Pestizid-Alarm: Diese Winter-Früchte belasten Ihre Vorsätze
08.01.2026 - 20:23:12Frische Erdbeeren und Trauben im Januar bergen oft einen unsichtbaren Chemie-Cocktail. Verbraucherschützer warnen aktuell vor hohen Pestizidrückständen in frühen Importen und konventionellen Zitrusfrüchten. Wer jetzt mit gesunden Vorsätzen einkauft, sollte genau hinschauen.
Warum Winter-Erdbeeren zum Risiko werden
Die leuchtend roten Früchte aus Spanien oder Nordafrika sind im Januar besonders belastet. Auf den langen Transportwegen und in den großen Monokulturen kommen massive Chemikalien-Cocktails zum Einsatz. Analysen der letzten Jahre zeigen einen besorgniserregenden Trend: In einer Probe finden sich oft ein Dutzend verschiedener Wirkstoffe.
Experten sprechen vom „Cocktail-Effekt“. Zwar werden einzelne Grenzwerte oft eingehalten, doch die Wechselwirkung der Stoffe im Körper ist kaum erforscht. Besonders Fungizide wie Fludioxonil sind häufig in den Importen zu finden. Da Erdbeeren nicht geschält werden können, rät die Verbraucherzentrale: Finger weg von konventionellen Januar-Erdbeeren.
Zitrusfrüchte: Die Täuschung mit der Schale
Orangen und Mandarinen gelten als Vitamin-Booster – doch das Problem steckt in der Schale. Konservierungsstoffe wie Thiabendazol werden nach der Ernte aufgesprüht, um Fäulnis zu verhindern. Die Kennzeichnung „Schale nach der Ernte unbehandelt“ schafft dabei eine trügerische Sicherheit.
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Sie bedeutet nur, dass nach der Ernte nichts mehr aufgetragen wurde. Welche Pestizide während des Anbaus eingesetzt wurden, verrät sie nicht. Wer die Schale von konventionellen Früchten abreibt oder Kinder sie schälen lässt, riskiert eine Übertragung der Chemikalien. Der klare Rat: Hände nach dem Schälen waschen. Für Zesten nur Bio-Ware verwenden.
Trauben und Exoten: Die lange Reise hat ihren Preis
Auch Tafeltrauben aus Peru oder Südafrika stehen im Fokus. Um die lange Reise zu überstehen, ist der Pestizideinsatz hier Regel, nicht Ausnahme. Das CVUA Stuttgart identifizierte Trauben in der Vergangenheit als Spitzenreiter bei Mehrfachrückständen.
Bei Exoten wie Granatäpfeln oder Mangos sieht es ähnlich aus. Zwar bietet das dicke Fruchtfleisch einen besseren Schutz. Experten empfehlen dennoch: Alle Früchte vor dem Schälen gründlich mit warmem Wasser waschen.
Bio oder Saison: So umgehen Sie das Risiko
Die ständige Verfügbarkeit aller Obstsorten hat ihren Preis. Die effektivste Strategie für Verbraucher ist der Griff zu Bio-Produkten. Daten zeigen, dass diese deutlich seltener belastet sind.
Eine kluge Alternative ist die Rückbesinnung auf echte Saisonware:
* Heimische Äpfel und Birnen aus Lagerung sind meist unbedenklich.
* Nüsse haben jetzt Hochsaison.
* Kohl und Wurzelgemüse sind frische, regionale Vitaminlieferanten.
Wer nicht auf Importe verzichten will, sollte sie gründlich waschen und konsequent zu Bio-Qualität greifen. Der EU-“Green Deal” zielt zwar auf weniger Pestizide ab, doch bis das spürbar wird, bleibt der aufmerksame Einkauf der beste Schutz.


