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Polizei warnt vor neuer Welle professioneller Smartphone-Betrügereien

20.01.2026 - 06:54:11

Polizei warnt vor ausgeklügelten digitalen Betrugsmethoden wie Smishing, Quishing und dem modernisierten Enkeltrick, die durch psychologischen Druck Daten und Geld abgreifen.

Die Polizei informiert heute verstärkt über aktuelle Betrugsmaschen per Smartphone. Kriminelle nutzen gefälschte SMS, manipulierte QR-Codes und emotionale Erpressung per WhatsApp, um an Geld und Daten zu gelangen. Die Methoden sind so ausgeklügelt, dass sie selbst technisch versierte Nutzer täuschen können.

Landeskriminalämter und Verbraucherzentralen sehen eine sich zuspitzende Bedrohungslage. Drei besonders aggressive Methoden stehen aktuell im Fokus: der modernisierte „Enkeltrick“ über Messenger, das massenhafte „Smishing“ per SMS und der Missbrauch von QR-Codes, das „Quishing“. Alle zielen darauf ab, durch psychologischen Druck und perfekt gefälschte Nachrichten Vertrauen zu erschleichen.

„Hallo Mama“-Trick: Der digitale Enkeltrick

Eine der perfidesten Maschen ist die moderne Variante des Enkeltricks über WhatsApp. Betrüger kontaktieren Opfer von unbekannten Nummern mit Nachrichten wie „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt“. Sie bitten darum, die neue Nummer zu speichern.

Ist das Vertrauen hergestellt, folgt eine dringende Bitte um Geld für eine angebliche Notlage. Die Täter behaupten oft, ihr Online-Banking funktioniere mit dem neuen Gerät noch nicht. Die Polizei rät: Gehen Sie niemals auf solche Geldforderungen ein. Versuchen Sie, die Person unter der altbekannten Nummer zu erreichen. Auffällig sind häufig auch Rechtschreibfehler in den Nachrichten.

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Smishing: Gefälschte SMS von Paketdiensten & Banken

Beim „Smishing“ versenden Betrüger gefälschte SMS, die angeblich von Paketdiensten stammen. Sie informieren über nicht zugestellte Pakete oder fällige Zollgebahren. Ein Link führt auf eine täuschend echte Fake-Webseite, die persönliche Daten oder Kreditkarteninformationen abfragt.

Experten raten: Klicken Sie niemals auf solche Links. Prüfen Sie Sendungsnummern manuell auf der offiziellen Website des Dienstleisters. Neben Paketdiensten werden auch Banken, Streaming-Anbieter und Krankenkassen als Absender imitiert. Die Verbraucherzentrale führt ein tagesaktuelles „Phishing-Radar“ mit den neuesten Betrugsversuchen.

Quishing: Die unsichtbare Gefahr im öffentlichen Raum

Eine neuere Methode ist das „Quishing“ – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Kriminelle platzieren manipulierte Codes auf Parkautomaten, E-Scootern oder Werbeplakaten. Wer sie scannt, landet unbemerkt auf einer betrügerischen Webseite.

Das Ziel ist das Abgreifen von Passwörtern oder Bankdaten. Viele Smartphones erkennen QR-Codes automatisch über die Kamera-App. Sicherheitsbehörden empfehlen: Prüfen Sie die angezeigte URL genau, bevor Sie eine Seite öffnen. Scannen Sie Codes nur, wenn Sie dem Anbieter absolut vertrauen.

Warum die Betrüger immer erfolgreicher werden

Die Professionalisierung der Cyberkriminalität ist ein klarer Trend. Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt in seinem Bundeslagebild Cybercrime ein starkes Wachstum dieser Delikte fest. Die Täter agieren international, hochprofessionell und nutzen zunehmend künstliche Intelligenz, um ihre Texte perfekt zu formulieren.

Die psychologische Komponente ist entscheidend: Die Betrüger erzeugen Zeitdruck, bauen Drohkulissen auf oder appellieren an Vertrauen. Obwohl die Aufklärungsquote leicht stieg, gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Opfer bringen die Taten aus Scham nicht zur Anzeige.

So schützen Sie sich wirksam

Die Bedrohung wird weiter zunehmen. Zukünftige Angriffe könnten vermehrt auf KI-gestützte Deepfakes in Video und Audio setzen. Grundlegende Skepsis ist daher unerlässlich.

Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen im Überblick:
* Gehen Sie niemals auf unerwartete Geldforderungen per Messenger ein.
* Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen SMS – prüfen Sie Informationen direkt beim Dienstleister.
* Scannen Sie QR-Codes nur von vertrauenswürdigen Quellen und prüfen Sie die URL.
* Halten Sie Ihre Software aktuell und nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter.

Sollten Sie Opfer geworden sein, informieren Sie sofort Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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