Quereinstieg wird 2026 zum Karriere-Turbo für deutsche Unternehmen
12.01.2026 - 21:52:12Angesichts des Fachkräftemangels setzen deutsche Unternehmen zunehmend auf Talente aus anderen Branchen. Eine neue Umfrage zeigt: 40 Prozent der Arbeitnehmer sind offen für einen Wechsel.
Der deutsche Arbeitsmarkt steht 2026 vor einer historischen Zäsur. Erstmals schrumpft das Erwerbspersonenpotenzial, weil mehr Babyboomer in Rente gehen als junge Menschen nachrücken. Gleichzeitig ist fast die Hälfte der Beschäftigten bereit, den Job zu wechseln. In dieser Lage wird der Quereinstieg zur strategischen Überlebensfrage für die Wirtschaft.
Demografischer Wandel zwingt zum Umdenken
Die Zahlen sind alarmierend. Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagen für 2026 einen leichten Rückgang der Erwerbstätigen voraus. Diese Verknappung treibt den Fachkräftemangel in bisher unbekannte Dimensionen. Die Folge? Unternehmen müssen radikal umdenken.
Eine Stepstone-Analyse vom Dezember 2025 belegt den Kurswechsel: 64 Prozent der Firmen wollen ihr Recruiting 2026 stärker auf Quereinsteiger ausrichten. Noch entscheidender ist eine andere Zahl: 77 Prozent planen, praktische Kompetenzen künftig höher zu bewerten als formale Abschlüsse. Dieser “Skills-based Hiring”-Ansatz revolutioniert die Personalpolitik.
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Diese drei Branchen suchen händeringend
Der Bedarf an branchenfremden Talenten konzentriert sich auf Sektoren mit akutem Personalmangel. Analysen von KOFA und IW identifizieren drei Hotspots:
- Gesundheits- und Sozialwesen: Tausende Stellen in Pflege und Medizin bleiben unbesetzt. Die Lücke wird 2026 voraussichtlich weiter wachsen.
- Erziehung und Bildung: Vor allem bei Erziehern klafft eine erhebliche Personalücke.
- IT-Branche: Trotz konjunktureller Schwankungen bleibt die Nachfrage nach Software- und KI-Spezialisten ungebrochen hoch.
Hinzu kommen Chancen in der Energiewende und bei nachhaltigen Technologien für Fachkräfte aus technischen Berufen.
Staat federt den Übergang finanziell ab
Die Integration von Quereinsteigern erfordert Investitionen. Unternehmen setzen daher auf strukturierte Einarbeitung, Mentoring und gezielte Schulungen. Entscheidend sind übertragbare Fähigkeiten wie Problemlösungskompetenz und analytisches Denken.
Der Staat unterstützt diesen Wandel mit kräftiger finanzieller Förderung. Das Qualifizierungschancengesetz (QCG) übernimmt 2026 weiterhin bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten. Bei Fortbildungen während der Arbeitszeit sind sogar Zuschüsse von bis zu 75 Prozent zum Arbeitsentgelt möglich. Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit erleichtern zusätzlich den Einstieg in Mangelberufe.
Vom linearen Lebenslauf zur Portfolio-Karriere
Der Aufstieg des Quereinstiegs markiert einen kulturellen Wandel. Der traditionelle Lebenslauf – eine Ausbildung, ein Beruf, ein Arbeitgeber – verliert an Bedeutung. An seine Stelle tritt eine flexible Portfolio-Karriere, die von lebenslangem Lernen lebt.
Für Unternehmen ist die Öffnung mehr als eine Notlösung. Sie ist eine strategische Investition in Diversität und Innovation. Teams mit unterschiedlichen Hintergründen lösen Probleme kreativer. Die Herausforderungen liegen in der intensiveren Einarbeitung und der Integration in bestehende Gehaltsstrukturen.
Der Trend wird sich verfestigen. Die Demografie ist unumkehrbar, der technologische Wandel schafft ständig neue Jobs. Die Fähigkeit, Potenziale zu erkennen, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Für Arbeitnehmer wird die permanente Weiterbildung zur Karriere-Grundvoraussetzung. Der Quereinstieg ist damit kein vorübergehender Trend, sondern die neue Normalität.
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