Punkt MC03: Comeback des microSD-Slots für große Dateien
02.01.2026 - 23:09:12Ein neues Smartphone aus der Schweiz stellt die gängige Praxis der Branche in Frage und bringt den aussterbenden microSD-Slot zurück. Das könnte ein Wendepunkt für alle sein, die große Dateien lokal speichern wollen.
Während die großen Smartphone-Hersteller den microSD-Slot längst begraben haben, setzt das Schweizer Unternehmen Punkt. genau darauf. Die Vorstellung des Punkt MC03 am 2. Januar 2026 wirkt wie ein Kontrapunkt zum Trend zum „versiegelten Gehäuse“. Das Gerät für rund 650 Euro kombiniert ein datenschutzfokussiertes Betriebssystem mit einer fast vergessenen Hardware-Funktion: einem Steckplatz für Speicherkarten. In einer Zeit, in der Dateien durch 4K-Videos und Spiele immer größer werden, trifft diese Entscheidung einen Nerv. Sie wirft die grundsätzliche Frage auf: Ist der Verzicht auf erweiterbaren Speicher wirklich fortschrittlich?
Das MC03 ist kein gewöhnliches Smartphone. Sein modifiziertes Android 15, genannt AphyOS, ist auf maximale Privatsphäre und lokale Datenverarbeitung ausgelegt. Der microSD-Slot ist dabei kein nostalgisches Accessoire, sondern ein zentrales Werkzeug dieser Philosophie. Nutzer können große, verschlüsselte Dateien, Medienbibliotheken oder Offline-Karten auf eine Speicherkarte auslagern – ganz ohne Abhängigkeit von Cloud-Diensten.
„Damit positioniert sich Punkt. klar gegen das Abo-Modell der Tech-Giganten“, analysiert ein Branchenbeobachter. Während Apple, Google und Samsung auf teure Cloud-Speicherpläne setzen, bietet das Schweizer Gerät digitale Souveränität zum Festpreis. Angetrieben von einem MediaTek Dimensity 7300 Chip und mit einem 6,67-Zoll-OLED-Display ausgestattet, will das MC03 beweisen, dass Datenschutz und Nutzerkontrolle auch 2026 noch Hardware-Bedürfnisse sind.
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Der microSD-Slot feiert ein überraschendes Comeback
Das Punkt-Handy könnte der Vorreiter eines größeren Trends sein. Marktanalysen vom Dezember 2025 deuten darauf hin, dass der microSD-Slot 2026 ein Comeback in der Mittelklasse und in Nischen-Flagships feiert. Der Grund ist simpel: Wirtschaftlichkeit.
Die Kosten für schnellen internen UFS-Speicher bleiben hoch. Um Einsteigermodelle preislich attraktiv zu halten, bieten Hersteller wieder günstig erweiterbaren Speicher an. So können sie mit einer geringen Grundausstattung von 128 GB werben und dem Nutzer die preiswerte Aufrüstoption überlassen. Ein klarer Vorteil für alle, die viele Fotos und Videos speichern.
Doch der Revival hat einen Haken: den gigantischen Performance-Gap. Moderne UFS-3.1-Speicher sind bis zu zehnmal schneller als die besten microSD-Karten. Das macht einen spürbaren Unterschied. 8K-Videoaufnahmen oder das Laden komplexer Spiele von der Karte sind oft nicht praktikabel. Der Slot ist also zurück – aber mit klar definierten Grenzen.
So lagern Sie große Dateien auf Android 15 aus
Mit dem MC03 und anderen Android-15-Geräten gewinnt die kluge Speicherverwaltung wieder an Bedeutung. Die Empfehlung von Experten lautet: Nutzen Sie eine hybride Strategie.
Die Zwei-Schichten-Strategie:
* Tier 1 (Interner UFS-Speicher): Für das Betriebssystem, alle Apps, aktuelle Spiele und direkte Videoaufnahmen in hoher Qualität.
* Tier 2 (microSD-Karte): Als Archiv für Foto-Bibliotheken, heruntergeladene Musik- und Podcasts, Backups von Dokumenten und selten genutzte Dateien.
Praktische Anleitung:
Die Datenübertragung ist in Android 15 einfacher geworden. Nutzen Sie die Dateien-App des Geräts oder „Files by Google“:
1. Identifizieren Sie Speicherfresser über den „Bereinigen“-Tab.
2. Wählen Sie die großen Dateien (4K-Videos, RAW-Bilder) aus und tippen Sie auf „Auf SD-Karte verschieben“. Android 15 bewahrt dabei zuverlässig Metadaten wie Aufnahmedatum.
3. Richten Sie die Kamera-App ein: Für normale Fotos kann der Speicherort direkt auf die SD-Karte gesetzt werden. Für 4K/60fps-Aufnahmen sollte die Kamera jedoch weiterhin intern speichern, um Geschwindigkeitsprobleme zu vermeiden. Die Videos können später manuell ausgelagert werden.
Analyse: Eine Antwort auf das „Abo-Müdigkeits-Syndrom“
Das Comeback des physischen Speichers ist kein Zufall. Es spiegelt einen ermüdeten Markt wider. Die „Abo-Müdigkeit“ der Verbraucher, die sich 2025 deutlich zeigte, trifft auf die immer größer werdenden Dateimengen. Warum monatlich für Google One oder iCloud zahlen, wenn eine einmalige Investition in eine 1-TB-Speicherkarte ein lebenslanges Archiv bietet?
Gleichzeitig widerlegt das MC03 alte Branchenargumente. Das Gerät ist nach IP68 staub- und wassergeschützt und hat einen 5.200 mAh-Akku – beides Eigenschaften, die früher als Argument gegen einen Kartensteckplatz dienten. Die Technik ist also da. Es war eine Design- und Geschäftsmodell-Entscheidung, den Slot zu entfernen.
Die Definition des „Pro“-Nutzers könnte sich gerade verschieben. Hieß es früher „Pro = minimalistisches Design ohne Anschlüsse“, könnte 2026 stehen: „Pro = maximale Nutzerkontrolle und Anschlussvielfalt“. Der microSD-Slot würde dann vom Auslaufmodell zum Statussymbol für souveräne Nutzer.
Ausblick: Wird CES 2026 den Trend bestätigen?
Ob das Punkt MC03 ein einsamer Rufer in der Wüste bleibt, wird sich auf der CES 2026 zeigen. Gerüchte deuten an, dass Hersteller wie Samsung oder Xiaomi den Slot für ihre Mittelklasse-Serien (Galaxy A, Redmi) wieder ins Auge fassen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung mehr Wahlfreiheit und eine Rückkehr zum aktiven Datenmanagement. Die Ära des „Einfach-in-die-Cloud-Vergessens“ wird ergänzt durch lokale Strategien. Zukünftige Android-Versionen könnten Features bringen, die das Auslagern alter Dateien auf die Speicherkarte automatisch intelligent steuern. Bis dahin bleibt die manuelle Speicherverwaltung eine wertvolle Fähigkeit für jeden, der die Kontrolle über seine digitalen Schätze behalten will.
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