Pflanzendrinks können zu gefährlichem Jodmangel führen
18.01.2026 - 19:09:12Pflanzliche Milchalternativen wie Hafer- oder Sojadrinks bergen ein unterschätztes Gesundheitsrisiko: Sie können zu einem weit verbreiteten Jodmangel beitragen. Experten warnen vor erheblichen Risiken für die kognitive Entwicklung von Kindern und die Gesundheit Schwangerer.
Der Boom der pflanzlichen Drinks ist unübersehbar. Immer mehr Menschen ersetzen Kuhmilch aus ethischen oder ökologischen Gründen. Doch während Kuhmilch eine Haupt-Jodquelle in Deutschland ist, enthalten die meisten Alternativen von Natur aus kaum dieses Spurenelement.
Kuhmilch ist hierzulande eine wichtige Jodquelle, vor allem weil Tierfutter angereichert wird. Pflanzendrinks aus Hafer, Mandeln oder Soja besitzen diese Eigenschaft nicht. Ohne gezielte Anreicherung sind sie praktisch jodfrei.
Eine Analyse der Verbraucherzentrale zeigt: Nur ein kleiner Teil der konventionellen Pflanzendrinks ist mit Jod angereichert. Bei Bio-Produkten ist eine Anreicherung aufgrund der EU-Bio-Verordnung sogar generell nicht erlaubt. Wer Kuhmilch komplett ersetzt, kann so unbemerkt in einen Mangelzustand geraten.
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Kognitive Entwicklung in Gefahr
Jod ist essenziell für die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Diese steuern den Stoffwechsel und sind vor allem für die Gehirnentwicklung kritisch. Ein Mangel kann in jedem Alter zu Problemen führen – von Müdigkeit bis zur Kropfbildung.
Besonders verheerend sind die Folgen in sensiblen Phasen:
* Ein Mangel während der Schwangerschaft kann die neurologische Entwicklung des Fötus irreversibel schädigen.
* Studien deuten darauf hin, dass selbst ein milder Mangel der Mutter zu einem niedrigeren IQ beim Kind führen kann.
* Auch bei Kleinkindern und Jugendlichen kann eine unzureichende Versorgung die kognitive Leistung beeinträchtigen.
Wer besonders aufpassen muss
Die Jodversorgung in Deutschland gilt insgesamt als nicht optimal. Bestimmte Gruppen sind besonders gefährdet:
- Schwangere und Stillende: Ihr Jodbedarf ist stark erhöht. Oft wird eine zusätzliche Supplementierung empfohlen.
- Säuglinge und Kleinkinder: In dieser Phase rascher Gehirnentwicklung ist Jod entscheidend. Pflanzendrinks als Milchersatz ohne ärztliche Begleitung werden kritisch gesehen.
- Veganer und Personen mit Milcheiweißallergie: Sie verzichten auf wichtige natürliche Jodquellen wie Milch und Seefisch.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont: Wer Kuhmilch meidet, muss gezielt auf Jod, Kalzium und bestimmte B-Vitamine achten.
Was Verbraucher jetzt tun können
Gesundheitsexperten fordern mehr Aufklärung und eine standardisierte Anreicherung pflanzlicher Alternativen. Bis dahin liegt die Verantwortung bei den Verbrauchern.
Es wird empfohlen:
* Beim Kauf von Pflanzendrinks auf die Nährwerttabelle zu achten und gezielt jodangereicherte Produkte zu wählen.
* Konsequent jodiertes Speisesalz im Haushalt zu verwenden.
* Regelmäßig Meeresfisch oder Algen mit moderatem Jodgehalt zu verzehren.
Risikogruppen sollten ihre Jodversorgung ärztlich überprüfen lassen, um langfristige Schäden zu vermeiden.


