Phishing-Welle, Betrüger

Phishing-Welle: Betrüger fälschen Ticket-Websites für Touristen

23.01.2026 - 16:41:12

Betrüger nutzen täuschend echte Websites für Sehenswürdigkeiten, um Reisende abzuzocken. Verbraucherschützer warnen vor überteuerten oder wertlosen Tickets und geben Tipps zur Erkennung.

Eine neue Phishing-Welle zielt auf Touristen, die online Eintrittskarten kaufen. Betrüger erstellen täuschend echte Websites für beliebte Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn, den Eiffelturm oder das Kolosseum. Verbraucherschützer warnen heute vor den gefälschten Portalen, die überteuerte oder wertlose Tickets verkaufen.

So tricksen die Betrüger ihre Opfer aus

Die Methoden sind raffinierter geworden. Die gefälschten Seiten kopieren Design, Logo und Namen der offiziellen Verkaufsportale fast perfekt. Durch Suchmaschinenoptimierung und bezahlte Werbung platzen sie in den Suchergebnissen oft vor den echten Seiten.

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Doch was steckt dahinter? Manche unseriösen Anbieter verkaufen echte Tickets – aber zu horrenden Aufschlägen. In schlimmeren Fällen erhalten Kunden nach der Vorauszahlung gar nichts oder gefälschte QR-Codes. Die Kontaktadressen sind oft anonym, eine Rückerstattung ausgeschlossen.

Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Wie erkennt man die Fälschung? Der erste Blick sollte auf die Webadresse fallen. Oft verraten kleine Abweichungen wie zusätzliche Bindestriche oder Wörter den Betrug. Ein fehlendes, unvollständiges oder nicht nachprüfbares Impressum ist ein klares Alarmzeichen.

Weitere rote Flaggen sind:
* Zahlungsmethoden: Vorsicht bei ausschließlicher Vorauskasse per Überweisung. Seriöse Anbieter bieten sichere Optionen wie Kreditkarte oder PayPal.
* Sprachliche Mängel: Rechtschreibfehler und holprige Formulierungen deuten auf unseriöse Anbieter hin.
* Druckmittel: “Nur heute zum Sonderpreis” – solche Lockangebote sollen zu schnellen, unüberlegten Käufen verleiten.

Der sicherste Weg führt immer direkt zur offiziellen Website der Sehenswürdigkeit oder eines bekannten, verifizierten Partners.

Schnelles Handeln nach einem Betrug ist entscheidend

Sind Sie auf eine gefälschte Seite hereingefallen? Dann sollten Sie sofort handeln. Informieren Sie Ihre Bank oder Ihr Kreditkarteninstitut, um die Zahlung zu stoppen und die Karte gegebenenfalls sperren zu lassen. Erstatten Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei.

Die Meldung der betrügerischen Seite an Plattformen wie “Watchlist Internet” hilft, andere Nutzer zu warnen. Die Verfolgung der Täter gestaltet sich oft schwierig, da sie international agieren und ihre Spuren im Netz gut verwischen.

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