Phishing-Welle, Bankkunden

Phishing-Welle trifft deutsche Bankkunden mit neuen Tricks

21.01.2026 - 08:13:12

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Angriffswelle mit täuschend echten Mails, die auf Kunden deutscher Banken und Neobroker abzielen. Die Methoden werden raffinierter und setzen auf psychologischen Druck.

Eine neue Angriffswelle hochprofessioneller Phishing-Mails zielt derzeit auf Kunden deutscher Banken und Neobroker ab. Verbraucherschützer warnen vor raffinierteren Methoden, die auf sensible Kontodaten abzielen.

Berlin. Die digitalen Betrüger werden immer dreister: Aktuell sehen sich Kunden von Sparkassen, der Consorsbank, der DKB und des Neobrokers Trade Republic mit einer neuen Welle täuschend echter Phishing-Angriffe konfrontiert. Verbraucherzentralen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben ihre Warnungen verschärft. Die Maschen reichen von gefälschten Kontobestätigungs-E-Mails bis hin zu komplett inszenierten Krypto-Investitionsangeboten auf nachgebauten Nachrichtenportalen.

Gefälschte Dringlichkeit: So bauen die Betrüger Druck auf

Die Angreifer setzen gezielt auf psychologischen Druck. Eine aktuelle Kampagne gegen Trade-Republic-Kunden nutzt den Betreff “Trade Republic: Bestätigung Ihres Kontos notwendig” und droht mit einer Kontosperrung, um eine sofortige Reaktion zu erzwingen. Bei Sparkassen-Kunden werben gefälschte Artikel auf kopierten Nachrichtenseiten für ein nicht existierendes “Bitcoin-Projekt: Sparkasse Invest”. Wer sich darauf einlässt, wird telefonisch kontaktiert und zur Einzahlung auf eine betrügerische Plattform gedrängt.

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Allen Methoden ist gemein: Sie simulieren Dringlichkeit. Ob Systemupdate, auslaufendes Sicherheitszertifikat oder gesetzliche Neuregelung – die Empfänger sollen in Angst versetzt und zu unüberlegten Klicks verleitet werden. Eine neuere Variante ist das sogenannte “Quishing”, bei dem QR-Codes in Nachrichten versendet werden, die direkt auf gefälschte Bankseiten führen.

Fünf Warnsignale, die jede Phishing-Mail verrät

Trotz steigender Professionalität bleiben verräterische Merkmale. Experten nennen klare Erkennungszeichen:

  1. Unpersönliche Anrede: Seriöse Banken sprechen Kunden mit vollem Namen an. “Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde” ist ein Alarmzeichen.
  2. Falsche Absenderadresse: Oft weicht die E-Mail-Adresse nur minimal von der echten Bankdomain ab (z.B. “sparkasse.de” statt “sparkasse.de”).
  3. Eingebaute Links zu unbekannten Domains: Der Mauszeiger über dem Link zeigt oft eine fremde Webadresse.
  4. Drohungen und ultimative Fristen: Keine seriöse Bank droht mit sofortiger Kontosperrung per E-Mail.
  5. Sprachliche Fehler: Trotz besserer Übersetzungstools tauchen oft noch Grammatik- oder Stilfehler auf.

Der beste Schutz: Skepsis und grundlegende Regeln

Die effektivste Verteidigung liegt beim Nutzer. Die wichtigste Regel lautet: Nie auf Links in unerwarteten Mails klicken, die Bankdaten abfragen. Finanzinstitute fordern Passwörter, PINs oder TANs niemals per E-Mail an.

Stattdessen sollte man die Banking-Webseite immer manuell im Browser aufrufen oder die offizielle App des Instituts nutzen. Eine sichere Verbindung ist am “https://” und dem Schloss-Symbol erkennbar. Die Kombination aus starken, einzigartigen Passwörtern und der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), die bei den meisten Banken Standard ist, bildet eine entscheidende Hürde für Betrüger.

Verdächtige Nachrichten sollten Nutzer unbeantwortet löschen oder an die Meldeadresse der Verbraucherzentrale weiterleiten. Bei jedem Zweifel gilt: Sofort die eigene Bank kontaktieren.

KI und Deepfakes: Die nächste Stufe der Bedrohung

Die aktuelle Welle zeigt, wie schnell sich Cyberkriminalität weiterentwickelt. Experten warnen vor der nächsten Stufe: dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Diese könnte künftig Phishing-Mails perfekt individualisieren und sogar Sprach- oder Video-Deepfakes generieren, um Telefonanrufe von vermeintlichen Bankberatern vorzutäuschen.

Umso wichtiger bleibt die Aufklärung durch BSI und Verbraucherzentralen. In einer Zeit, in der die digitale Kommunikation zunimmt, ist die gesunde Skepsis des Nutzers die letzte und wichtigste Verteidigungslinie.

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