Phishing-Alarm, Blick

Phishing-Alarm: Warum der Blick auf den Absender nicht mehr reicht

28.01.2026 - 22:56:12

Betrüger fälschen vertraute Absendernamen in E-Mails, während die echte Adresse versteckt bleibt. Experten raten zur Prüfung der vollständigen Absenderinformation als wichtigsten Schutzschritt.

Die perfideste Phishing-Methode des Jahres 2026 tarnt sich hinter vertrauten Namen. Experten warnen: Ein kurzer Blick auf den Absender reicht längst nicht mehr aus, um sich vor Betrug zu schützen. Die wahre Gefahr verbirgt sich in der versteckten E-Mail-Adresse.

Die Bedrohungslage hat sich in diesem Jahr dramatisch verschärft. Kriminelle nutzen zunehmend KI-gestützte Angriffe, um ihre Phishing-Mails fehlerfrei und überzeugend zu gestalten. Diese Nachrichten imitieren täuschend echt die Kommunikation von Banken, Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Cloud-Anbietern. Sie nutzen gezielt Alltagssorgen – einen vollen Speicher oder angebliche Sicherheitsupdates – als Vorwand, um Opfer unter Druck zu setzen. Die zentrale Botschaft lautet daher: Misstrauen ist die erste Schutzpflicht.

So funktioniert die Absender-Täuschung

Die technische Umsetzung ist für Betrüger einfach, für Nutzer jedoch schwer zu durchschauen. In den meisten E-Mail-Programmen wird standardmäßig nur der „Anzeigename“ wie „Kundenservice Ihrer Bank“ angezeigt. Die tatsächliche Absenderadresse bleibt verborgen. Kriminelle fälschen diesen Namen beliebig, während die echte Adresse oft eine kryptische Zeichenfolge ist, die nichts mit dem vorgeblichen Unternehmen zu tun hat.

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Wie enttarnt man die Fälschung? Bewegen Sie den Mauszeiger über den Anzeigenamen – ohne zu klicken. In vielen Programmen erscheint dann die vollständige Absenderadresse. Weicht diese vom erwarteten Format ab oder enthält sie seltsame Domains, ist das ein klares Alarmsignal. Verbraucherzentralen weisen in ihrem „Phishing-Radar“ regelmäßig auf diese Methode hin.

Aktuelle Angriffswellen: DKB, PayPal und Google im Visier

Die Dringlichkeit wird durch aktuelle Kampagnen unterstrichen. Die Verbraucherzentrale warnte am 28. Januar 2026 vor betrügerischen Mails, die angeblich von der DKB Bank stammen und unter dem Vorwand „deutscher Verifizierungsrichtlinien“ zur Konto-Aktualisierung auffordern.

Parallel zielen Attacken auf Kunden von PayPal ab. Hier bauen Betrüger mit kurzen Fristen und der Androhung von Kontosperrungen massiven Druck auf. Eine besonders perfide Masche nutzt sogar legitime Google-Adressen wie „no-reply@accounts.google.com“ für ihre Angriffe und untergräbt so das Vertrauen in eigentlich sichere Absender.

Auch Cloud-Nutzer werden attackiert: E-Mails mit dem Betreff „Letzte Warnung“ behaupten, der Speicher sei voll, um an Login-Daten zu gelangen. In allen Fällen ist die kritische Prüfung der Absenderinformationen der entscheidende Schutzschritt.

Experten-Tipps: So wehren Sie sich effektiv

Neben der Absenderprüfung raten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherschützer zu klaren Regeln:
* Nie auf Links in verdächtigen Mails klicken, die zur Eingabe von Passwörtern oder TANs auffordern.
* Die Webseite des Anbieters immer manuell im Browser aufrufen oder die offizielle App nutzen.
* Auf Warnsignale achten: unpersönliche Anrede, künstlich erzeugte Dringlichkeit, Drohungen.

Verdächtige E-Mails gehören unbeantwortet in den Spam-Ordner, der Absender sollte blockiert werden. Bei Unsicherheit können Nutzer die Mail an ihre Verbraucherzentrale weiterleiten, die solche Fälle auswertet und öffentlich warnt.

Die Zukunft: KI macht Phishing noch gefährlicher

Die Bedrohung wird weiter zunehmen. Experten prognostizieren für 2026 Angriffe, bei denen KI nicht nur Texte optimiert, sondern personalisierte Inhalte in Echtzeit generiert. Das stellt Nutzer und Sicherheitssysteme vor immense Herausforderungen.

Für Verbraucher bedeutet das: Wachsamkeit und gesunde Skepsis sind wichtiger denn je. Die einfache Gewohnheit, die versteckte Absenderadresse zu prüfen, bleibt eine starke erste Verteidigungslinie. Unternehmen sind gefordert, ihre E-Mail-Sicherheitssysteme zu verbessern und den Missbrauch ihrer Marken zu erschweren.

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