Phishing-Welle, US-Behörden

Phishing-Welle trifft US-Behörden und Sportfans

09.01.2026 - 20:00:12

Eine neue Angriffswelle mit täuschend echten Betrugsmails zielt auf US-Kommunen und die Fußball-WM 2026 ab. Die Angriffe nutzen KI, um persönliche Daten zu stehlen.

Seit Jahresbeginn rollt eine beispiellose Phishing-Welle durch die USA. Sie trifft zwei scheinbar ungleiche Ziele: Lokalverwaltungen und die Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Betrugsversuche sind so ausgeklügelt wie nie zuvor und nutzen künstliche Intelligenz, um ihre Opfer zu täuschen.

In dieser Woche warnten mehrere US-Städte und Landkreise ihre Bürger vor einer neuen Betrugsmasche. Die Angreifer verschicken E-Mails, die täuschend echt aussehen – als kämen sie vom örtlichen Bau- oder Planungsamt.

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Im Bundesstaat New York etwa meldete der Schuyler County am Donnerstag eine Serie gefälschter Rechnungen. Die Betrüger fordern darin angeblich fällige „Nutzungsgebühren“ für Bauvorhaben und drohen mit Projektverzögerungen. Die Wahl des Zeitpunkts ist kein Zufall: Die Mails treffen gezielt in der ersten Woche des Monats ein, kurz vor den Sitzungen des örtlichen Planungsausschusses.

Ein fast identisches Muster beobachteten die Behörden von South Haven im Bundesstaat Michigan. Auch hier nutzten die Kriminellen echte Namen von Verwaltungsmitarbeitern und kopierten das Stadtlogo täuschend echt. Die geforderten Zahlungswege sind jedoch immer dieselben und höchst verdächtig: Kryptowährungen, Überweisungen oder Geschenkkarten – Methoden, die keine seriöse Behörde je nutzen würde.

Fußball-WM 2026 lockt Cyberkriminelle an

Parallel zu den Angriffen auf Kommunen verdichtet sich die Bedrohungslage rund um das sportliche Großereignis des Jahres. Mit den intensiven Vorbereitungen für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko steigt auch das Interesse der Cyberkriminellen.

Sicherheitsexperten beobachten bereits einen starken Anstieg bei der Registrierung betrügerischer Domains. Diese fälschen offizielle WM-Ticketportale, Fan-Shops oder Wettseiten nach, um an Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen zu gelangen. Einige dieser Domains wurden bereits Jahre im Voraus registriert, um seriös zu wirken.

Die Gefahr geht über reine Betrugsseiten hinaus. Die WM erfordert den Ausbau kritischer Infrastruktur: Neue Überwachungssysteme, Crowd-Control-Software und vernetzte Dienstleistungen vergrößern die Angriffsfläche für Hacker erheblich.

KI macht Betrugsmails fast unerkennbar

Was die aktuelle Angriffswelle so gefährlich macht, ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Zeiten, in denen Phishing-Mails an groben Grammatikfehlern zu erkennen waren, sind vorbei.

Laut einem Bericht von Cybersecurity Insiders vom 7. Januar produzieren Angreifer nun mit KI-Tools fehlerfreie, kontextsensitive Nachrichten. Diese imitieren den Tonfall und Stil bestimmter Behörden oder Marken perfekt. Die präzise Sprache in den gefälschten Rechnungen aus Schuyler County und South Haven deutet darauf hin, dass die Betrüger automatisiert öffentliche Daten wie Sitzungsprotokolle oder Mitarbeiterverzeichnisse auswerten.

Für 2026 prognostizieren Experten eine weitere Eskalation: den vermehrten Einsatz von Deepfake-Technologie. Dabei wird künstlich generierte Audio- oder sogar Videoaufnahmen genutzt, um in Telefonaten vermeintlich Vorgesetzte zu imitieren und so Überweisungen zu autorisieren. Der klassische Ratschlag „Rufen Sie zur Sicherheit nochmal an“ verliert damit an Wirkung.

Warum sind gerade Kommunen und Großevents gefährdet?

Die parallelen Angriffswellen zeigen eine klare Strategie der Cyberkriminellen: Sie setzen auf „ereignisgetriebenen“ Betrug. Ob monatliche Ausschusssitzungen oder eine alle vier Jahre stattfindende WM – die Täter nutzen den Kalender, um bei ihren Opfern psychologischen Druck aufzubauen.

Kommunalverwaltungen sind dabei besonders verwundbar. Während Bundesbehörden und Großkonzerne oft über gut ausgestattete IT-Sicherheitsabteilungen verfügen, arbeiten viele Stadt- und Kreisverwaltungen mit knappen Budgets und Personal. Die Komplexität, vernetzte Systeme gegen KI-gestützte Angriffe zu schützen, überfordert viele lokale IT-Abteilungen.

Die Warnung aus South Haven spricht von einem „bundesweiten“ Phänomen. Dies legt nahe, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um eine koordinierte Kampagne handelt. Die Angreifer durchforsten wahrscheinlich systematisch Websites von Kommunen, um lokal angepasste Phishing-Vorlagen in großem Maßstab zu erstellen.

Was Verbraucher und Behörden jetzt tun können

Für die kommenden Monate sagen Experten eine weitere Zunahme der Betrugsversuche voraus. Die WM wird einen riesigen Strom digitaler Transaktionen, Reisebuchungen und temporärer Infrastruktur mit sich bringen – ein idealer Nährboden für betrügerische Aktivitäten.

Die wirksamste Verteidigung für Verbraucher bleibt ein gesundes Misstrauen. Keine seriöse Behörde oder offizielle Stelle wird je Zahlungen via Kryptowährung, Überweisung oder Geschenkkarten fordern. Bei unsicherer Kommunikation gilt: Immer direkt beim vermeintlichen Absender über einen bekannten, offiziellen Kanal nachfragen.

Für die betroffenen Kommunen wird die Überwachung ihrer eigenen Domains und die Aufklärung der Bürger in den kommenden Monaten entscheidend sein. Die schnellen Warnungen aus Schuyler County und South Haven in dieser Woche zeigen, dass eine rasche und klare Kommunikation mit der Öffentlichkeit das wirksamste Mittel ist, um den Schaden solcher digitaler Täuschungsmanöver zu begrenzen.

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