Planetary Health Diet: So ernähren wir die Welt, ohne den Planeten zu zerstören
20.01.2026 - 02:53:12Die Planetary Health Diet will bis 2050 zehn Milliarden Menschen gesund ernähren – ohne die Erde zu überlasten. Der wissenschaftliche Ernährungsplan der EAT-Lancet-Kommission bietet einen globalen Fahrplan für diese Wende. Er kombiniert persönliche Gesundheit mit dem Schutz der Ökosysteme.
Es geht um eine tiefgreifende Transformation: Wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren, muss sich weltweit ändern. Der Kern ist eine flexible, überwiegend pflanzenbetonte Kost. Sie soll sich kulturellen und regionalen Gegebenheiten anpassen lassen.
Was steckt hinter dem Konzept?
37 Expertinnen und Experten aus 16 Ländern entwickelten die Planetary Health Diet (PHD). Sie vereint Wissen aus Gesundheit, Ernährung, Nachhaltigkeit und Politik. Seit ihrer Vorstellung 2019 dient sie als Referenzrahmen. Sie zeigt, wie menschliches Wohl und ökologische Grenzen zusammengehen.
Die PHD ist eine flexitarische Ernährungsweise. Sie rückt pflanzliche Lebensmittel stark in den Vordergrund. Tierische Produkte sind in Maßen erlaubt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) integrierte 2024 ähnliche Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Empfehlungen. Die Übereinstimmungen sind groß, besonders bei der Betonung pflanzlicher Kost.
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Der „planetare Teller“: Die nueva Gewichtung
Das Leitbild ist eine radikale Neujustierung auf dem Teller. Die Kommission fordert eine weltweite Verdopplung des Konsums von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen. Gleichzeitig soll der Verzehr von rotem Fleisch und Zucker um mehr als die Hälfte sinken.
Für den Einzelnen bedeutet das:
* Eine Basis aus Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und pflanzlichen Fetten.
* Hülsenfrüchte und Nüsse als zentrale Proteinquellen.
* Tierische Produkte in stark begrenzten Mengen – zum Beispiel maximal 196 Gramm rotes Fleisch pro Woche.
Doppelter Gewinn: Für Mensch und Erde
Die Vorteile einer globalen Umsetzung wären enorm. Aus gesundheitlicher Sicht könnte das Risiko für chronische Krankheiten wie Herzprobleme, Diabetes und Krebs signifikant sinken. Schätzungen der Kommission zufolge ließen sich so jährlich bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern. Eine große Harvard-Studie von 2024 bestätigte: Wer sich stark an die PHD hält, hat ein um 30 Prozent geringeres Risiko für einen vorzeitigen Tod.
Gleichzeitig entlastet die Diät den Planeten. Die Lebensmittelproduktion verursacht ein Drittel der globalen Treibhausgase. Sie treibt den Verlust von Artenvielfalt und die Übernutzung von Ressourcen voran. Weniger tierische Produkte zu konsumieren – deren Erzeugung besonders aufwendig ist – könnte den ökologischen Fußabdruck unserer Ernährung drastisch verringern.
Die großen Hürden der Umsetzung
Doch der Weg zur globalen Ernährungswende ist steinig. Tief verwurzelte Essgewohnheiten stellen eine massive Hürde dar. In Nordamerika etwa liegt der Fleischkonsum bis zu siebenmal über den Empfehlungen. In anderen Regionen wie Teilen Afrikas müsste der Anteil stärkehaltiger Gemüse zugunsten nährstoffreicherer Quellen reduziert werden.
Kritiker merken an, dass der Kalorienrichtwert von etwa 2.500 kcal nur ein Durchschnitt ist. Individuelle Bedürfnisse bleiben unberücksichtigt. Experten betonen daher: Die PHD ist eine Orientierungshilfe, kein starres Regelwerk. Die praktische Umsetzung erfordert schrittweise Veränderungen.
Die neue Dimension: Gerechtigkeit
Die Diskussion gewinnt weiter an Fahrt. Ein Update des EAT-Lancet-Berichts von 2025 erweitert das Konzept um den entscheidenden Faktor Gerechtigkeit. Eine gesunde und nachhaltige Ernährung muss für alle Menschen erschwinglich sein. Aktuell kann sich fast die Hälfte der Weltbevölkerung diese nicht leisten.
Die Zukunft liegt in einer systemischen Transformation. Sie muss Landwirtschaft, Politik und unser aller Konsumverhalten umfassen. Erste Schritte sind sichtbar: Nationale Ernährungsempfehlungen werden angepasst, wie in Deutschland und der Schweiz. Und Programme für mehr pflanzliche Mahlzeiten in Schulen und Krankenhäusern sensibilisieren die Gesellschaft.
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