Quectel SH602HA-AP: KI-Modul für Roboter bringt 10 TOPS an den Rand
13.01.2026 - 09:30:12Der neue KI-Computing-Modul SH602HA-AP von Quectel setzt mit 10 TOPS Rechenleistung und modernster Sensorfusion neue Maßstäbe für die Robotik. Das in München vorgestellte Modul soll die Entwicklung autonomer Systeme für Industrie und Handel beschleunigen.
Herzstück des Moduls ist die D-Robotics Sunrise 5 (X5M)-Plattform, speziell für Roboteranwendungen entwickelt. Sie liefert bis zu 10 TOPS Rechenleistung über spezialisierte Brain Processing Units (BPU). Diese Performance ermöglicht es, komplexe KI-Modelle wie Transformer-Architekturen direkt auf dem Gerät auszuführen – ohne Cloud-Anbindung.
Auf Software-Seite setzt Quectel auf das etablierte Ubuntu 22.04. Dies soll Robotik-Entwicklern den Zugang zu einer breiten Tool- und Bibliothekslandschaft erleichtern. Technisch kommt ein Octa-Core-Cortex-A55-CPU mit 1,5 GHz Taktung zum Einsatz, der Leistung und Energieeffizienz für batteriebetriebene Roboter vereint.
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Multisensor-Fusion für komplexe Umgebungen
Ein entscheidender Vorteil des Moduls ist seine Fähigkeit zur Echtzeit-Sensorfusion. Es kann gleichzeitig Daten von LiDAR, Structured-Light-, Time-of-Flight-Sensoren und Stereo-Kameras verarbeiten. Diese multimodale Wahrnehmung ist die Grundlage für sichere Navigation in dynamischen Umgebungen.
Laut technischer Dokumentation unterstützt der SH602HA-AP binokulare Tiefenverarbeitung und Visual-SLAM-Algorithmen (Simultaneous Localization and Mapping). Roboter können damit in Echtzeit präzise 3D-Karten ihrer Umgebung erstellen und sich darin lokalisieren. Zudem ermöglicht 4K-Videoverarbeitung mit 60 Bildern pro Sekunde anspruchsvolle Inspektions- und Überwachungsaufgaben.
Flexible Konnektivität und robustes Design
Das Modul ist für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen konzipiert. Bei Maßen von nur 40,5 x 40,5 x 2,9 Millimetern arbeitet es stabil im Temperaturbereich von -25°C bis +85°C. Die Anbindung an Peripheriegeräte erfolgt über USB 3.0, mehrere UART- und I2C-Schnittstellen sowie Dual-Display-Unterstützung.
In der Kommunikation bietet Quectel maximale Flexibilität: Das Computing-Modul lässt sich mit eigenen 5G-, LTE- und Wi-Fi-6-Modulen kombinieren. Hersteller können so die Konnektivität exakt auf ihre Anwendung zuschneiden – ob für niedrige Latenz in der Fabriksteuerung oder hohe Bandbreite in Logistikhallen.
Strategischer Schritt in die „Embodied AI“
James Jia, Produktleiter bei Quectel, betont die strategische Bedeutung der Entwicklung: „Die Branche bewegt sich schnell hin zur Roboterwahrnehmung als Standard. Unser Modul unterstützt diesen Wandel durch effizientes Edge-Computing.“ Die Fähigkeit, KI-Berechnungen direkt am Roboter durchzuführen, gilt als Schlüssel für die nächste Automatisierungswelle.
Marktbeobachter sehen im SH602HA-AP eine Antwort auf die wachsende Nachfrage nach „Embodied AI“ – also Robotern, die mit fortschrittlichen KI-Modellen physisch interagieren. Quectel senkt mit der standardisierten Hochleistungsplattform die Einstiegshürde für Unternehmen, die Serviceroboter, Lieferdrohnen oder autonome Transportfahrzeuge entwickeln wollen.
Ausblick auf neue Roboter-Generation
Die Verfügbarkeit des Moduls ab dem ersten Quartal 2026 könnte eine neue Generation intelligenter Roboter beschleunigen. Anwendungen reichen von smart Logistics über Express-Schließfächer bis zu Industriekontrollterminals und Haushaltsgeräten.
Quectel positioniert sich mit dem SH602HA-AP gezielt im wachsenden Markt für Roboter-Komponenten. Während sich deutsche Konzerne wie Siemens oder SAP eher auf Software konzentrieren, adressiert der chinesische Anbieter die Hardware-Seite der Automatisierung – und könnte damit zum wichtigen Zulieferer für die europäische Industrie 4.0 werden.
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