Punkt, MC03

Punkt MC03: Neues Smartphone setzt auf Datenschutz-Abo und Kill-Switch

05.01.2026 - 12:11:12

Das MC03 von Punkt kombiniert ein gehärtetes Betriebssystem mit einem physischen Kamera-Kill-Switch und einem monatlichen Abo für digitale Souveränität.

Punkt stellt mit dem MC03 ein Smartphone vor, das Privatsphäre über alles stellt. Der Schweizer Hersteller präsentierte das Gerät auf der CES 2026. Es kombiniert ein monatliches Betriebssystem-Abo mit einem physischen Kill-Switch für Kamera und Mikrofon. Der Preis liegt bei 699 Euro.

AphyOS trennt das Netz in “Tresor” und “Wild Web”

Das Herzstück ist AphyOS, eine gehärtete Android-15-Version ohne Google-Dienste. Das System teilt die Nutzung in zwei strikt getrennte Bereiche. Der “Vault” (Tresor) beherbergt nur geprüfte, datensparsame Apps. Vorinstalliert sind Dienste des Schweizer Anbieters Proton wie E-Mail, Kalender und VPN sowie der Messenger Threema.

Im zweiten Modus, dem “Wild Web”, lassen sich reguläre Android-Apps installieren. Ein integriertes Tool namens “Ledger” soll dabei als Wächter fungieren. Es zeigt in Echtzeit an, welche Daten eine App abgreifen will, und ermöglicht eine besonders feingranulare Kontrolle der Berechtigungen.

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Wechsel-Akku und “Made in Germany”

Die Hardware setzt auf Langlebigkeit und wird bei Gigaset in Deutschland gefertigt. Das MC03 kommt mit einem 6,67-Zoll OLED-Display (120 Hz) und einem MediaTek Dimensity 7300 Prozessor. Ein besonderes Feature in Zeiten verklebter Gehäuse: Der 5.200-mAh-Akku ist vom Nutzer wechselbar, obwohl das Gerät die Schutzklasse IP68 erfüllt.

Für absolutes Vertrauen soll ein physischer Schalter Kamera und Mikrofon hardwareseitig vom System trennen können. Ein klarer Wink an alle, die Überwachung fürchten.

Monatliches Abo für das Betriebssystem

Das Geschäftsmodell dürfte polarisieren. Neben dem Kaufpreis verlangt Punkt für AphyOS ein monatliches Abo von etwa 10 Euro. Das erste Jahr ist inklusive. Das Unternehmen argumentiert, nur so ließe sich eine unabhängige Infrastruktur finanzieren, die nicht auf dem Verkauf von Nutzerdaten basiert.

Ohne aktives Abo fällt das Gerät auf eine Basis-Funktionalität zurück und verliert Sicherheits-Updates. Die Frage ist: Sind Nutzer bereit, für digitale Souveränität regelmäßig zu zahlen, wo sie doch “kostenlose” Software gewohnt sind?

Ein Smartphone für den “Digital Detox”

Das MC03 positioniert sich in einer wachsenden Nische. Es will die Lücke schließen zwischen komplettem Verzicht (“Dumbphones”) und der datenhungrigen Smartphone-Norm. Es konkurriert weniger mit Flaggschiffen von Apple oder Samsung, sondern mit anderen Privacy-first-Lösungen wie Geräten mit /e/OS.

Die Auslieferung in Europa startet Ende Januar 2026. Der nordamerikanische Markt folgt im Frühjahr. Sollte das Konzept Erfolg haben, könnte es der gesamten Branche zeigen, dass “Privacy by Design” ein tragfähiges Geschäft sein kann.

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