PSI Software Aktie: Übernahme gefährdet?
26.11.2025 - 17:50:31Stimmrechtsanteil von Warburg Pincus an PSI Software sinkt überraschend auf 37,91 Prozent kurz vor Ende der Angebotsfrist am 15. Dezember 2025.
Die Übernahme des Berliner Softwarehauses schien bereits in trockenen Tüchern, der Kurs klebt förmlich an der Angebotsschwelle. Doch trügt die Ruhe vor dem Sturm? Eine neue Stimmrechtsmitteilung des Käufers Warburg Pincus sorgt plötzlich für Irritationen: Statt weitere Anteile einzusammeln, ist der gemeldete Zugriff gesunken. Platzt der Deal auf den letzten Metern oder ist das nur ein technisches Manöver?
Rätselhafter Rückgang der Anteile
Mitten in der heißen Phase der Angebotsfrist meldet der Investor überraschende Zahlen. Die Gesamtstimmrechtsquote von Warburg Pincus, die über die Zest Bidco GmbH agiert, ist auf 37,91 % gefallen. Das ist brisant, denn in der vorherigen Meldung lag der Zugriff noch bei komfortableren 43,36 %.
Ein solcher Rückgang kurz vor Fristende ist ungewöhnlich. Marktbeobachter vermuten technische Anpassungen oder das Auslaufen bestimmter Finanzinstrumente (Optionen) als Ursache. Fakt ist jedoch: Der Investor hat aktuell Zugriff auf weniger als die Hälfte der Anteile, benötigt aber für den Vollzug zwingend die Mehrheit.
Die Eckdaten für den Deal bleiben unverändert hart:
* Angebotspreis: 45,00 Euro je Aktie in bar.
* Hürde: Mindestannahmequote von 50 % plus eine Aktie.
* Stichtag: Die reguläre Annahmefrist endet am 15. Dezember 2025.
* Joker: Großaktionär E.ON (17,8 %) verkauft zwar nicht, seine Anteile werden aber rechnerisch zur Erreichung der Schwelle gewertet.
Nervenprobe für Anleger
An der Börse herrscht derweil eine fast gespenstische Stille. Der Kurs hat sich bei 44,90 Euro eingependelt und bewegt sich kaum noch, was auch die extrem niedrige Volatilität unterstreicht. Damit notiert das Papier quasi auf dem Niveau des Übernahmeangebots und nur minimal unter dem 52-Wochen-Hoch von 45,20 Euro.
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Der Markt preist also weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für das Gelingen der Transaktion ein. Ein Scheitern würde vermutlich einen drastischen Kursrutsch auslösen, da die Aktie seit Jahresanfang bereits über 113 % zugelegt hat – getrieben fast ausschließlich durch die Übernahmefantasie.
Doch die Reduzierung der gesicherten Positionen auf unter 38 % mahnt zur Vorsicht. Das Rennen um die Mehrheit ist noch nicht final entschieden. Arbitrage-Händler blicken nun gespannt auf die nächsten Tage: Wird Warburg Pincus über die Börse nachkaufen müssen, um die Quote abzusichern? Bis zum 15. Dezember bleibt die Situation wider Erwarten spannend.
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