QR-Code-Phishing verfünffacht sich zum Jahreswechsel
02.01.2026 - 02:02:12Die Bedrohung durch QR-Code-Phishing, sogenanntes Quishing, ist zum Jahreswechsel explodiert. Neue Analysen zeigen einen Anstieg der Angriffe um rund 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Cyberkriminelle nutzen die Codes als perfektes Einfallstor, um an Zugangsdaten zu gelangen.
Warum die QR-Code-Falle so gut funktioniert
Der Erfolg der Attacken hat psychologische und technische Gründe. Nutzer sind es gewohnt, QR-Codes blind zu scannen – eine Routine aus der Pandemie. Auf dem Smartphone entfällt der Sicherheitscheck, den viele am PC automatisch durchführen: das Überprüfen einer Link-Adresse mit der Maus.
Hinzu kommt der Medienbruch. Der Angriff startet oft in einer E-Mail am Desktop-PC. Scannt der Nutzer den enthaltenen Code mit dem Handy, wechselt er in eine weniger geschützte Umgebung. E-Mail-Filter können die in Grafiken versteckten bösartigen Links kaum erkennen.
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KI macht Angriffe massenhaft und dynamisch
Künstliche Intelligenz treibt die Welle an. Cyberkriminelle nutzen KI-Tools, um täuschend echte Phishing-Seiten und QR-Codes in Sekundenschnelle zu generieren. Besonders tückisch: dynamische QR-Codes.
- Sie lassen sich nachträglich umprogrammieren.
- Ein zunächst harmloser Code kann Minuten später auf eine Schadsoftware-Seite führen.
- Das macht statische Sicherheitsprüfungen wirkungslos.
Im Dark Web werden komplette Quishing-Kits als Service angeboten. Das senkt die Einstiegshürde für Kriminelle und erhöht die Angriffszahlen weiter.
Branche warnt: Das ist erst der Anfang
Sicherheitsexperten und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatten bereits vor dieser Entwicklung gewarnt. Der aktuelle Anstieg bestätigt ihre Prognosen. Im Gegensatz zu lauten Ransomware-Angriffen arbeitet Quishing leise. Gestohlene Log-in-Daten werden später für Betrug oder Spionage genutzt.
Was kommt 2026? Die Bedrohung wird vorerst nicht abebben. Experten rechnen mit der nächsten Eskalationsstufe: der Kombination von Quishing mit Deepfake-Videos, die zum Scannen auffordern.
Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt der Nutzer selbst. Das blinde Vertrauen in jeden QR-Code muss enden. Kamera-Apps werden künftig wahrscheinlich Links vor dem Öffnen strenger prüfen. Bis dahin gilt: Vor dem Scan kurz nachdenken – woher kommt dieser Code wirklich?
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