Plaud, Flowtica und Soundcore starten neue KI-Meeting-Hardware
08.01.2026 - 18:01:12Die Ära der störenden Meeting-Bots ist vorbei. Auf der CES 2026 und mit heutigen Marktstarts zeigen Hersteller wie Plaud und Flowtica eine neue Generation physischer KI-Assistenten. Sie sind diskreter, leistungsfähiger und umgehen die zunehmend blockierten virtuellen Bots.
Plaud NotePin S: Der Marktführer wird physischer
Das Unternehmen Plaud hat den NotePin S enthüllt. Für 179 US-Dollar bietet das Gerät eine entscheidende Neuerung: eine physische Taste. Mit ihr können Nutzer wichtige Momente in einem Meeting sofort markieren, ohne zum Smartphone greifen zu müssen. Der Hersteller reagiert damit auf Nutzerfeedback, das eine schnellere, haptische Steuerung forderte.
Technisch bleibt das Flaggschiff schlank, bietet 64 GB Speicher und bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit. Parallel führt Plaud eine neue Desktop-Software ein. Statt einen virtuellen Bot in Zoom- oder Teams-Calls zu schicken, zeichnet sie das Systemaudio lokal auf. Diese “Bot-freie” Alternative spricht besonders datenschutzbewusste Nutzer an.
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Flowtica Scribe: Die Renaissance des intelligenten Stifts
Der überraschendste neue Formfaktor kommt vom Newcomer Flowtica. Sein “Scribe” tarnt sich als klassischer Kugelschreiber. Das Design löst ein psychologisches Problem: Während Smartphones oder blinkende Geräte im Meeting stören, gehört ein Stift einfach auf den Tisch.
Der Scribe verzichtet auf Bildschirme und arbeitet unauffällig im Hintergrund. Er strukturiert Notizen und extrahiert Aufgaben, während der Nutzer ihn wie ein normales Schreibgerät handhabt. Diese “Invisible Tech” könnte zum dominierenden Designtrend des Jahres werden.
Soundcore Work greift den Massenmarkt an
Der Audio-Spezialist Anker drängt mit seiner Marke Soundcore in das Segment. Das “Soundcore Work” ist ein münzgroßes Gerät, das ab sofort für 159 US-Dollar erhältlich ist. Mit MagSafe-Kompatibilität zielt es direkt auf iPhone-Nutzer. Es setzt auf starke Integration in die Apple- und Android-Ökosysteme, um die Einstiegshürde möglichst niedrig zu halten.
Echtzeit-Übersetzung und lokale KI im Anmarsch
Während sich viele auf Transkription konzentrieren, treibt Timekettle die Barrierefreiheit voran. Ein Software-Update für die W4 Pro Earbuds führt den “Translation Engine Selector” ein. Die Kopfhörer können nun dynamisch zwischen verschiedenen Übersetzungsmodellen wechseln – je nach benötigter Sprachkombination und Situation.
Auch Lenovo mischt mit. Sein Assistent “Qira” ist keine separate Hardware, sondern tief in Motorola-Smartphones und Lenovo-Laptops integriert. Der Fokus liegt auf einer lokalen KI, die Meeting-Daten verarbeitet, ohne sie zwingend in die Cloud zu schicken. Ein direkter Angriff auf reine Cloud-Dienste.
Warum jetzt? Das Ende der “Bot-Müdigkeit”
Die aktuelle Produktflut ist eine direkte Reaktion auf den Markt. In vielen Unternehmen herrscht “Bot-Müdigkeit”. IT-Abteilungen blockieren zunehmend externe KI-Bots wie Otter.ai, die sich in Videokonferenzen einklinken. Die Angst vor Datenlecks und Spionage wächst.
Die neuen Hardware-Lösungen umgehen dieses Problem. Sie agieren als physische Aufnahmegeräte beim Nutzer oder greifen das Systemaudio lokal ab. Zudem hat Metas Übernahme des KI-Pioniers Limitless Ende 2025 das gesamte Segment “Wearable AI” validiert und Investorenvertrauen geschaffen.
Doch die Diskretion der neuen Geräte wirft auch Fragen auf. Die meisten haben Status-LEDs, aber ein unauffälliger Stift wie der Scribe könnte neue ethische Debatten über Einwilligung im Meeting-Room auslösen.
Was kommt als nächstes?
Der Wettbewerb wird härter. Für April 2026 kündigte InnAIO bereits den “Transnote” an – ein Gerät, das Stimmenklonen und Meeting-Dokumentation vereinen soll. Experten erwarten eine Spaltung des Marktes: in modische Premium-Accessoires und utilitaristische Werkzeuge, die in Alltagsgegenstände integriert sind.
Eines scheint sicher: Das manuelle Schreiben von Protokollen wird 2026 endgültig zur Aufgabe der Maschinen. Vorausgesetzt, man vergisst nicht, sie aufzuladen.
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