Pflanzendrinks: Nährwert-Check zeigt große Unterschiede
01.02.2026 - 22:22:11Der Markt für pflanzliche Milchalternativen boomt, doch ihr Nährwertprofil variiert extrem. Verbraucher müssen genau hinschauen, um die gesündeste Wahl zu treffen.
Die Regale sind voll mit Hafer-, Soja- und Mandeldrinks. Die Gründe für den Umstieg sind vielfältig: Umwelt, Ethik oder Laktoseintoleranz. Doch Experten warnen: Nicht jeder Pflanzendrink ist ein vollwertiger Ersatz für Kuhmilch. Wer Nährstofflücken vermeiden will, muss bewusst auswählen.
Soja, Hafer, Mandel: Wer liefert was?
Die Basis-Zutat entscheidet über Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Ein direkter Vergleich mit Kuhmilch ist kaum möglich.
Sojadrinks gelten als ernährungsphysiologisch robusteste Alternative. Ihr Proteingehalt von 3 bis 3,5 Gramm pro 100 Milliliter kommt der Kuhmilch am nächsten. Das Sojaprotein liefert zudem alle essentiellen Aminosäuren.
Haferdrinks machen über die Hälfte des Marktumsatzes aus. Sie punkten mit einem süßlichen Geschmack und Ballaststoffen. Ihr Proteingehalt ist jedoch deutlich geringer. Vorsicht ist beim Zuckergehalt geboten, der auch ohne Zuckerzusatz durch die Verarbeitung entstehen kann.
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Mandeldrinks sind oft kalorienarm, enthalten aber kaum Protein (meist unter 1g/100ml). Für Allergiker können sie eine Option sein. Ökologisch steht der hohe Wasserverbrauch beim Mandelanbau in der Kritik.
Der Trick mit den zugesetzten Nährstoffen
Kuhmilch liefert von Natur aus Kalzium, Vitamin B2 und B12. Pflanzendrinks enthalten diese Nährstoffe kaum. Wer komplett ersetzt, sollte daher zu angereicherten Produkten greifen.
- Konventionelle Drinks sind häufig mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert.
- Bio-Produkte dürfen laut EU-Verordnung oft keine Vitamine zugesetzt bekommen.
Besonders für Veganer ist das fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommende Vitamin B12 kritisch. Angereicherte Drinks können hier die Zufuhr sichern.
Die versteckte Zuckerfalle
„Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht zuckerfrei. Vor allem Reis- und Haferdrinks können von Natur aus viel Zucker enthalten. Ein Blick auf die Nährwerttabelle („davon Zucker“) ist Pflicht.
Gesüßte Varianten wie Vanille- oder Kakaodrinks schneiden hier oft deutlich schlechter ab als die Naturversionen. Viele Produkte enthalten zudem Zusätze wie Stabilisatoren oder Emulgatoren für Textur und Haltbarkeit.
Ein Milliardenmarkt im Wandel
Der Markt für Milchalternativen wächst rasant. Prognosen sehen für Deutschland bis 2029 ein Volumen von über 2,5 Milliarden US-Dollar. Getrieben wird das von einem neuen Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Pflanzendrinks haben meist eine bessere Ökobilanz als Kuhmilch. Sie verursachen weniger Treibhausgase und brauchen weniger Land. Verbraucherschützer kritisieren jedoch die steuerliche Benachteiligung: Für die meisten pflanzlichen Alternativen fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an, für Kuhmilch nur 7 Prozent.
Was kommt als Nächstes?
Neue Rohstoffe wie Erbsen-, Lupinen- oder Hanfprotein drängen auf den Markt. Sie versprechen oft ein besseres Nährwertprofil mit mehr Protein. Der Trend geht zu kürzeren Zutatenlisten und einem volleren Geschmack.
Für Verbraucher bedeutet die Vielfalt mehr Auswahl – und mehr Verantwortung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät bei pflanzenbasierter Ernährung zu angereicherten Produkten. Der Schlüssel bleibt die Fähigkeit, Nährwerttabellen kritisch zu lesen.
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