Radikale Ikone Valie Export: Warum ihre Kunst heute wieder alle triggert
23.01.2026 - 07:42:22Alle reden über künstliche Intelligenz und Selfie-Filter – aber die radikalsten Körperbilder kommen von einer Künstlerin, die schon rebelliert hat, als es noch nicht mal Instagram gab: Valie Export.
Sie hat sich ihren eigenen Namen ausgedacht, Porno-Kinos gecrasht, ihren Körper zur Kampfzone gemacht – und genau das feiern heute Museen, Sammler und Social Media.
Wenn du wissen willst, warum diese Frau als feministische Kunst-Legende gilt – und warum ihre Werke inzwischen für fünfstellige Summen über den Tisch gehen – lies weiter …
Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.
Ihre älteren Schwarz-Weiß-Fotos und Performances sehen aus wie perfekt inszenierte Editorial-Shoots – nur viel dreckiger, politischer, unbequemer.
Nippel frei, Zigaretten, Straße, Neon-Licht, Body-Hacks – vieles davon wirkt wie Moodboard für heutige Insta- und TikTok-Ästhetik, nur eben 40+ Jahre früher und mit echtem Risiko, nicht nur Content.
Gerade in feministischen und queer-feministischen Bubbles taucht Valie Export immer wieder als OG-Icon auf: Screenshots ihrer Performance-Fotos, Reels mit Kunstgeschichts-Breakdowns, Reaction-Videos zu ihren legendären Aktionen.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du nur drei Arbeiten von Valie Export kennst, bist du schon deep im Game. Hier die Pflicht-Playlist für dein Kunst-Ich:
- „Tapp und Tastkino“ (Performance)
Eine der berüchtigsten Aktionen der Kunstgeschichte: Export läuft mit einem tragbaren „Kino“-Kasten vor der Brust durch die Stadt, Männer dürfen ihre Brust berühren – aber nur durch den Kasten, zeitlich begrenzt, unter ihren Regeln. Ultra unangenehm, ultra smart: Sie dreht den male gaze komplett um und macht aus passiver Objektrolle ein aktives Kunst-Setting. - „Aktionshose: Genitalpanik“
Diese Bildserie ist inzwischen Popkultur-Meme und Seminarstoff in einem: Export, bewaffnet mit Maschinengewehr-Imitation, trägt eine Hose, in der der Genitalbereich ausgeschnitten ist. Der Blick wird brutal auf das gelenkt, was sonst versteckt wird. Das Foto zirkuliert heute als Poster, Tattoo-Vorlage und Insta-Referenz – und steht für pure feministische Rage. - „Körperkonfigurationen“ (Fotoperformances)
In dieser Serie "faltet" sie ihren Körper in urbane Architekturen, lehnt sich an Kanten, legt sich über Stufen, presst sich in Winkel. Das sieht hyperästhetisch aus, sehr Instagrammable, aber gleichzeitig geht es um die Frage: Wie formt die Stadt unseren Körper – und wie wehren wir uns? Diese Bilder sind wie perfekte Moodshots für alle, die Brutalismus, Beton & Body-Posing lieben.
Dazu kommen Videoarbeiten, Filmprojekte und Installationen, die heute in internationalen Museen laufen. Kurz: Wer bei Performance- und Medienkunst mitreden will, kommt an ihr nicht vorbei.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Ist Valie Export nur Theorie-Futter oder auch ein Investment? Schauen wir auf die Marktseite.
In den letzten Jahren sind ihre Preise stabil nach oben geklettert. In den großen Auktionsdatenbanken tauchen für ihre Fotoarbeiten und Editionen immer wieder solide vier- bis fünfstellige Beträge auf, einzelne ikonische Motive aus berühmten Serien erreichen teils den oberen fünfstelligen Bereich, je nach Edition, Provenienz und Zustand.
Konkrete Millionen-Hammer wie bei den ganz großen Blue-Chip-Malern gibt es aktuell zwar nicht, aber: Export gilt in vielen Rankings und Kuratoren-Kreisen als kanonisierte Pionierin der feministischen Medienkunst. Das ist genau die Kategorie, in der Preise leise, aber konstant anziehen.
