Rahmede-Talbrücke, Teil

Rahmede-Talbrücke: Erster Teil nach Rekordbau wieder offen

25.01.2026 - 08:31:12

Nach über vier Jahren Sperrung ist die A45 bei Lüdenscheid teilweise wieder frei. Der beschleunigte Neubau der Rahmede-Talbrücke gilt als Blaupause für künftige Großprojekte.

Seit Ende Dezember rollt der Verkehr wieder über die A45 bei Lüdenscheid. Die Freigabe des ersten Brückenteils beendet eine über vierjährige Leidenszeit für die Region. Das Projekt gilt bereits jetzt als Vorbild für beschleunigtes Bauen in Deutschland.

Der lange Weg zur Sprengung

Alles begann mit einem Schock: Im Dezember 2021 sperrten Behörden die marode Rahmede-Talbrücke komplett. Untersuchungen hatten irreparable Schäden an der Tragstruktur der wichtigen Nord-Süd-Achse offenbart. Die Folge war ein Verkehrschaos in Südwestfalen.

Die Lösung war radikal. Am 7. Mai 2023 sprengten Fachleute den alten Giganten aus 17.000 Tonnen Stahl und Beton kontrolliert in sich zusammen. Diese spektakuläre Aktion war der Startschuss für einen beispiellosen Neubau unter Zeitdruck.

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Rekordtempo beim Brückenbau

Unmittelbar nach der Auftragsvergabe im Juli 2023 starteten die Bauarbeiten. Das Projekt erhielt höchste Priorität. Lange Planfeststellungsverfahren entfielen, um den Prozess maximal zu beschleunigen.

Der entscheidende Durchbruch gelang mit der “Stahlhochzeit” im Februar 2025. Dabei fügten Arbeiter die beiden Hälften des Stahlüberbaus für das erste Teilbauwerk zusammen. Dieser Meilenstein ermöglichte die frühere Freigabe.

Statt wie ursprünglich geplant Mitte 2026 konnte der Verkehr bereits am 22. Dezember 2025 wieder fließen. Aktuell rollen die Fahrzeuge auf vier verengten Spuren über das neue Bauwerk.

Wirtschaft atmet auf

Die vierjährige Sperrung traf die industriestarke Region hart. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bezifferte den potenziellen Schaden auf mindestens 1,8 Milliarden Euro.

  • Unternehmen litten unter gestörten Lieferketten und hohen Transportkosten.
  • Anwohner entlang der Umleitungsstrecken waren Lärm und Abgasen ausgesetzt.
  • Fachkräfte wanderten ab, die wirtschaftliche Perspektive schwand.

Die Teileröffnung bringt nun spürbare Entlastung. Kürzere Fahrzeiten und bessere Planbarkeit geben der Logistikbranche und der lokalen Wirtschaft neuen Schwung.

Blaupause für Deutschlands Infrastruktur?

Die Krise um die Rahmede-Talbrücke offenbarte schonungslos den desolaten Zustand vieler Bauwerke. Doch ihre Bewältigung zeigt auch: Schnelles Bauen ist in Deutschland möglich.

Verantwortliche bei der Autobahn GmbH und im Verkehrsministerium sprechen bereits vom “Maßstab Rahmede”. Dieser Erfolg basiert auf:
* Einer funktionalen Ausschreibung
* Gebündelten Kompetenzen
* Dem politischen Willen, Bürokratie abzubauen

Kann dieses Modell Schule machen? Analysten sehen eine Chance, den Investitionsstau effektiver anzugehen. Sie warnen aber, dass jedes Projekt eigene Herausforderungen birgt.

Finale Etappe bereits im Gange

Mit der Teileröffnung ist das Projekt noch nicht beendet. Die Arbeiten am zweiten, parallel verlaufenden Brückenteil laufen auf Hochtouren.

Mitte Januar 2026 erreichten die Bauarbeiten dort ihren nächsten Höhepunkt: die “Stahlhochzeit” des zweiten Überbaus. Nun folgen die Betonage der Fahrbahn und die finale Ausstattung.

Nach der vollständigen Fertigstellung soll der Verkehr auf regulär drei Fahrstreifen pro Richtung fließen. Ein genaues Datum für die endgültige Freigabe steht zwar noch aus. Die Region blickt aber optimistisch in eine Zukunft, in der die A45 ihre Rolle als Lebensader wieder voll erfüllen kann.

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