Plaud NotePin S und Desktop-App: KI-Tools für diskrete Meeting-Notizen
10.01.2026 - 16:00:12
Plaud setzt auf Datenschutz und stellt auf der CES KI-Produktivitätstools ohne störende Meeting-Bots vor.
Das US-Unternehmen Plaud Inc. hat auf der Technikmesse CES in Las Vegas eine neue Generation seiner KI-gestützten Aufzeichnungstools präsentiert. Kern der Ankündigung sind die Plaud Desktop-Software und das verbesserte Wearable NotePin S. Die Lösungen zielen auf den wachsenden Markt für datenschutzfreundliche Transkriptions-Tools, die ohne virtuelle Teilnehmer in Video-Calls auskommen. Damit positioniert sich Plaud als ernstzunehmender Konkurrent zu etablierten Anbietern wie Otter.ai.
Herzstück des neuen Angebots ist die Plaud Desktop-App. Während viele Konkurrenten virtuelle Assistenten als sichtbare Teilnehmer in Calls schicken – was oft Datenschutzbedenken und soziale Reibung verursacht –, arbeitet Plauds Lösung direkt auf dem Rechner des Nutzers.
Die App erkennt aktive Meetings auf Plattformen wie Zoom, Google Meet und Microsoft Teams. Sie zeichnet dann das System-Audio direkt auf, ohne dass ein externer Bot eingeladen werden muss. Dieser „bot-freie“ Ansatz ermöglicht diskrete und sichere Aufzeichnungen bei hoher Gesprächsqualität.
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Die App unterstützt multimodale Eingaben: Nutzer können nicht nur Audio, sondern auch Screenshots und getippte Notizen in Echtzeit erfassen. Diese Eingaben werden synchronisiert und von der Plaud-KI zu Transkripten, Zusammenfassungen und Mind-Maps verarbeitet. Branchenbeobachter sehen darin einen Schritt zur Vereinfachung von Workflows für Professionals, die präzise Aufzeichnungen ohne den Verwaltungsaufwand für Drittanbieter-Bots benötigen.
NotePin S: Hardware-Upgrade mit physischer Steuerung
Parallel zur Software stellt Plaud das NotePin S vor, den Nachfolger des beliebten Wearable-Rekorders. Das neue Gerät behält das kapselförmige Design bei, führt aber zentrale Verbesserungen basierend auf Nutzerfeedback ein.
Die wichtigste Neuerung ist ein physischer Knopf. Während frühere Modelle auf haptische oder touch-basierte Steuerung setzten, können Nutzer des NotePin S nun einen tastbaren Knopf zum Starten und Stoppen der Aufnahme drücken. Ein kurzer Druck aktiviert die „Instant Highlight“-Funktion, die Schlüsselmomente in Echtzeit markiert. Dieses Signal hilft der KI, bestimmte Gesprächssegmente bei der Zusammenfassung priorisiert zu behandeln, sodass wichtige Aufgaben nicht im Transkript untergehen.
Wichtige Spezifikationen des NotePin S:
* Preis: 179 US-Dollar (ca. 165 Euro)
* Akkulaufzeit: Bis zu 20 Stunden durchgehende Aufnahme
* Trageoptionen: Armband, Halskette, magnetischer Clip oder Anstecker
* Konnektivität: Unterstützung für Apples „Find My“-Netzwerk zur Ortung
Das unauffällige Gerät wiegt deutlich weniger als ein Standard-Smartphone und richtet sich an Wissensarbeiter, Kliniker und Vertriebsprofis, die persönliche Gespräche unterwegs festhalten müssen.
Datenschutz-First-Design als Marktstrategie
Der Fokus auf „bot-freie“ Aufzeichnungen spiegelt einen Branchentrend hin zu mehr Privatsphäre und Datensicherheit wider. Indem Audio lokal oder über eine direkte Systemverbindung verarbeitet wird – und nicht über einen Drittteilnehmer –, adressiert Plaud Compliance-Bedenken, die Unternehmen oft von der Einführung von KI-Transkriptionstools abhalten.
Das Unternehmen bestätigt, dass sein Ökosystem wichtige Sicherheitsstandards einhält, darunter SOC 2, HIPAA und GDPR. Dieser Sicherheitsfokus ist entscheidend, da Plaud mit etablierten Playern wie Otter.ai konkurriert, die den Markt für Meeting-Assistenten bisher dominierten.
In einer Stellungnahme zur Veröffentlichung betonte Plaud-CEO Nathan Xu die Mission des Unternehmens, „menschliche Intelligenz zu verstärken“, indem Gespräche in ihrer natürlichsten Form erfasst werden. Die Integration der Desktop-App mit dem Wearable schaffe eine einheitliche „Gedächtniskapsel“ für Nutzer und überbrücke die Lücke zwischen physischen und digitalen Meetings.
Verfügbarkeit und Marktausblick
Das Plaud NotePin S ist ab sofort für 179 US-Dollar bestellbar. Die Plaud Desktop-App wurde als Teil des Plaud-Ökosystems veröffentlicht und ist für bestehende Nutzer verfügbar.
Analysten deuten an, dass Plauds dualer Ansatz – die Kombination von dedizierter Hardware für die physische Welt mit nahtloser Software für den digitalen Arbeitsplatz – einen neuen Standard für persönliche Produktivitätstools setzen könnte. Da hybride Arbeitsumgebungen weiterhin bestehen, dürfte die Fähigkeit, eine einzige, durchsuchbare Sammlung aller beruflichen Gespräche zu pflegen – unabhängig vom Ort –, 2026 zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal werden.
Mit der CES-Ankündigung signalisiert Plaud, dass es über einfache Diktiergeräte hinauswachsen will. Das Unternehmen positioniert sich als umfassende Plattform für „Konversations-Intelligenz“, die leise im Hintergrund arbeitet und es den Nutzern ermöglicht, sich auf die Diskussion zu konzentrieren – nicht auf die Protokollierung.
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