Was du wissen solltest:
- Editionen und Fotoarbeiten sind der Einstieg: Wer früh kauft, kann noch vergleichsweise human einsteigen.
- Unikate und frühe Arbeiten liegen in deutlich höheren Sphären, sind oft Museumsmaterial und entsprechend rar auf dem Markt.
- Die Nachfrage wird von Institutionen, Sammlungen mit Fokus Feminismus/Medienkunst und trendbewussten Privatsammler:innen getrieben.
Also: Kein schnell rotierender Flipper-Artist, sondern eher Langzeit-Ikone mit steigendem Kultwert.
Und wie kommt man zu diesem Status? Ein kurzer History-Check:
- Export bricht früh mit bürgerlichen Rollenbildern, nimmt einen neuen Namen an – eine Mischung aus Zigarettenmarke und künstlicher Identität. Branding, bevor Branding ein Ding war.
- Sie arbeitet mit Film, Video, Performance, Fotografie – also genau den Medien, die heute die Bildkultur dominieren.
- Sie wird auf internationalen Biennalen, in großen Museen und renommierten Sammlungen gezeigt und zementiert damit ihren Status als Klassikerin der Gegenwartskunst.
Ergebnis: Wer heute über Körper, Gender, Medienbilder spricht, landet fast automatisch bei ihr.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Medien- und Performancekunst siehst du im Netz – aber richtig trifft sie dich erst im Raum, auf großen Screens, als Foto-Print, in Ausstellungen.
Aktuell läuft Valie Export vor allem in Museumssammlungen und thematischen Gruppenshows. Konkrete neue Solo-Ausstellungen, die gerade erst angekündigt wurden, sind nach aktuellem Stand über öffentliche Quellen nicht eindeutig terminiert. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die klar als große neue Solo-Show angekündigt sind.
Wenn du up to date bleiben willst, lohnt sich ein direkter Blick auf die offiziellen Seiten:
- Offizielle Infos direkt von Valie Export
- Galerie Thaddaeus Ropac: Werke, Infos, Ausstellungshistorie
Tipp für deine nächste City-Trip-Planung: Viele große Museen für zeitgenössische Kunst in Europa haben Medienkunst und feministische Positionen fest in ihren Sammlungen. Schau in den Online-Collection-Tools von Museen nach „Valie Export“ – die Chance ist gut, dass irgendwo eine Arbeit hängt oder im Video-Raum läuft.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du nur Kunst willst, die „schön“ ist, bist du hier falsch. Valie Export will dich nicht umarmen, sie will dich wachrütteln.
Ihre Arbeiten sind provokant, direkt, unbequem – und genau deshalb fühlen sie sich heute so krass aktuell an: Body-Shaming, Blickregime, Consent, mediale Inszenierung von Weiblichkeit – das alles hat sie durchgespielt, bevor Social Media existierte.
Für dich als Art-Fan heißt das:
- Als Must-See taugen ihre Arbeiten, wenn du dich für Feminismus, Performance und Medienbilder interessierst – oder einfach wissen willst, wo viele heutige Visual-Trends eigentlich herkommen.
- Als Investment ist sie eher die ruhige, solide Ikone statt der hypergehypten Newcomer-Aktie: kein schneller Millionen-Hype, aber eine Position mit massivem kunsthistorischem Backing.
- Als viraler Hit funktionieren einzelne Motive perfekt: Screenshot, Post, Diskussion – Export triggert immer Reaktionen.
Unterm Strich: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – nicht weil sie gerade ein Trend ist, sondern weil die ganze Bildwelt, in der du dich bewegst, schon lange von Ideen lebt, die Valie Export brutal konsequent vorweggenommen hat.
Wenn du das nächste Mal ein überskandalisiertes Insta-Foto siehst, frag dich: Würde Valie Export drüber lachen oder es einfach getoppt hätten?


