Punkt, MC03

Punkt MC03: Das Smartphone mit Schweizer Datentresor

13.01.2026 - 10:33:12

Das deutsch-schweizerische Smartphone MC03 setzt auf eine abgeschottete Tresor-Umgebung mit Proton-Diensten und ein monatliches Abo, um Nutzerdaten vor Google und Apple zu schützen.

Ein deutsch-schweizerisches Bündnis stellt sich gegen die Datenkraken von Google und Apple. Das neue MC03 von Punkt verspricht absolute Privatsphäre – zu einem monatlichen Preis.

Der Schweizer Hersteller Punkt hat mit dem MC03 ein Smartphone vorgestellt, das den Geschäftsmodellen der Tech-Giganten eine klare Absage erteilt. Kern des Geräts ist die tiefe Integration der verschlüsselten Dienste von Proton ins Betriebssystem. Das in Deutschland gefertigte Gerät schottet persönliche Daten in einer abgeschirmten „Tresor“-Umgebung ab und kombiniert so Schweizer Privatsphäre-Gesetze mit deutscher Ingenieurskunst.

Der digitale Tresor: Geschützt gegen Datenklau

Das revolutionäre Konzept des MC03 basiert auf einer geteilten Systemarchitektur. Das Gerät trennt strikt zwischen zwei Welten: dem geschützten „Tresor“ und dem offenen „Wilden Web“.

Im Tresor laufen nur von Punkt genehmigte, vertrauenswürdige Apps. Hier sind die gesamten Proton-Dienste – von Mail über Drive bis zur VPN – vorinstalliert und tief ins Betriebssystem AphyOS eingebettet. Sensible Kommunikation und Dateien bleiben so verschlüsselt und für Drittanbieter-Tracker unzugänglich. „In Zeiten der KI-Nutzung wird Privatsphäre zum entscheidenden Kaufkriterium“, kommentieren Marktbeobachter den Trend.

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Im „Wilden Web“ können Nutzer hingegen normale Android-Apps installieren. Diese laufen aber in einer abgeschotteten Sandbox. Sie haben keinen Zugriff auf die Daten im Tresor und können das Nutzerverhalten nicht geräteübergreifend verfolgen.

Langlebiges Design mit Hardware-Privatsphärenschalter

Während die Software auf digitale Souveränität setzt, steht die Hardware für Langlebigkeit. Gefertigt im Gigaset-Werk in Deutschland, verfügt das MC03 über ein 6,7-Zoll-OLED-Display und einen MediaTek-Chip. Ein besonderes Detail: Der 5.200-mAh-Akku ist austauschbar – ein fast vergessenes Feature, das die Lebensdauer des Geräts deutlich verlängert.

Ein physischer „Privatsphären-Schalter“ an der Gehäuseseite unterbindet auf Hardware-Ebene Mikrofon und Kamera. Zudem zeigt ein „Daten- und CO₂-Ledger“ in Echtzeit, welche Apps Daten abgreifen oder viel Energie verbrauchen. Nutzer können Berechtigungen sofort entziehen.

Das Abo-Modell: Bezahlen statt zum Produkt werden

Das MC03 bricht mit dem „Kostenlos“-Modell aus dem Silicon Valley. Das Gerät kostet 699 Euro, inklusive eines einjährigen AphyOS-Abos. Danach fallen etwa 12 Euro monatlich an, um Sicherheitsupdates und Privatsphäre-Features zu erhalten.

Punkt begründet das Modell mit der Interessenlage: „Wenn man nicht für das Produkt bezahlt, ist man selbst das Produkt.“ Das Abo finanziere die Weiterentwicklung, ohne auf Werbung oder Datenverkauf angewiesen zu sein. Marktexperten sehen darin eine Nischenstrategie, die vor allem datenmüde Nutzer ansprechen wird. Das Abo inkludiert zudem kostenpflichtige Versionen von Proton und Threema.

Schweizer Tech-Bewegung gewinnt an Fahrt

Die Markteinführung des MC03 stärkt die „Swiss Tech“-Bewegung mit Unternehmen wie Proton und Threema. In Zeiten verschärfter EU-Regulierung für Big Tech positionieren sie sich als ethische Alternative.

Sicherheitsexperten bewerten das Gerät als wichtigen Schritt für Privatsphäre-Hardware. Im Gegensatz zu klobigen „Krypto-Handys“ der Vergangenheit bietet das MC03 eine moderne Smartphone-Erfahrung, ohne auf Alltags-Apps verzichten zu müssen. Die entscheidende Frage bleibt: Sind Verbraucher bereit, einen Aufpreis für Privatsphäre zu zahlen? Die Hardware ist im Mittelfeld angesiedelt, das Alleinstellungsmerkmal ist die Software und das Versprechen auf Datenhoheit.

Vorbestellungen für Europa sind eröffnet, die Auslieferung beginnt Ende Januar 2026. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es eine neue Kategorie „souveräner Smartphones“ am Markt etablieren.

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