Pendlerpauschale, Cent

Pendlerpauschale 2026: 38 Cent ab Kilometer eins entlasten Millionen

03.02.2026 - 20:32:11

Seit Jahresbeginn gilt ein einheitlicher Satz für alle Arbeitswege, der besonders Pendler mit mittleren Distanzen finanziell entlastet und für mehr Fairness sorgen soll.

Ab dem ersten Kilometer gibt es 38 Cent: Die neue Pendlerpauschale bringt seit Jahresbeginn spürbare Steuerentlastung für Millionen Arbeitnehmer. Die Reform beseitigt die bisherige Benachteiligung kürzerer Arbeitswege und ist Teil des Steueränderungsgesetzes 2025.

Einheitlicher Satz ersetzt alte Staffelung

Die entscheidende Neuerung ist die Abschaffung der Zweiklassengesellschaft. Bisher galten 30 Cent pro Kilometer nur für die ersten 20 Kilometer, erst ab Kilometer 21 der höhere Satz von 38 Cent. Seit 1. Januar 2026 gilt nun durchgängig der Satz von 38 Cent ab dem ersten Kilometer. Diese Vereinheitlichung sorgt für mehr Fairness, besonders für Pendler in Ballungsräumen mit mittleren Distanzen.

Die Pauschale ist verkehrsmittelunabhängig. Egal ob Auto, Bahn oder Fahrrad – der Ansatz bleibt gleich. Maßgeblich ist die kürzeste Straßenverbindung. Alle üblichen Fahrzeugkosten sind mit der Pauschale abgegolten. Eine Ausnahme gibt es für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel: Liegen ihre Ticketkosten über dem Pauschalbetrag, können sie die höheren tatsächlichen Kosten ansetzen.

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So wirkt sich die Erhöhung finanziell aus

Die Entlastung schlägt sich direkt in der Steuererklärung nieder. Ein Arbeitnehmer mit 20 Kilometern einfachem Arbeitsweg kann bei 220 Arbeitstagen nun 1.672 Euro geltend machen – 352 Euro mehr als bisher. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent bedeutet das eine jährliche Steuerersparnis von rund 150 Euro.

Doch die volle Wirkung entfaltet sich nur, wenn die gesamten Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Für viele Pendler ist das jedoch der Fall. Die Bundesregierung rechnet mit einer Gesamtentlastung von rund 1,1 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Zwischen Entlastung und ökologischer Kritik

Die Politik begründet die Reform mit mehr Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land. Doch die einheitliche Pauschale ist umstritten. Verkehrsverbände wie der ADAC begrüßen die finanzielle Erleichterung. Klimaexperten hingegen kritisieren die Anreize.

„Die Pauschale subventioniert weite Wege und den Pkw, statt klimafreundliche Alternativen zu fördern“, sagt Dr. Sophia Becker von der TU Berlin. Kritiker monieren zudem die soziale Schieflage: Da es sich um eine Steuererleichterung handelt, profitieren Spitzenverdiener mit hohem Steuersatz überproportional. Geringverdiener unter dem Grundfreibetrag haben gar nichts davon.

Was Pendler jetzt wissen müssen

Die neue Regelung gilt für das gesamte Steuerjahr 2026. Angesetzt werden kann sie in der Steuererklärung, die 2027 fällig wird. Für die laufende Lohnsteuerpauschalierung müssen auch Arbeitgeber die geänderten Sätze beachten.

Die Debatte um eine sozial gerechtere und ökologisch sinnvollere Pendlerförderung ist damit aber nicht beendet. Modelle wie ein direktes Mobilitätsgeld werden weiter diskutiert. Für Millionen Pendler bietet die erhöhte Pauschale jedoch erst einmal Planungssicherheit.

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