Politiker und Ärzte fordern höhere Alkoholsteuern
11.01.2026 - 21:52:12Führende Gesundheitspolitiker und Ärzte fordern eine deutliche Erhöhung der Alkoholsteuern. Ihr Ziel ist ein gesundheitspolitischer Lenkungseffekt, um riskanten Konsum einzudämmen. Deutschland gilt im europäischen Vergleich als Hochburg für preiswerten Alkohol – das soll sich ändern.
Koalitionsübergreifender Vorstoß für höhere Preise
Fachpolitiker von SPD und CDU setzen sich für eine Neujustierung der Alkoholsteuer ein. Sie argumentieren, die aktuellen Sätze hätten ihre präventive Wirkung verloren. Die Steuern seien inflationsbedingt real gesunken, während internationale Studien Preiserhöhungen als wirksames Mittel belegten.
Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, verwies auf den realen Wertverlust der Abgabe. Alkohol sei in Deutschland deutlich günstiger als im EU-Durchschnitt – ein Zustand, den seine Partei korrigieren wolle.
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Auch die Unionsfraktion unterstützt den Kurs, knüpft ihn aber an Bedingungen. Ihre gesundheitspolitische Sprecherin Simone Borchardt betonte, eine Erhöhung dürfe kein Instrument zur Haushaltskonsolidierung sein. Der Fokus müsse auf hochprozentigem Alkohol liegen, wo das Risiko für Abhängigkeit besonders hoch sei.
Ärzte fordern zweckgebundene Abgabe
Der Hausärzteverband stellte sich hinter die politische Initiative. Bundesvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth befürwortet eine Alkoholsteuer als wirksame Maßnahme für eine gesündere Gesellschaft. Sie verwies auf positive Beispiele wie Litauen, wo striktere Preispolitik zu weniger alkoholbedingten Erkrankungen führte.
Ein zentraler Punkt ist die Verwendung der Mehreinnahmen. Die Ärzteschaft fordert eine zweckgebundene Abgabe, deren Erträge direkt in Präventionsprogramme und Versorgungsstrukturen fließen sollen. Eine bloße Steuererhöhung ohne diesen Zweck würde weniger Akzeptanz finden.
Jugendschutz wird verschärft
Parallel zur Steuerdebatte plant die Bundesregierung eine Verschärfung des Jugendschutzes. Das sogenannte „begleitete Trinken“ soll abgeschafft werden.
Diese Regelung erlaubt es 14- bis 16-Jährigen bisher, im Beisein der Eltern Bier, Wein oder Sekt in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Experten kritisieren sie seit langem als kontraproduktiv. Ein entsprechender Gesetzentwurf zur Streichung dieser Ausnahme liegt bereits vor und soll in den kommenden Wochen auf den Weg gebracht werden.
Deutschland im europäischen Vergleich
- Status Quo: Bier und Spirituosen sind hierzulande oft günstiger als in fast allen anderen westeuropäischen Staaten. Kritiker bemängeln, dass ein Liter Bier in der Gastronomie oft weniger koste als die gleiche Menge Mineralwasser.
- WHO-Empfehlungen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Steuererhöhungen seit Jahren als eine der kosteneffizientesten Maßnahmen zur Krebsprävention ein. Die deutsche Debatte kann als späte Reaktion auf diese internationalen Warnungen gesehen werden.
- Wirtschaftliche Folgen: Für die deutsche Alkoholindustrie, besonders kleinere regionale Produzenten, könnten die Pläne eine Zäsur bedeuten. Die gezielte Fokussierung auf hochprozentige Spirituosen könnte die Wein- und Bierbranche jedoch etwas entlasten.
Heißer politischer Frühling erwartet
Die Gleichzeitigkeit der Vorstöße deutet darauf hin, dass das Thema im Wahljahr 2026 nicht mehr ignoriert werden kann. Während das Verbot des begleiteten Trinkens als konsensfähig gilt, dürfte die Steuererhöhung auf Widerstand stoßen.
Die konkrete Ausgestaltung – allgemeine Anhebung oder zweckgebundene Abgabe – wird in den kommenden Monaten im Finanzausschuss intensiv diskutiert werden. Für Verbraucher zeichnet sich ab: Alkohol in Deutschland wird wohl bald strenger reguliert und spürbar teurer.
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