Qualcomm, Abu

Qualcomm und Abu Dhabi entwickeln Roboter-Hirne für die Industrie

23.01.2026 - 17:22:12

Eine strategische Allianz zwischen Qualcomm und dem TII aus Abu Dhabi zielt auf die Entwicklung autonomer Roboter mit lokaler KI für Industrie und gefährliche Umgebungen ab.

US-Chipriese und Emirate bündeln Kräfte, um autonome Roboter für Fabriken und gefährliche Jobs zu schaffen. In einer strategischen Partnerschaft wollen das Technologie-Innovationsinstitut (TII) aus Abu Dhabi und der US-Halbleiterkonzern Qualcomm die nächste Generation intelligenter Maschinen vorantreiben. Der Fokus liegt auf Edge-KI – künstlicher Intelligenz, die direkt im Roboter arbeitet.

Ziel ist es, Roboter zu entwickeln, die in komplexen Umgebungen wie Bergwerken, auf Baustellen oder in Smart Cities eigenständig agieren können. Besonderes Augenmerk gilt humanoiden, also menschenähnlichen Robotern, die sicher mit Menschen zusammenarbeiten sollen. Die Kooperation kombiniert TIIs Spitzenforschung in der Robotik mit Qualcomms spezialisierten Hochleistungs-Chips.

Die Technologie: Ein Superchip als Roboter-Gehirn

Herzstück der Zusammenarbeit sind Qualcomms Dragonwing™ IQ9 und IQ10 Plattformen. Diese kompakten Chipsätze sind keine Allerweltsprozessoren, sondern speziell für anspruchsvolle Roboteraufgaben gebaut. Sie integrieren KI-Beschleunigung, Computersehen, Sensorverarbeitung und Konnektivität in einem System.

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„Dieser Ansatz überwindet die Grenzen cloud-basierter KI“, erklärt ein Branchenkenner. Latenzzeiten, Abhängigkeit von einer stabilen Internetverbindung und Datensicherheitsbedenken entfallen, wenn der Roboter seine Entscheidungen lokal trifft. Für den Einsatz in kritischen Industrieumgebungen, wo jede Millisekunde zählt, ist diese Autonomie unverzichtbar.

Warum Edge-KI den Unterschied macht

Der strategische Fokus auf Edge-KI ist der Schlüssel zum echten Durchbruch. Traditionelle Roboter sind oft nur ferngesteuert oder benötigen eine ständige Verbindung zu einem zentralen Server für komplexe Berechnungen. Edge-KI kehrt dieses Modell um: Der Roboter bekommt sein eigenes, leistungsstarkes Gehirn eingebaut.

Das ermöglicht unmittelbare Reaktionen. Ein Roboter kann so Sensordaten seiner Kameras analysieren, seine Umgebung verstehen und lokal entscheiden, wie er handelt. Für menschenähnliche Roboter in Fabrikhallen ist diese Fähigkeit entscheidend. Sie können sofort stoppen, wenn ein Mitarbeiter unerwartet ihren Weg kreuzt – ohne auf ein Signal aus der Cloud warten zu müssen.

Wettlauf um die Zukunft der Robotik

Die Partnerschaft kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Das Konzept der „Physischen KI“, bei der künstliche Intelligenz den digitalen Raum verlässt und in Maschinen einzieht, war ein beherrschendes Thema auf der Technikmesse CES 2026. Konzerne weltweit investieren massiv in die Grundlagen für diesen Wandel.

Doch der Weg zum breiten Einsatz ist steinig. Trotz des großen Hypes rechnet das Analysehaus Gartner damit, dass bis 2028 weniger als 20 Unternehmen humanoide Roboter in der Fertigung wirtschaftlich skalieren können. Hohe Kosten, technologische Hürden und die komplexe Integration in bestehende Abläufe bremsen die Massenproduktion.

Genau hier setzt die Allianz an. Indem sie die Rechenkraft und Intelligenz der Roboter direkt verbessert, will sie den Innovationszyklus beschleunigen. Die langfristige Vision: Autonome Systeme sollen Sicherheit und Effizienz in Schlüsselindustrien der Vereinigten Arabischen Emirate und weltweit erhöhen. Der Wettlauf um die intelligentesten Fabrikhelfer hat einen neuen, mächtigen Akteur.

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