Postbank, Bargeld-Renten

Postbank beendet Bargeld-Renten: Millionen müssen umstellen

08.01.2026 - 11:09:12

Die Ära der Papier-Rente ist beendet. Postbank und der Deutsche Post Renten Service haben den letzten analogen Auszahlungsweg gestrichen. Millionen Rentner müssen jetzt digital empfangen.

Seit dieser Woche ist der historische Dienst „Zahlungsanweisung zur Verrechnung“ (ZzV) Geschichte. Das teilte die Postbank am Donnerstag mit. Das System erlaubte es Rentnern ohne Bankkonto, ihre Bezüge mit einem Papierschein an der Postfiliale in bar abzuholen. Ein Relikt aus Zeiten, als die Postbank noch eine staatliche Behörde war.

„Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den Rentenversicherungsträgern getroffen“, so ein Postbank-Sprecher. Ab der Januar-Rente 2026 werden keine neuen Scheine mehr ausgegeben. Betroffen ist eine kleinere, aber signifikante Gruppe unter den 21 Millionen Rentenbeziehern in Deutschland. Sie hat den digitalen Wandel bisher umgangen – muss ihn jetzt aber vollziehen.

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Ausgesetzte Zahlungen und Übergangslösungen

Die Umstellung hat konkrete Konsequenzen. Wer bis Ende 2025 keine gültigen Bankdaten hinterlegt hat, dessen Rentenzahlung wurde vorläufig ausgesetzt. Die Deutsche Rentenversicherung betont: Das Geld ist nicht verloren. Es wird angespart und nachgereicht, sobald ein Konto registriert ist.

Betroffene werden aufgefordert, ihre Bankverbindung umgehend mit den Formularen des Renten Service nachzutragen. Doch was, wenn Senioren kein normales Girokonto eröffnen können? Verbraucherschützer verweisen auf das Recht auf ein „Basiskonto“. Jede Bank muss diesen einfachen Account anbieten – eine gesetzliche Absicherung, damit niemand ohne Empfangsweg dasteht.

Digitale Transformation mit sozialer Schieflage

Der Schritt ist Teil der Digitalisierungsstrategie von Mutterkonzern Deutsche Bank und des gesamten Logistiksektors für Staatsleistungen. In einem Finanzsystem, das von digitalen Überweisungen lebt, war der Papierweg ein teurer Anachronismus. Die Umstellung spart Verwaltungskosten, reduziert Betrugsrisiken und beschleunigt die Auszahlung.

Doch die Effizienzgewinne werfen ein Schlaglicht auf die digitale Kluft in der „Silver Economy“. Kritik gibt es am Tempo der Umstellung für die älteste Generation. Der Renten Service verteidigt sich mit einer intensiven Informationskampagne in den Jahren 2024 und 2025. Mehrfach seien betroffene Rentner schriftlich auf den Januar-Termin vorbereitet worden.

Vorbote einer bargeldlosen Verwaltung?

Das Ende der ZzV gilt als Vorbote. Experten erwarten, dass weitere papierbasierte Behördengänge folgen werden. Die Infrastruktur ist jetzt vollständig digital – der nächste logische Schritt.

Aktuell konzentrieren sich die Anstrengungen auf die letzten „Offliner“. Soziale Organisationen und Verbraucherzentralen melden bereits erhöhten Beratungsbedarf beim Einrichten von Konten und Online-Banking. Der Erfolg der Transition wird sich im ersten Quartal 2026 zeigen. Dann sollen die meisten ausgesetzten Zahlungen reguliert sein – und die letzte Bastion der analogen Rente Geschichte.

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