Psychische Belastung in Deutschland erreicht neuen Höchststand
04.02.2026 - 00:40:11Eine wachsende Zahl von Menschen leidet unter den kumulativen Effekten von wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Konflikten und den Nachwirkungen vergangener Krisen. Aktuelle Daten zeichnen ein klares Bild: Die mentale Gesundheit der Deutschen steht unter Dauerbeschuss.
Jüngste Erhebungen bestätigen den besorgniserregenden Trend. Eine repräsentative Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse von Ende 2025 zeigt: 82 Prozent der Deutschen fühlen sich zumindest gelegentlich gestresst. 41 Prozent stehen sogar häufig oder sehr häufig unter hohem Druck. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Stresslevel in den vergangenen ein bis zwei Jahren zugenommen hat.
Vom Krisenmodus zur chronischen Erschöpfung
Experten beobachten eine fatale Verschiebung: Akute Stressreaktionen weichen einem Zustand dauerhafter Anspannung. Die sogenannte Polykrise – das gleichzeitige Auftreten mehrerer sich verstärkender Krisen – lässt Erholungsphasen ausbleiben.
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Der DAK-Gesundheitsreport 2026 verzeichnet für 2025 mit 5,7 Prozent einen historischen Höchststand beim Krankenstand. Psychische Erkrankungen etablieren sich dabei als eine der Hauptursachen für Arbeitsausfälle. Besonders Depressionen, Angststörungen und Burnout-Symptome nehmen zu.
- Laut KKH-Umfrage berichten 43 Prozent der häufig Gestressten von niedergedrückter Stimmung.
- 25 Prozent leiden unter Angstzuständen.
- Der AXA Mental Health Report 2025 zeigt: Die Angst vor Jobverlust und finanzieller Instabilität beeinflusst bei 39 Prozent der Berufstätigen die mentale Gesundheit negativ.
Junge Generation und Arbeitswelt unter Druck
Die Last der Polykrisen verteilt sich nicht gleichmäßig. Die aktuelle COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt: Die psychische Gesundheit junger Menschen ist weiterhin schlechter als vor der Corona-Pandemie.
Sorgen um Krieg (70 Prozent), Terrorismus (62 Prozent) und wirtschaftliche Probleme (57 Prozent) prägen das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Gleichzeitig wird mentale Gesundheit zum strategischen Faktor in der Arbeitswelt. Der Anstieg Burnout-bedingter Ausfälle zwingt Unternehmen zum Handeln. Resilienzförderung und ein offener Umgang mit psychischen Belastungen werden zur Chefaufgabe.
Gesellschaft zahlt hohen Preis
Die aktuellen Zahlen sind ein Indikator für eine tiefgreifende Veränderung. Der AXA Mental Health Report 2025 zeigt, dass bereits mehr als ein Drittel der Deutschen angibt, aktuell unter einer psychischen Erkrankung zu leiden.
Diese Entwicklung hat erhebliche Konsequenzen:
* Der hohe Krankenstand verschärft den Fachkräftemangel in systemrelevanten Berufen.
* Die Sozialsysteme kommen unter zusätzlichen Druck.
* Gesundheitsökonomen warnen: Psychische Gesundheit wird zur Grundlage für Produktivität und sozialen Frieden.
Die zunehmende Belastung erfordert daher nicht nur individuelle Bewältigungsstrategien, sondern klare politische und unternehmerische Antworten. Die EU-OSHA plant für 2026 bis 2028 eine Kampagne unter dem Motto „Gemeinsam für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Der Erfolg im Umgang mit der Erschöpfung wird davon abhängen, ob Prävention gestärkt und Stigmatisierung abgebaut werden kann.
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