Qigong-Kranich-Übungen, Hoffnung

Qigong-Kranich-Übungen: Neue Hoffnung bei chronischer Erschöpfung?

10.01.2026 - 17:13:11

Die Societas Medicinae Sinensis startet ein spezifisches Qigong-Therapieprogramm gegen Fatigue. Zeitgleich liefern Studien aus China und der Cochrane Collaboration wissenschaftlichen Rückenwind für die Methode.

München/London – Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) setzt gezielt auf Bewegungslehren gegen Erschöpfung. Die Societas Medicinae Sinensis (SMS) startet Ende Januar ein spezielles Therapieprogramm mit Qigong „Kranich“-Übungen. Der Start fällt mit einer wichtigen internationalen Studie zusammen, die den Wert von Bewegung für die psychische Gesundheit betont – und gleichzeitig Forschungslücken bei Praktiken wie Qigong aufzeigt.

Gezielte Therapie statt allgemeinem Wellness

Ab dem 28. Januar 2026 bietet die SMS eine Kursreihe unter Leitung der renommierten Expertin Dr. phil. Ute Engelhardt an. Im Fokus stehen gezielt die „Kranich“-Übungen aus dem großen Qigong-Repertoire. Sie sollen chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen und Fatigue-Syndromen entgegenwirken.

Der Ansatz ist neu: Statt Qigong als allgemeine Wellness-Praxis zu unterrichten, wird hier eine spezifische Form für ein klinisches Beschwerdebild „verschrieben“. Die langsamen, harmonischen Bewegungen der Kranich-Übungen zielen auf Beruhigung und Ausgleich. Laut SMS-Lehrplan fördern sie den Fluss der Lebensenergie Qi, ohne die oft ohnehin knappen Energiereserven der Patienten aufzubrauchen. Das ist entscheidend, da Betroffene nach normaler Bewegung häufig einen Rückfall erleben.

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Wissenschaftlicher Rückenwind aus aktueller Forschung

Der Start des Programms erhält unmittelbaren Rückenwind aus der Wissenschaft. Am 8. Januar 2026 veröffentlichte die Cochrane Collaboration eine große Übersichtsstudie. Ihr Fazit: Bewegung kann bei Depressionen so wirksam sein wie Psychotherapie. Die Studienautoren um Professor Andrew Clegg machten jedoch eine wichtige Einschränkung: Spezifische Körper-Geist-Interventionen wie Qigong oder Yoga wurden aufgrund uneinheitlicher Datenlage nicht einbezogen. Hier bestehe dringender Forschungsbedarf.

Genau diese Lücke will die SMS mit ihrem standardisierten „Kranich“-Curriculum schließen. Es schafft ein reproduzierbares Protokoll – die Grundvoraussetzung für die hochwertigen klinischen Studien, die die Cochrane-Forscher fordern. Könnte dieser Ansatz Qigong aus der Nische holen?

Parallele Großstudie in China kurz vor dem Abschluss

Die Bemühungen um evidenzbasiertes Qigong werden durch eine parallele klinische Studie gestützt. Eine große randomisierte kontrollierte Studie in Shanghai mit dem Titel „Effekte der Langlebigkeits-Qigong-Methode bei Fatigue“ schließt ihre Datenerhebung Ende Januar 2026 ab.

Seit 2022 wurden dort 208 Teilnehmer mit Chronischem Fatigue-Syndrom (CFS) begleitet. Die Studie untersucht, wie spezifische Qigong-Methoden Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Angst beeinflussen. Die zeitliche Koinzidenz ist bemerkenswert: Während in Europa ein praktisches Anwendungsprogramm startet, liefert eine Großstudie in China möglicherweise die langersehnte wissenschaftliche Basis.

Das Prinzip der Energieerhaltung

Warum gerade die Kranich-Übungen? Die Wahl begründet sich im TCM-Prinzip des Energiemanagements. Für Patienten mit geschwächter Vitalität kann anstrengender Sport kontraproduktiv sein. Die Kranich-Form ist in der Tradition mit Langlebigkeit verbunden und dem Metall-Element zugeordnet, das für die Lunge und die Energieverteilung im Körper steht.

Dr. Engelhardts Kurs richtet sich ausdrücklich auch an Anfänger und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Ergänzt werden die Bewegungen durch Selbstmassage und Akupressur – ein multimodaler Ansatz, der dem „Ganzheitlichen“ der TCM entspricht.

Ein Wendepunkt für die integrative Medizin?

Januar 2026 könnte ein Wendepunkt sein. Die Ergebnisse der Shanghai-Studie werden mit Spannung erwartet. Sie könnten die statistische Grundlage liefern, um Therapien wie die Kranich-Übungen in etablierte Erschöpfungs-Therapien zu integrieren. Für Patienten bedeutet dies neue Hoffnung, wo Schulmedizin oft an Grenzen stößt. Alte Techniken treffen auf moderne Wissenschaft – zum Wohl der Betroffenen.

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