Pixel, Dateiaustausch

Pixel 10: Dateiaustausch mit iPhone jetzt möglich

28.11.2025 - 03:30:12

Google durchbricht die langjährige Barriere zwischen Android und iOS: Die Pixel 10-Familie kann erstmals direkt Dateien mit iPhones teilen. Doch die Revolution kommt mit technischen Stolpersteinen – und einer neuen Malware-Bedrohung.

Nach über einem Jahrzehnt des „Grüne-Blase-Grabens” hat Google am 20. November offiziell bestätigt, was lange unmöglich schien: Quick Share und AirDrop sprechen jetzt dieselbe Sprache. Pixel 10-Nutzer können Fotos, Videos und Dokumente direkt an iPhones in ihrer Nähe senden – ganz ohne Umwege über Cloud-Dienste oder Drittanbieter-Apps.

Die Technologie dahinter kombiniert WiFi Direct mit Bluetooth Low Energy für die Geräteerkennung. Was in der Theorie elegant klingt, sorgt in der Praxis jedoch für Kopfzerbrechen: Seit gestern häufen sich Berichte über schwerwiegende WLAN-Probleme.

Anzeige

Passend zum Thema WLAN‑Probleme und neue Schadsoftware: Viele Android-Nutzer übersehen wichtige Schutzmaßnahmen und erlauben aus Versehen Zugriffe, die Angreifer wie Sturnus ausnutzen. Das Gratis-Sicherheitspaket erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android‑Smartphone – mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Berechtigungen, Play Protect-Checks und Backup-Strategien. So sichern Sie WhatsApp, Online‑Banking und persönliche Daten in wenigen Minuten. Gratis-Schutzpaket für Android herunterladen

Frühanwender berichten von abgebrochenen Internetverbindungen unmittelbar nach plattformübergreifenden Dateiübertragungen. Die komplexe Handshake-Prozedur zwischen den beiden proprietären Systemen scheint Standard-WLAN-Verbindungen zu stören – ein klassischer Fall von ambitionierter Technik, die noch nicht produktionsreif ist.

Google schweigt bislang zu einem Patch. Für viele Nutzer bleibt das Cross-Plattform-Sharing damit vorerst eine versteckte Funktion, die mehr Probleme schafft als löst.

Die 10.000-mAh-Ära beginnt

Während Software die Ökosystem-Grenzen aufweicht, revolutioniert die Hardware-Industrie die Akkulaufzeit. Silizium-Kohlenstoff-Anoden machen möglich, was noch vor zwei Jahren als physikalisch unmöglich galt: Flaggschiff-Smartphones mit 10.000 Milliamperestunden Kapazität.

Xiaomi entwickelt bereits ein Top-Modell mit genau dieser Akkugröße, kombiniert mit 100-Watt-Schnellladung. OnePlus zieht mit 9.900 mAh nach. Die Energiedichte verdoppelt sich gegenüber dem 5.000-mAh-Standard der frühen 2020er Jahre – bei gleichem Gehäusevolumen.

Die Konsequenz? Mehrere Tage Laufzeit bei etwa einer Stunde Ladezeit. Die chronische „Akku-Angst” könnte mit der Flaggschiff-Generation 2026 endgültig Geschichte sein.

Sturnus-Trojaner umgeht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die technischen Fortschritte haben eine dunkle Kehrseite: Eine neue Banking-Malware namens „Sturnus” hebelt die Verschlüsselung von WhatsApp, Telegram und Signal aus – allerdings nicht durch Codeknacken, sondern durch simples Bildschirmabfilmen.

Die von ThreatFabric entdeckte Schadsoftware missbraucht Androids Bedienungshilfen, um Bildschirminhalte nach der Entschlüsselung direkt abzugreifen. Zusätzlich legt Sturnus gefälschte Login-Masken über echte Banking-Apps und stiehlt so Zugangsdaten. Aktuelles Ziel: Finanzinstitute in Süd- und Mitteleuropa.

Googles Reaktion: Play Protect blockiere bekannte Versionen automatisch. Doch der Fall zeigt eindrücklich, wie Funktionen für Barrierefreiheit zur Waffe werden können, sobald Nutzer unvorsichtig Berechtigungen erteilen.

Android Auto wird endlich erwachsen

Parallel integriert Google sein KI-Modell Gemini tiefer ins Ökosystem: Seit dem 20. November können Android-Auto-Nutzer komplexe Anfragen während der Fahrt stellen. Die Grenzen zwischen Fahrzeug und Smartphone verschwimmen zusehends.

Das Update vereinheitlicht erstmals Design und Funktionalität der Plattform konsequent. Android Auto fühlt sich endlich wieder wie Android an – ein längst überfälliger Schritt für Googles Ambitionen als universeller digitaler Knotenpunkt.

Was kommt 2026?

Google muss die WLAN-Probleme des Pixel 10 umgehend lösen, sonst wird das Cross-Plattform-Sharing zum PR-Desaster. Gleichzeitig hat der Akku-Wettlauf begonnen: Bringt Xiaomi oder OnePlus Anfang 2026 ein schlankes 10.000-mAh-Smartphone auf den Markt, müssen Samsung und Apple nachziehen.

Für Verbraucher bedeutet das: Die nächste Android-Generation hält länger durch und teilt besser. Doch die wachsende Komplexität fordert mehr Wachsamkeit denn je – Bedrohungen wie Sturnus setzen auf menschliche Unachtsamkeit, nicht auf technische Schwachstellen.

Anzeige

PS: Schützen Sie Ihr Smartphone jetzt, bevor Schadsoftware Konten gefährdet. Der kostenlose Leitfaden zeigt in fünf klaren Schritten, wie Sie gefährliche Berechtigungen erkennen, gefälschte Login-Masken entlarven und automatische Prüfungen einrichten – ideal nach Vorfällen wie Sturnus. Mit praktischer Checkliste und leicht umsetzbaren Maßnahmen können Sie Angriffe deutlich erschweren. Jetzt das kostenlose Android-Sicherheits-Paket anfordern

@ boerse-global.de