Polizei-SMS, Betrugswelle

Polizei-SMS: Neue Betrugswelle erschreckt Verbraucher

02.02.2026 - 01:41:12

Kriminelle nutzen gefälschte SMS mit Polizei-Absender, um sensible Daten zu stehlen. Deutsche Behörden warnen vor der Zunahme raffinierter Smishing-Angriffe und geben Verhaltenstipps.

Eine neue Welle raffiniert gestalteter Phishing-SMS erschüttert das Vertrauen in digitale Behördenkommunikation. Kriminelle geben sich zunehmend als Polizei oder andere Amtsträger aus, um an sensible Daten und Geld zu gelangen. Die gefälschten Nachrichten, die gezielt Panik erzeugen, nehmen aktuell deutlich zu – deutsche Behörden warnen.

In den letzten Tagen haben Sicherheitsexperten weltweit eine besorgniserregende Zunahme sogenannter Smishing-Angriffe (SMS-Phishing) registriert. Die Betrüger nutzen die Autorität von Staatsorganen, um Opfer zur Preisgabe von Bankdaten, Passwörtern oder persönlichen Identifikationsmerkmalen zu manipulieren. Die Maschen werden dabei immer ausgefeilter.

So funktioniert der Polizei-Betrug per SMS

Die Taktik der Kriminellen ist auf maximale Glaubwürdigkeit und Druck ausgelegt. Durch Spoofing-Technologien erscheinen die SMS oft mit Absenderkennungen, die echten Behördennummern täuschend ähnlich sehen. Der Inhalt ist bewusst alarmierend formuliert: Es drohen angebliche Haftbefehle, nicht bezahlte Bußgelder oder der sofortige Entzug der Fahrerlaubnis. Ziel ist es, das Opfer zu überrumpeln und zum unbedachten Klicken auf einen Link zu bewegen.

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Ein typisches Szenario: Eine SMS warnt vor „verdächtigen Transaktionen“ auf dem Bankkonto oder behauptet, ein Paket mit illegalem Inhalt sei auf den Namen des Empfängers adressiert. Der enthaltene Link führt auf eine gefälschte Website, die der offiziellen Seite einer Bank oder Behörde gleicht. Dort werden dann Login-Daten abgefragt. In einigen dokumentierten Fällen folgt auf die SMS ein Telefonat oder Videoanruf von angeblichen „Beamten“ in Uniform, die zur Überweisung von Geld oder zur Herausgabe von TANs auffordern.

„Echte Polizei- oder Justizbehörden fordern niemals per SMS zur Zahlung von Geld auf oder drohen mit sofortiger Verhaftung“, betonen Sicherheitsexperten einhellig. Auch die Aufforderung, Bankverbindungen oder Personalausweisnummern per Textnachricht zu übermitteln, ist ein sicheres Betrugsmerkmal.

Wie Sie sich vor den falschen Beamten schützen

Der beste Schutz ist gesunde Skepsis und ein konsequenter Verzicht auf vorschnelles Handeln. Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten SMS, auch wenn der Absender vertrauenswürdig erscheint. Echte Institutionen bitten nicht auf diesem Weg um sensible Daten.

Falls eine Nachricht Zweifel aufkommen lässt, sollten Sie den Sachverhalt unabhängig überprüfen. Rufen Sie die Behörde oder Ihr Kreditinstitut über eine offizielle, selbst recherchierte Telefonnummer oder Webadresse an – nicht über die in der verdächtigen SMS angegebenen Kontaktdaten.

Zusätzliche Sicherheit bieten technische Maßnahmen: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten, nutzen Sie die Spam-Filter Ihres Smartphones und seien Sie generell zurückhaltend mit der Weitergabe persönlicher Informationen. Verdächtige Nachrichten sollten bei der Polizei oder Verbraucherschutzzentralen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeldet werden. Diese Meldungen helfen, die kriminellen Strukturen aufzudecken.

Digitale Hochrüstung der Betrüger

Die Polizei-Impersonation ist Teil eines größeren Trends: Kriminelle missbrauchen systematisch das Vertrauen in staatliche Institutionen. Die SMS-Kampagnen sind oft gut organisiert und können mit minimalem Aufwand Tausende Menschen gleichzeitig erreichen.

Mit wachsendem öffentlichen Bewusstsein werden auch die Methoden der Betrüger raffinierter. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um noch plausiblere Nachrichten zu verfassen oder sogar Stimmen in Folgeanrufen zu imitieren, gilt als nächste Bedrohungsstufe. Diese digitale Aufrüstung macht eine kontinuierliche Aufklärung der Bevölkerung unverzichtbar.

Einige Länder wie Singapur reagieren mit technischen Lösungen und senden offizielle Regierungs-SMS nur noch von einer einzigen, vertrauenswürdigen Absenderkennung. Bis solche Standards flächendeckend eingeführt sind, bleibt der beste Schutz die eigene Wachsamkeit. Die Empfehlung der Behörden ist eindeutig: Im Zweifel nicht reagieren, nicht klicken und immer erst selbst prüfen.

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