Phishing-Welle zielt auf Disney+ und Consorsbank-Kunden
16.01.2026 - 07:29:12Eine neue Phishing-Welle bedroht deutsche Verbraucher. Cyberkriminelle haben es gezielt auf Kunden von Disney+ und der Consorsbank abgesehen. Mit täuschend echten E-Mails versuchen sie, an Zugangsdaten und Finanzinformationen zu gelangen. Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten schlagen Alarm.
Disney+-Abonnenten im Visier: Gefälschte Zahlungserinnerungen
Die Betrüger geben sich als der Streaming-Dienst aus. Unter Betreffzeilen wie „Aktion erforderlich: Zahlungsinformationen prüfen“ täuschen sie Zahlungsprobleme vor. Die E-Mails drohen mit einer Kontosperrung, sollten die Daten nicht umgehend aktualisiert werden. Ein beigefügter Link führt auf eine gefälschte Webseite.
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- Der Köder: Zeitdruck durch angebliche „automatische Abbuchungsversuche“.
- Die Erkennungsmerkmale: Unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse.
- Die offizielle Stellungnahme: Disney+ teilt mit, niemals unaufgefordert nach Passwörtern oder vollständigen Finanzdaten zu fragen.
Consorsbank: Phishing tarnt sich als Sicherheits-Update
Hier nutzen Kriminelle die tatsächliche Umstellung des „SecurePlus“-Verfahrens der Bank als Vorwand. In gefälschten Mails fordern sie eine sofortige Aktualisierung bis zu einem bestimmten Stichtag, um den Online-Banking-Zugang zu erhalten.
- Die Masche: Die Nennung eines echten Verfahrens schafft Glaubwürdigkeit.
- Die Warnzeichen: Fehlerhafte Absender-Domain, Grammatikfehler, Drohungen.
- Der Bankenrat: Die Consorsbank rät, niemals auf Links in solchen E-Mails zu klicken. Verdächtige Nachrichten sollten an die Sicherheitsabteilung gemeldet werden.
So schützen Sie sich vor Phishing-Angriffen
Die Maschen werden professioneller, doch grundlegende Wachsamkeit schützt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt:
- Misstrauen Sie generischem Druck: Drohungen mit Kontosperrung bei sofortigem Handeln sind ein klassisches Alarmsignal.
- Prüfen Sie die Absenderadresse genau: Oft weicht sie nur minimal von der echten Adresse ab.
- Klicken Sie nie auf unerwartete Links: Rufen Sie die Webseite des Dienstes immer manuell im Browser auf oder nutzen Sie die offizielle App.
- Achten Sie auf die Anrede: Seriöse Unternehmen nutzen Ihren vollständigen Namen, keine Floskeln wie „Sehr geehrter Kunde“.
Professionelle Betrüger – ein anhaltender Trend
Die aktuellen Angriffe sind Teil eines wachsenden Trends. Laut BSI nimmt die Zahl der Phishing-Angriffen stetig zu. Die Täter agieren international und nutzen die Bekanntheit großer Marken aus. Experten erwarten eine weitere Zunahme von Angriffen per SMS (Smishing) oder QR-Codes (Quishing).
Der beste Schutz bleibt eine Kombination aus technischer Vorsicht – wie der Nutzung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung – und einem grundsätzlich kritischen Umgang mit unaufgeforderten Nachrichten.


