Phishing-Welle, Systemmigration

Phishing-Welle nutzt angebliche Systemmigration 2026 aus

30.01.2026 - 06:33:12

Cyberkriminelle nutzen eine gefälschte Systemumstellung als Vorwand, um über E-Mails und SMS an sensible Bankdaten zu gelangen. Experten warnen vor der professionellen Taktik.

Eine neue, raffinierte Phishing-Kampagne zielt gezielt auf deutsche Bankkunden ab. Unter dem Vorwand einer dringenden „Systemmigration 2026“ versuchen Kriminelle, an sensible Zugangsdaten zu gelangen. Die täuschend echten Nachrichten setzen auf psychologischen Druck und stellen eine akute Gefahr dar.

Frankfurt, 30. Januar 2026 – Die digitale Bedrohungslandschaft hat eine neue Masche hervorgebracht. Aktuell versenden Cyberkriminelle massenhaft Phishing-E-Mails, die eine unumgängliche Systemumstellung für 2026 ankündigen. Ihr Ziel: die Online-Banking-Daten ihrer Opfer. Führende Finanzinstitute wie die Deutsche Bank haben bereits vor dieser gezielten Angriffswelle gewarnt. Die Taktik ist Teil eines besorgniserregenden Trends, bei dem Betrüger immer häufiger auf Social Engineering und KI-gestützte Methoden setzen, um ihre Attacken glaubwürdiger zu machen.

Die Angreifer nutzen geschickt aus, dass IT-Migrationen im Geschäftsalltag üblich sind. Die langfristige Planung bis ins Jahr 2026 soll Seriosität vortäuschen. Doch Experten warnen: Solche Angriffe sind oft nur der erste Schritt. Mit gestohlenen Identitäten können Kriminelle unautorisierte Überweisungen tätigen – mit erheblichen finanziellen Schäden für die Betroffenen.

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So funktioniert die „Systemmigrations“-Falle

Die Masche ist simpel, aber wirkungsvoll. Kunden erhalten eine E-Mail, die angeblich von ihrer Hausbank stammt. Darin wird vor einer bevorstehenden „Systemmigration 2026“ gewarnt. Um eine Kontosperrung oder den Zugriffsverlust zu vermeiden, sollen die Empfänger ihre Teilnahme oder Daten „sofort“ über einen beigefügten Link bestätigen.

Dieser Link führt jedoch nicht zur echten Bank-Website, sondern auf eine täuschend echte Phishing-Seite. Dort eingegebene Login-Daten, PINs und TANs landen direkt bei den Kriminellen. Typisch für diese Betrugsversuche sind unpersönliche Anreden, das Erzeugen von akutem Zeitdruck und die Androhung negativer Konsequenzen. Bereits Ende 2025 war eine ähnliche Masche bei Volksbank-Kunden aufgetaucht, damals unter dem Betreff „Informationen für 2026“.

Neben E-Mails setzen die Täter vermehrt auf Smishing – also Phishing per SMS. Diese Kurznachrichten sind besonders tückisch, da Nutzer auf Smartphones Links oft unkritischer folgen und schneller handeln.

Phishing bleibt Top-Bedrohung im Jahr 2026

Die aktuelle Kampagne ist kein Einzelfall, sondern spiegelt die allgemeine Cybersicherheitslage wider. Phishing bleibt einer der dominanten Angriffsvektoren. Die Kriminellen nutzen fortschrittliche Techniken, um Abwehrmaßnahmen zu umgehen. Dazu gehört der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um personalisierte, fehlerfreie Nachrichten zu generieren, die von echten Benachrichtigungen kaum zu unterscheiden sind.

Experten stellen fest, dass Identitätsdiebstahl klassische Malware als primären Angriffsweg abgelöst hat. Sind die Täter erst im Besitz gültiger Zugangsdaten, können sie sich oft wochenlang unbemerkt in Systemen bewegen. Die zunehmende Digitalisierung schafft eine immer größere Angriffsfläche, die systematisch ausgenutzt wird. Die IT-Sicherheitslage in Deutschland bleibt daher angespannt.

So können Sie sich schützen

Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten raten zu erhöhter Wachsamkeit. Die goldene Regel: Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen E-Mails oder SMS, die zur Eingabe von Zugangsdaten auffordern. Rufen Sie die Website Ihrer Bank stattdessen immer manuell im Browser auf oder nutzen Sie die offizielle Banking-App.

Wichtige Schutzmaßnahmen im Überblick:

  • Absender prüfen: Fahren Sie mit der Maus über den Absendernamen. Weicht die E-Mail-Adresse von der offiziellen Bank-Domain ab, handelt es sich um Betrug.
  • Keinen Druck akzeptieren: Seriöse Banken setzen ihre Kunden nicht per E-Mail unter kurzfristigen Druck oder drohen mit sofortiger Kontosperrung.
  • Auf Anreden achten: Formulierungen wie „Sehr geehrter Kunde“ sind ein Warnsignal, auch wenn Angriffe immer personalisierter werden.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Aktivieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), wo immer möglich. Sie bietet eine entscheidende zusätzliche Sicherheitsebene.
  • Im Zweifel nachfragen: Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Bank über die offiziell bekannten Kanäle – niemals über Kontakte in der verdächtigen E-Mail.

Für Unternehmen ist die regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter für Social-Engineering-Taktiken unerlässlich. Technische Maßnahmen wie fortschrittliche E-Mail-Filter und die konsequente Umsetzung von Sicherheitsstandards wie DMARC, SPF und DKIM können das Risiko zusätzlich minimieren.

Die „Systemmigration 2026“-Masche zeigt: Cyberkriminelle professionalisieren ihre Methoden ständig. Die Kombination aus psychologischer Manipulation und technischer Raffinesse bleibt eine zentrale Herausforderung. Die Fähigkeit, Angriffe nicht nur abzuwehren, sondern ihre Auswirkungen schnell zu bewältigen – die sogenannte Cyber-Resilienz – wird immer entscheidender. Es ist zu erwarten, dass Betrüger auch künftig aktuelle Themen und regulatorische Änderungen als Vorwand für ihre Kampagnen nutzen werden.

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