PSI Software Aktie: Warburg sichert sich 83%
09.01.2026 - 16:09:30Die Übernahme der PSI Software SE durch Warburg Pincus ist abgeschlossen: Die Bietergruppe kontrolliert nach Ende der weiteren Annahmefrist 83,24 Prozent des Grundkapitals. Neben den angedienten Aktien freier Aktionäre zählt dazu das 17,77-Prozent-Paket des Energieversorgers E.ON, der als strategischer Partner an Bord bleibt.
Die wichtigsten Fakten:
- Warburg Pincus + E.ON halten gemeinsam 83,24% der Stimmrechte
- Verbleibender Streubesitz: rund 16,76%
- Squeeze-Out-Schwelle von 90% wurde verfehlt
- Delisting-Antrag wird zeitnah erwartet
E.ON bleibt strategischer Partner
Der Energiekonzern E.ON hat sein Aktienpaket nicht in das Übernahmeangebot eingebracht, sondern eine Abstimmungsvereinbarung mit Warburg Pincus geschlossen. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung der PSI-Softwarelösungen für die Energiewirtschaft, insbesondere bei der Netzsteuerung im Rahmen der Energiewende.
Am Freitagmorgen ging zudem eine formale Stimmrechtsmitteilung der Warburg Pincus (Bermuda) Private Equity GP Ltd ein, die Anteile von rund 34 Prozent für eine spezifische Holding-Einheit ausweist. Diese technische Meldung bestätigt die Neuordnung der Besitzverhältnisse innerhalb der komplexen Fondsstruktur.
Was bedeutet das für Anleger?
Die PSI-Aktie notiert stabil im Bereich des Übernahmepreises von 45,00 Euro. Ohne weitere Fantasie auf eine Angebotserhöhung dient dieser Wert als feste Orientierungsmarke. Der stark geschrumpfte Streubesitz von nur noch rund 17 Prozent führt bereits jetzt zu spürbar geringeren Handelsvolumina.
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Warburg Pincus hat sein Ziel klar kommuniziert: Das Berliner Traditionsunternehmen soll fernab der Börse umgebaut werden. Im Fokus steht die Transformation des Geschäftsmodells hin zu Software-as-a-Service (SaaS) und Cloud-Lösungen. Das Management unterstützt diesen Kurs.
Delisting rückt näher
Für den Börsenrückzug fehlt Warburg Pincus zwar noch die notwendige Schwelle, doch ein Delisting-Antrag gilt als sicher. In diesem Fall würden die verbliebenen Aktionäre voraussichtlich ein Delisting-Erwerbsangebot erhalten, das sich am gewichteten Durchschnittskurs der letzten sechs Monate orientiert.
Anleger müssen sich auf deutlich reduzierte Liquidität und größere Spreads einstellen. Mit dem geplanten Closing der Transaktion im ersten Quartal 2026 wird die PSI Software SE zunehmend zum strategischen Spielball des Großaktionärs.
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