mitarbeiter.
Während britische Unternehmen kräftig in KI investieren, um produktiver zu werden, schürt genau diese Strategie die Verunsicherung in Büros und Fabrikhallen. Die Studie, für die Tausende Beschäftigte in 35 Ländern befragt wurden, zeigt ein Arbeitsmarkt am Scheideweg. Der technologische Wandel vollzieht sich schneller, als das Vertrauen der Arbeitnehmer mithalten kann.
Ein zentrales Ergebnis der Daten ist ein eklatanter „KI-Wahrnehmungsgraben“. Während die meisten Arbeitgeber in KI investieren und sich Wachstum erhoffen, teilen ihre Angestellten diesen Optimismus nicht. Fast die Hälfte aller Beschäftigten weltweit (47%) glaubt, dass die Gewinne aus KI-Investitionen vor allem den Aktionären und Eigentümern zugutekommen – und nicht den Mitarbeitern.
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Diese getrennten Welten schaffen ein explosives Klima, in dem Unternehmensstrategie und Stimmung der Belegschaft auseinanderdriften. Besonders betroffen ist die Generation Z. Junge Arbeitnehmer, die gerade erst ins Berufsleben starten, haben die größte Angst, von der Technologie verdrängt zu werden. Für Unternehmen wird die Herausforderung damit doppelt so groß: Sie müssen nicht nur neue Technik einführen, sondern auch ihre gesamte Belegschaft auf dem Weg mitnehmen.
Der Wettlauf um Qualifikation in der Skills-Revolution
Die Angst vor dem Jobverlust ist direkt mit einer Qualifikations-Revolution verknüpft. Die Studie zeigt einen überwältigenden Konsens: Rund 65% der Beschäftigten wissen, dass sie neue Fähigkeiten erlernen müssen, um im automatisierten Arbeitsumfeld nicht abgehängt zu werden. Mehr als die Hälfte sucht bereits aktiv nach Weiterbildungsmöglichkeiten, um den eigenen Job zukunftssicher zu machen.
Diese Nachfrage schlägt sich dramatisch auf dem Stellenmarkt nieder. In den vergangenen zwölf Monaten sind Stellenanzeigen, die „KI-Agent“-Kenntnisse voraussetzen, um sagenhafte 1.500% gestiegen. Dieser explosionsartige Bedarf an KI-Expertise – von Prompt Engineering bis zum KI-Training – markiert einen fundamentalen Wandel. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft der Arbeit bedeutet nicht nur, mit KI zu koexistieren, sondern sie aktiv als Kernkompetenz zu nutzen.
Zwischen Job-Abbau und neuen Chancen
Die aktuellen Ängste sind Teil einer größeren Debatte über die Zukunft der Arbeit im Vereinigten Königreich. Eine Studie der National Foundation for Educational Research (NFER) warnte Ende 2025, dass bis 2035 bis zu drei Millionen geringqualifizierte Jobs verschwinden könnten – besonders in Handwerksberufen, Maschinenbedienung und Verwaltung. Demnach sind nicht mehr nur klassische Bürojobs bedroht, sondern vor allem routinebasierte und manuelle Tätigkeiten.
Doch es gibt auch eine Gegenperspektive. Ein aktuelles Arbeitspapier der London School of Economics (LSE) vom Januar 2026 kommt zu einem anderen Schluss. Die Analyse des britischen verarbeitenden Gewerbes zeigt: Der Einsatz von Automatisierungstechnologien wie Industrierobotern ging in der Vergangenheit oft mit einem Anstieg der Beschäftigung einher. Diese Sichtweise legt nahe, dass Technologie häufig die Gesamtproduktion steigert und neue Arten von Arbeit schafft – Jobs also eher verändert als vernichtet.
Der Weg nach vorn: Lebenslanges Lernen als neue Normalität
Für Großbritannien geht es nun darum, von der Angst vor dem Ersatz zur Notwendigkeit der Anpassung zu finden. Die klare Botschaft der Arbeitsmarktforschung lautet: Menschliche Fähigkeiten bleiben unverzichtbar. Die Aufgabe für Arbeitgeber, Politik und Beschäftigte ist es, eine Kultur des kontinuierlichen Lernens zu etablieren.
Die Zukunft wird eine noch schnellere Integration von KI in den Arbeitsalltag bringen. Für die Belegschaft bedeutet das: KI wird viele Jobs ergänzen, Routineaufgaben automatisieren und Raum für komplexere, kreative und strategische Tätigkeiten schaffen. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Wandel liegt in einer gemeinsamen Kraftanstrengung. Investitionen in Trainingsprogramme, die Förderung digitaler Kompetenzen und die gerechte Verteilung der Produktivitätsgewinne werden entscheidend sein. Nur so entsteht ein neues Gleichgewicht, in dem Technologie und menschliche Intelligenz gemeinsam den Fortschritt vorantreiben.
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