Pflanzendrinks, Gesundheit

Pflanzendrinks: Gesundheit schlägt Tierwohl als Kaufgrund

11.01.2026 - 18:22:12

Gesundheitliche Motive sind laut einer neuen Studie der Hauptgrund für den Kauf von Hafer- oder Sojadrinks, noch vor Tierwohl. Verbraucher achten stark auf Geschmack und sind bereit, für angereicherte Nährstoffe mehr zu bezahlen.

Gesundheit hat Tierwohl als Hauptgrund für den Kauf pflanzlicher Milchalternativen überholt. Das zeigt eine neue repräsentative Studie von Danone und dem Marktforschungsinstitut INNOFACT. Fast die Hälfte der Konsumenten nennt demnach persönliche Gesundheitsvorteile als primäres Motiv.

Gesundheit dominiert die Einkaufsentscheidung

Knapp 50 Prozent der Befragten geben an, dass gesundheitliche Aspekte ihr Hauptgrund für den Griff zu Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks sind. Das Tierwohl folgt mit 46 Prozent auf Platz zwei. Die Daten markieren einen klaren Wandel: Der pragmatische, eigennützige Nutzen verdrängt das altruistische Motiv.

Marktbeobachter werten dies als Zeichen der Mainstreamisierung. Während frühe Adoptoren oft aus Überzeugung handelten, integriert die breite Masse die Produkte heute in den Alltag, um konkrete Gesundheitsziele zu erreichen. Besonders bei jüngeren Erwachsenen und Familien ist der Trend stark – hier nutzen über 56 Prozent Pflanzendrinks.

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Geschmack und Konsistenz sind unverhandelbar

Trotz der Gesundheitsmotivation entscheiden am Regal pragmatische Kriterien. Für die überwältigende Mehrheit sind Geschmack (84 Prozent) und Konsistenz (74 Prozent) die Basisfaktoren. Stimmt das sensorische Erlebnis nicht, bleibt der Wiederkauf aus.

Diese Kriterien sind zugleich die größten Barrieren für Nicht-Käufer. 54 Prozent der Ablehnenden begründen dies mit geschmacklichen Vorbehalten. Auch der Preis spielt eine zentrale Rolle: Für 72 Prozent ist das Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend. Die Toleranz für „getreidige“ oder wässrige Texturen ist heute deutlich geringer.

Hohe Zahlungsbereitschaft für Nährstoff-Boost

Ein klares Signal senden Verbraucher bei der Nährstoffanreicherung, der Fortifizierung. Drei Viertel (75 Prozent) sind bereit, für Produkte mit extra Calcium oder Vitaminen mehr zu zahlen. Das zeigt die wachsende Sorge um eine adäquate Nährstoffversorgung bei flexitarischer Ernährung.

Dennoch klaffen Wissenslücken: Nur 22 Prozent achten aktiv auf den Jodgehalt in ihren Drinks. Die hohe Zahlungsbereitschaft bestätigt, dass Gesundheit zum konkreten Werttreiber geworden ist, den Hersteller monetarisieren können.

Breite Forderung nach steuerlicher Gleichstellung

Ein Dauerstreitthema bleibt die Mehrwertsteuer. Während Kuhmilch mit 7 Prozent besteuert wird, zahlen Verbraucher für pflanzliche Alternativen oft 19 Prozent. Die Studie zeigt breiten Unmut: 61 Prozent der Bundesbürger fordern eine Absenkung auf den ermäßigten Satz.

Die Forderung findet Unterstützung weit über die Kerngruppe hinaus. Für 17 Prozent der Nicht-Verwender wäre eine Preissenkung ein direkter Anreiz zum ersten Probieren. Verbraucherschützer argumentieren, die aktuelle Regelung benachteilige einkommensschwache Haushalte und sei klimapolitisch kontraproduktiv.

Markt reift und differenziert sich

Die Ergebnisse bestätigen einen längerfristigen Trend, der sich bereits im Ernährungsreport 2025 andeutete. Die wachsende Gruppe der Flexitarier ist weniger dogmatisch, aber anspruchsvoller bei Nährwerten und Geschmack.

Branchenanalysten sehen darin eine Reifung des Marktes. Zählen früher emotionale Bilder, dominiert heute die „Hard Currency“ der Nährwerttabelle. Der Markt spaltet sich in „Basic“-Produkte für den Kaffee und „High-Performance“-Drinks für die bewusste Ernährung. Reine Hafer-Wasser-Gemische ohne Zusatznutzen dürften es künftig schwerer haben.

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