Psychische, Belastung

Psychische Belastung: Neue Studie zeigt alarmierende Zahlen

15.01.2026 - 18:15:12

Eine aktuelle Studie belegt eine deutliche Zunahme psychischer Belastungen in der deutschen Arbeitswelt. Gleichzeitig fordern Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz mehr Arbeitsleistung. Der Konflikt zwischen Leistungsdruck und mentaler Gesundheit spitzt sich zu.

Führende Politiker stellten diese Woche Konzepte wie die Vier-Tage-Woche infrage. Zur Aufrechterhaltung des Wohlstands sei eine höhere Arbeitsleistung nötig, so das Argument. Diese traditionelle Sichtweise kollidiert jedoch mit den Bedürfnissen moderner Arbeitnehmer. Gegenstimmen warnen vor den sozialen Folgen, besonders für Frauen.

Jeder Zweite fühlt sich hochbelastet

Die Zahlen sind alarmierend: Eine Studie von Union Investment aus dem Oktober 2025 ergab, dass sich jeder zweite Arbeitnehmer einer hohen Belastung ausgesetzt fühlt. Zwar halten 90 Prozent das Thema mentale Gesundheit für wichtig in Unternehmen. Doch nur 44 Prozent glauben, dass ihr Arbeitgeber es ernst nimmt.

Die Hauptursachen für den Stress sind vielfältig:
* Hohes Arbeitspensum
* Permanenter Leistungsdruck
* Fachkräftemangel
* Ständige Veränderungsprozesse

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Laut dem AXA Mental Health Report 2025 beeinflusst bei 39 Prozent die Angst vor Jobverlust die psychische Gesundheit negativ. Die konkreten Folgen: Mehr als ein Viertel der Angestellten war im letzten Jahr deswegen krankgeschrieben.

Unternehmen starten erste Initiativen

Angesichts der Zahlen wächst der Druck auf Firmen, zu handeln. Einige gehen bereits mit gutem Beispiel voran:
* SAP sensibilisiert Führungskräfte für Warnsignale bei Teammitgliedern
* Vaude setzt auf externe Coaching-Plattformen und Resilienz-Kurse

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, eine wertschätzende Unternehmenskultur zu etablieren. Die “Offensive Psychische Gesundheit” mehrerer Bundesministerien soll das Bewusstsein zusätzlich schärfen.

Wer ist besonders gefährdet?

Die Workplace Insights Studie 2025 zeigt ein klares Risikoprofil. Besonders betroffen sind Beschäftigte zwischen 31 und 40 Jahren. In dieser Lebensphase kulminieren berufliche und private Anforderungen. Gleichzeitig nimmt die empfundene Wertschätzung durch den Arbeitgeber oft ab.

Experten warnen: Eine reine Fokussierung auf Leistungssteigerung durch Mehrarbeit ignoriert die hohe psychische Belastung. Langfristig könnte dies zu mehr Ausfällen und Produktivitätsverlust führen.

Flexibilität statt Mehrarbeit

Die Lösung liegt nach Expertenmeinung nicht in pauschaler Mehrarbeit. Stattdessen werden intelligente und flexible Arbeitsmodelle immer wichtiger. Mehr Autonomie über Zeit und Ort der Arbeit kann das psychische Wohlbefinden nachweislich verbessern.

Für Unternehmen wird die Investition in mentale Gesundheit zum Wettbewerbsfaktor. Eine offene Gesprächskultur und präventive Maßnahmen sind kein Luxus mehr, sondern notwendig für Innovationskraft und Produktivität. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Politik und Wirtschaft Leistungsforderung und Gesundheitsschutz in Einklang bringen können.

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