Psychische Belastung von Studierenden erreicht kritischen Punkt
04.02.2026 - 17:56:12Mehr als die Hälfte der Studierenden in Deutschland schätzt den eigenen psychischen Zustand als schlecht ein. Das zeigt ein aktuelles Mental-Health-Barometer. Als Hauptursachen gelten Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und Zukunftsängste. Hochschulen und der Bund reagieren jetzt mit neuen Forschungsprojekten und Hilfsprogrammen.
Neue Großstudien sollen Ursachen ergründen
Um der Krise zu begegnen, starten zwei große, staatlich geförderte Forschungsprojekte. Am 1. März 2026 nimmt ein Verbund unter Leitung der Universitätsmedizin Halle die Arbeit auf. Er soll die zunehmenden psychischen Probleme untersuchen, die Studienerfolg und Hochschulsystem belasten.
Bereits seit Dezember 2025 läuft das Projekt „MUTSPRUNG“ mit Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum. Es erforscht individuelle und strukturelle Risikofaktoren und erreicht rund 130.000 Studierende. Das Ziel beider Vorhaben: konkrete Handlungsempfehlungen für Hochschulen zu entwickeln und die Rahmenbedingungen für ein gesundes Studium zu verbessern.
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Hochschulen starten eigene Hilfsnetzwerke
Während die Forschung anläuft, handeln einige Hochschulen bereits. Die Hochschule München hat Anfang Februar 2026 ein „Mental Health First Aid“-Netzwerk etabliert. Vorangetrieben von Psychologie-Professorin Dr. Simone Kaminski, bietet es niedrigschwellige Hilfe.
Ein zentraler Baustein sind „Peer Coaches“ – Studierende, die nach Bewältigung eigener Krisen Kommilitonen unterstützen. „Solche Initiativen tragen maßgeblich zur Entstigmatisierung bei“, sagt Kaminski. Auch Universitäten wie Tübingen oder die TU München bauen ihre psychosoziale Beratung massiv aus.
Doppelbelastung Studium und Job als Haupt-Stressfaktor
Die Notwendigkeit der Programme belegen alarmierende Zahlen:
* Über 50% der Studierenden bewerten die eigene psychische Verfassung als „weniger gut“ oder „schlecht“.
* Besonders betroffen sind weibliche Studierende.
* Viele sind auf Nebenjobs angewiesen, was die Doppelbelastung zur großen Stressquelle macht.
Daten des Deutschen Studierendenwerks zeigen eine deutliche Zunahme studienerschwerender psychischer Erkrankungen. Fachleute warnen: Das Hochschulsystem ist auf diesen Ansturm nicht vorbereitet.
System unter Druck: Von Corona bis Isolation
Die Probleme sind vielschichtig. Die Corona-Pandemie hat bestehende Belastungen verschärft und stärker ins Bewusstsein gerückt. Internationale Studierende kämpfen zusätzlich mit sprachlichen Hürden und sozialer Isolation.
Experten betonen die Notwendigkeit, realistische Ziele zu setzen und Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. Die neuen Forschungsprojekte sind auf Jahre angelegt. Sie sollen die Grundlage für nachhaltig bessere Unterstützung schaffen – und Pioniermodelle wie in München zum bundesweiten Standard machen.
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