Psychische Traumata: Die unterschätzte Folge von Not-Operationen
15.01.2026 - 22:26:11Ein plötzlicher medizinischer Notfall hinterlässt oft tiefe seelische Narben. Aktuelle Erkenntnisse zeigen: Viele Patienten kämpfen nach ungeplanten Eingriffen mit lang anhaltenden psychischen Folgen. Die Zahlen sind alarmierend.
Rund 20 Prozent der Operierten entwickeln depressive Symptome. 40 Prozent beschreiben sich nach dem Eingriff als ängstlicher. Besonders dramatisch ist die Lage für Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden mussten. Ihre psychische Nachsorge wird häufig vernachlässigt.
Das Trauma der Intensivstation
Für viele Patienten wird der Aufenthalt auf der Intensivstation zur traumatischen Krise. Hilflosigkeit, Schmerzen, Kommunikationsunfähigkeit und ständiger Lärm brennen sich tief ein.
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Die Folge: Bis zu einem Drittel der Überlebenden entwickelt Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Dies ist Teil des Post-Intensive-Care-Syndroms (PICS), das Schätzungen zufolge bis zu 80 Prozent der Intensivpatienten betrifft. Risikofaktoren sind:
* Hoch dosierte Sedierung
* Das Auftreten einer Sepsis
* Eine lange Verweildauer auf der Station
Wenn die Seele nach der Operation leidet
Auch abseits der Intensivmedizin kann eine Not-Operation traumatisch wirken – selbst ohne bewusste Erinnerung an den Eingriff. Die Konfrontation mit der eigenen Verletzlichkeit löst häufig Ängste aus.
Die Symptome sind vielfältig:
* Schlafstörungen und Reizbarkeit
* Konzentrationsschwierigkeiten
* Wiederkehrende, belastende Erinnerungen (Flashbacks)
* Sozialer Rückzug
In manchen Fällen kommt es sogar zu postoperativen Psychosen mit Halluzinationen. Diese Reaktionen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine normale Antwort auf eine extreme Ausnahmesituation.
Der Schlüssel: Frühzeitige psychologische Hilfe
Experten sind sich einig: Frühe psychologische Unterstützung ist entscheidend. Sie fördert die Verarbeitung und kann verhindern, dass sich Symptome chronifizieren.
Bereits in den ersten Tagen nach dem Ereignis wirken professionelle Krisenintervention und psychologische Erste Hilfe stabilisierend. Dazu gehört, Sicherheit zu vermitteln, sachlich zu informieren und praktische Hilfe zu organisieren. Auch die Unterstützung durch Angehörige ist wesentlich – doch oft sind diese selbst überfordert.
Versorgungslücken und neue Wege
Trotz der bekannten Risiken klaffen in der Praxis oft Lücken. Der Fokus auf die körperliche Genesung führt dazu, dass psychische Symptome übersehen werden.
Offizielle Leitlinien empfehlen bei einer PTBS eine traumafokussierte Psychotherapie als erste Wahl. Ergänzend können Achtsamkeitsübungen, Entspannungstechniken oder Medikamente helfen. Die Forschung sucht zudem nach neuen Wegen, etwa Ultrakurzzeit-Therapien für ehemalige Intensivpatienten.
Integration der mentalen Nachsorge gefordert
Die zunehmende Evidenz erfordert ein Umdenken. Fachleute fordern eine stärkere Integration der psychologischen Versorgung in die Standardnachsorge.
Notwendig sind Screenings auf Risikofaktoren bereits im Krankenhaus und klare Wege zur Weitervermittlung an Psychotherapeuten. Die Aufklärung von Patienten und Angehörigen ist ein weiterer wichtiger Schritt, um das Thema zu enttabuisieren. Eine bessere mentale Nachsorge kann den Genesungsprozess positiv beeinflussen und langfristig Leid lindern.
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