Phishing-Betrüger, Spenden-Lockvögel

Phishing-Betrüger nutzen Spenden-Lockvögel und KI-Fälschungen

17.01.2026 - 23:01:12

Cyberkriminelle nutzen KI und Deepfakes für raffinierte Betrugsangriffe über Messenger und gefälschte Spendenseiten. Experten warnen vor personalisierten Maschen, die schwer zu erkennen sind.

Eine neue Woche raffinierter Phishing-Angriffe überflutet Smartphones. Cyberkriminelle ködern Nutzer mit fingierten Großspenden und gefälschten Hilfsorganisationen, um an sensible Daten zu gelangen. Experten warnen vor der wachsenden Gefahr durch KI-gestützte Betrugsmaschen.

Die Angriffe markieren einen gefährlichen Wandel: Cyberbetrug entwickelt sich zur allgegenwärtigen globalen Bedrohung. Ein aktueller Bericht des Weltwirtschaftsforums bestätigt, dass künstliche Intelligenz die Fähigkeiten der Betrüger massiv verstärkt. Die Angriffe wirken dadurch überzeugender und sind schwerer zu erkennen. Diese neue Generation von Scams setzt nicht mehr auf generische Warnungen, sondern nutzt personalisierte, psychologisch geschickte Tricks. Sie missbraucht das Vertrauen der Öffentlichkeit in wohltätige Zwecke und die Verlockung unerwarteter Geldgeschenke.

Die Anatomie eines modernen Phishing-Angriffs

Die neuen Betrugsmaschen zeichnen sich durch ihre wachsende Raffinesse und ihren Multi-Plattform-Ansatz. Die Täter verlassen sich nicht länger auf schlecht formulierte E-Mails. Stattdessen verfassen sie glaubwürdige Nachrichten, die über beliebte Kanäle wie WhatsApp und SMS verbreitet werden – oft scheinbar von vertrauenswürdigen Absendern.

Eine dokumentierte Taktik: Kriminelle geben sich als Hilfsorganisationen aus, um Schadsoftware zu verteilen. Ukrainische Cybersicherheitsbehörden deckten kürzlich eine Kampagne auf, bei der Angreifer legitim wirkende Telefonnummern und Messenger nutzten. Sie lenkten Opfer auf gefälschte Spendenseiten. Diese betrügerischen Websites brachten Nutzer dazu, bösartige Dateien herunterzuladen, die als Dokumente getarnt waren. Die Malware verschaffte Hackern schließlich Zugriff auf die Geräte.

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Ein weiterer alarmierender Trend ist der Einsatz KI-generierter Deepfakes. Diese täuschend echten gefälschten Videos imitieren vertraute Persönlichkeiten wie bekannte Pastoren oder religiöse Führer, um spenden zu erschleichen. Die Fakes zirkulieren in sozialen Medien und nutzen das Vertrauen der Gemeindemitglieder aus, um Gelder abzuschöpfen. Diese Methode ist besonders perfide, da sie den guten Willen der Spender ausnutzt, die an eine legitime Sache glauben.

Offizielle Warnungen und die Taktik der Täuschung

Behörden warnen davor, dass diese Betrugsmaschen darauf abzielen, Dringlichkeit oder Neugier zu erzeugen. Eine gängige Strategie ist eine Nachricht über einen großen Preis oder eine Belohnung, für deren Erhalt man einen Link anklicken muss. Cybercrime-Behörden in Regionen wie Hyderabad warnen: Diese Links, oft als Festtagsgrüße oder Sonderangebote getarnt, können Spyware oder Malware unbemerkt auf dem Telefon installieren. Die Schadsoftware kann dann sensible Daten abgreifen – Bankverbindungen, Einmalkennwörter und Kontaktlisten.

Der Anti-Kriminalitäts-Aktivist Yusuf Abramjee warnt, die Methoden der Kriminellen würden immer verzweifelter und ausgeklügelter. Der Rat ist eindeutig: Klicken Sie niemals auf Links aus unbekannten oder unerwarteten Nachrichten. Dies könnte Hackern den Zugriff auf Ihr Telefon und Ihre Bankkonten ermöglichen. Besonders ältere Menschen gelten als gefährdete Zielgruppe für diese Betrugsschemata.

Das große Bild: KI als zweischneidiges Schwert

Die Zunahme dieser Scams ist Teil eines globalen Trend. Der „Global Cybersecurity Outlook“-Bericht 2026 des Weltwirtschaftsforums, erstellt mit Accenture, identifiziert Cyberbetrug als Top-Sorge. Er hat sogar Ransomware in den Augen vieler Wirtschaftsführer überholt. Der Bericht unterstreicht, dass KI ein zweischneidiges Schwert ist: Sie verstärkt sowohl die offensiven Fähigkeiten der Kriminellen als auch die defensiven Werkzeuge der Sicherheitsexperten.

Phishing bleibt ein primärer Angriffsvektor. Schätzungen zufolge sind fast 1,2 Prozent aller versendeten E-Mails bösartig – das sind Milliarden von Phishing-Versuchen täglich. Die aktuelle Welle von „Spenden“- und Hochwertpreis-Betrügereien nutzt Social Engineering aus. Sie spielt mit menschlichem Vertrauen und Emotionen. Cyberkriminelle wissen: Menschen vertrauen einer Nachricht, die scheinbar von einer Wohltätigkeitsorganisation oder einer religiösen Figur stammt, eher als einer von einem unbekannten Unternehmen.

So schützen Sie sich vor der nächsten Angriffswelle

Da die Betrüger weiter innovieren, müssen Smartphone-Nutzer ihre Wachsamkeit erhöhen. Es wird erwartet, dass KI-gesteuerte Phishing-Angriffe noch personalisierter und schwerer von legitimer Kommunikation zu unterscheiden werden. Der Einsatz von Deepfake-Technologie in Betrugsmaschen dürfte ebenfalls zunehmen – künftig vielleicht zur Imitation von Freunden oder Familienmitgliedern.

Experten empfehlen zum Schutz:
* Seien Sie skeptisch: Seien Sie bei allen unerwarteten Nachrichten vorsichtig, besonders bei Versprechen großer Geldsummen oder Spendenaufrufen.
* Klicken Sie nicht auf verdächtige Links: Laden Sie keine Anhänge von unbekannten Absendern herunter. So wird Malware typischerweise installiert.
* Prüfen Sie die Quelle: Kontaktieren Sie eine Organisation bei Verdacht über deren offizielle Website – nicht über die Kontaktdaten in der verdächtigen Nachricht.
* Nutzen Sie Sicherheitstools: Verwenden Sie Mobilfunk-Sicherheitssoftware, die Spam- oder bösartige Nummern erkennen und blockieren kann.
* Melden Sie Betrugsversuche: Leiten Sie Betrugs-SMS an die 7726 (SPAM) weiter, um Mobilfunkanbieter bei der Sperrung zu unterstützen. Erstatten Sie Anzeige bei den zuständigen Behörden.

Informiert zu bleiben und eine gesunde Portion Skepsis zu bewahren ist die wirksamste Verteidigung gegen die steigende Flut raffinierter Mobile-Phishing-Angriffe.

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