Radware startet Schutzschild für autonome KI-Agenten
03.02.2026 - 12:52:12Der Cybersicherheitsanbieter Radware bringt eine neue Lösung auf den Markt, um die wachsende Bedrohung durch gehackte KI-Assistenten in Unternehmen abzuwehren.
Die zunehmende Verbreitung autonomer KI-Agenten in Unternehmen öffnet Hackern Tür und Tor. Der Sicherheitsspezialist Radware reagiert darauf und stellt heute seine Agentic AI Protection vor. Die Lösung soll KI-Agenten in Echtzeit überwachen und vor Manipulation schützen – eine direkte Antwort auf die kürzlich entdeckte Schwachstelle „ZombieAgent“.
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Die unsichtbare Gefahr: Wenn KI-Agenten außer Kontrolle geraten
Unternehmen setzen immer häufiger autonome KI-Agenten ein. Diese Software-Entitäten können eigenständig Entscheidungen treffen, auf Daten zugreifen und Transaktionen auslösen. Doch diese Autonomie schafft neue Angriffsvektoren. Herkömmliche Sicherheitssysteme, die auf menschliches Verhalten ausgelegt sind, erkennen diese maschinellen Bedrohungen oft nicht.
„Die Angriffsfläche verschiebt sich von menschenzentrierten zu maschinenzentrierten Risiken“, erklärt ein Radware-Sprecher. Die neue Lösung setzt auf verhaltensbasierte Analyse, um bösartige Absichten innerhalb der autonomen Workflows zu identifizieren. Sie erstellt eine Art „dynamische Risikokarte“, die alle Interaktionen der KI-Agenten im Netzwerk abbildet.
„ZombieAgent“ als Weckruf für die Branche
Die Dringlichkeit eines solchen Schutzes unterstreicht der Fund der „ZombieAgent“-Schwachstelle durch Radwares Forschungsteam im Januar 2026. Dabei handelt es sich um eine Zero-Click-Lücke: Angreifer müssen nicht direkt mit dem KI-Agenten interagieren. Stattdessen werden bösartige Befehle in Dokumente, E-Mails oder Webseiten eingebettet, die der Agent im Rahmen seiner Aufgaben verarbeitet.
Sobald der Agent diese versteckten Kommandos „liest“, kann er dazu gebracht werden, sensible Daten abzugreifen oder unautorisierte Aktionen durchzuführen – alles, während er normal zu arbeiten scheint. Genau diese subtilen Manipulationen soll die neue Protection-Lösung erkennen, indem sie die Absicht hinter den Aktionen analysiert.
Vier Säulen für die Sicherheit autonomer KI
Die Plattform ist um vier Kernfähigkeiten aufgebaut und integriert sich in gängige KI-Umgebungen wie Microsoft 365 Copilot oder AWS Bedrock.
- Umfassende Transparenz: Das System erstellt automatisch ein Inventar aller aktiven KI-Agenten im Netzwerk – inklusive nicht genehmigter „Schatten-KI“.
- Absichtserkennung: Algorithmen bewerten den Kontext von Agenten-Interaktionen und unterscheiden zwischen legitimen Aufgaben und bösartigem Verhalten.
- Kontinuierliches Risikomanagement: Die Sicherheitslage des gesamten KI-Ökosystems wird fortlaufend bewertet und kritische „Risikopfade“ priorisiert.
- Tiefe Integration: Die Lösung kann sowohl direkt im Datenstrom (inline) als auch daneben (out-of-band) arbeiten, ohne die Performance zu beeinträchtigen.
KI-Sicherheit wird zum Business-Imperativ
Der Markt für KI-Sicherheit wächst rasant. Radware-Manager prophezeiten bereits 2025 den Beginn des „Internets der Maschinen“, in dem automatisierter Datenverkehr den menschlichen übertrifft. In diesem Ökosystem werden kompromittierte Agenten zur Einfalltür für Angriffe auf vertrauenswürdige Partner.
Für Unternehmen, besonders in regulierten Branchen wie Finanzen oder Gesundheitswesen, wird die Kontrolle über autonome KI zur geschäftlichen Notwendigkeit. Die Einhaltung von Vorgaben wie dem EU AI Act erfordert Nachweise für sichere und überwachte KI-Systeme. Radware positioniert seine Lösung daher auch als Compliance-Werkzeug, das sich an Frameworks wie den OWASP Top 10 für Agentic AI orientiert.
Der Wettlauf zwischen KI-gestützten Angreifern und Verteidigern hat begonnen. Die Fähigkeit, die autonome Schicht zu sichern, könnte entscheiden, welche Unternehmen das volle Potenzial der Künstlichen Intelligenz sicher nutzen können.
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