PORR, HABAU und FELBERMAYR sanieren Schleuse Kachlet für 290 Millionen Euro
12.01.2026 - 22:03:12Ein Konsortium aus den Bauunternehmen PORR, HABAU und FELBERMAYR erhält den Zuschlag für die Grundsanierung der historischen Schleuse Kachlet in Passau. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 290 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen insgesamt 13 Jahre dauern und die Zukunft der wichtigen Donau-Wasserstraße für ein weiteres Jahrhundert sichern.
Die fast 100 Jahre alte Staustufe ist ein zentraler Knotenpunkt für den Güterverkehr zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Seit Jahren kämpft die Anlage mit Standsicherheitsproblemen. Jetzt wird sie komplett erneuert. Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg vergab den Großauftrag nach einem europaweiten Bieterverfahren an die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der drei Bauspezialisten.
Die Sanierung ist eine logistische Meisterleistung, denn der Schiffsverkehr darf nicht unterbrochen. Die beiden Schleusenkammern werden daher nacheinander saniert.
* Phase 1 (2026-2033): Sanierung der Südschleuse. Der Verkehr läuft über die Nordschleuse.
* Phase 2 (bis 2038): Sanierung der Nordschleuse.
Jede Kammer wird bis auf die Grundsohle zurückgebaut und neu errichtet. Die neuen Dimensionen: 335 Meter lang und 24 Meter breit. Bis zu 100 Arbeiter sind gleichzeitig auf der Baustelle im Einsatz.
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Geballte Kompetenz für schwierige Bedingungen
Warum braucht es gleich drei große Bauunternehmen? Die Sanierung vereint zahlreiche hochspezialisierte Herausforderungen. Jeder Partner bringt sein Kerngeschäft ein:
* PORR liefert Expertise im Spezialtiefbau sowie im Ingenieur- und Erdbau.
* HABAU steuert ebenfalls Know-how im Ingenieur- und Erdbau bei.
* FELBERMAYR bringt seine langjährige Erfahrung im Wasserbau und in der Hebetechnik ein.
Eine besondere Herausforderung ist das schiffsgebundene Bauen. So müssen etwa Bagger auf Pontons stehend mit Spezialfräsen Schlitze in die alten Mauern fräsen, um neue Anker zu setzen. Neben dem Beton kommt auch moderne Technik: Neue Stemmtore, hydraulische Antriebe sowie eine komplett neue Steuerungs- und Sicherheitstechnik werden installiert.
Mehr als nur Beton: Zukunftssicherung für die Donau
Die Generalsanierung ist weit mehr als eine technische Instandsetzung. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Binnenschifffahrt als umweltfreundlichem Verkehrsträger. Die modernisierte Schleuse soll durch Automatisierung und Fernbedienung effizienter und sicherer werden.
Experten sehen in der Investition einen entscheidenden Schritt, um die Zuverlässigkeit der gesamten Rhein-Main-Donau-Achse langfristig zu stärken. Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf das Wasser zu verlagern. Wenn 2038 die letzten Bauzäune fallen, soll die Schleuse Kachlet fit für die Anforderungen des gesamten 21. Jahrhunderts sein.


