PSI, Software

PSI Software Aktie: Geschwächte Position

06.01.2026 - 19:36:31

Der US-Investor Warburg Pincus kontrolliert über 82 Prozent der PSI Software und plant den Rückzug des Unternehmens von der Börse. Der Angebotspreis lag bei 45 Euro je Aktie.

Nach über 50 Jahren an der Börse endet eine Ära für den Berliner Softwarespezialisten. Der US-Finanzinvestor Warburg Pincus hat sich nach Ablauf der Nachfrist die unangefochtene Kontrolle gesichert und steuert nun direkt auf das Delisting zu. Für Anleger stellt sich jetzt die Frage: Was bedeutet die neue Machtstruktur für die verbleibenden Anteile?

Fakten zur Übernahme

Warburg Pincus macht ernst. Nach dem Ende der zusätzlichen Annahmefrist am vergangenen Donnerstag kontrolliert der Investor nun über 82 Prozent der Anteile. Der Angebotspreis von 45 Euro je Aktie beinhaltete eine massive Prämie von fast 84 Prozent auf den Kurs vor Bekanntgabe im Oktober.

Der Vollzug der Transaktion wird noch im laufenden ersten Quartal erwartet, da das Bundeskartellamt bereits grünes Licht gegeben hat. Damit ist der Weg frei für den geplanten Rückzug vom Börsenparkett.

Paradoxes Szenario im SDAX

Die Situation entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Erst am 21. Dezember stieg die PSI Software Aktie in den SDAX auf. Diese Index-Zugehörigkeit wird jedoch nur ein kurzes Gastspiel bleiben. Der Vorstand unterstützt den Plan des Investors, die Notierung schnellstmöglich zu beenden. Dies wird die Handelbarkeit der Papiere für Kleinaktionäre drastisch einschränken.

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Strategie und prominente Partner

Trotz der US-Dominanz bleibt ein entscheidender Ankerinvestor an Bord. Der Energiekonzern E.ON behält seinen Anteil von rund 17,77 Prozent und sichert damit seine Rolle als strategischer Partner und Großkunde ab. Warburg Pincus plant unterdessen eine Neuausrichtung:

  • Investition: 100 Millionen Euro fließen in weiteres Wachstum.
  • Technologie: Der Fokus verschiebt sich auf Cloud-Lösungen (SaaS).
  • Struktur: Mindestens zwei Jahre lang soll es keinen Beherrschungsvertrag geben.

Da der Kurs aktuell nahe der Übernahmemarke von 45 Euro notiert, ist das Kurspotenzial nach oben faktisch gedeckelt. Mit der klaren Mehrheit im Rücken und dem angekündigten Delisting verengt sich der Handlungsspielraum für freie Aktionäre nun auf den Verkauf über die Börse oder das Abwarten eines möglichen Squeeze-outs.

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